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Segeberg Schule Goldenbek: Eltern prangern Zustände an
Lokales Segeberg Schule Goldenbek: Eltern prangern Zustände an
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21:04 04.06.2018
Etwa 20 Eltern aktueller und ehemaliger Schüler trafen sich am Sonntag. Unter ihnen war Ingo Dwinger, Vorsitzender des Kreiselternbeirates. Quelle: Foto: Pd
Goldenbek

Unterstützung bekommen sie inzwischen durch den Kreiselternbeirat. „Ich bin durch die aktuelle Berichterstattung auf die Probleme in Goldenbek aufmerksam geworden“, erzählt Ingo Dwinger, Vorsitzender des Kreiselternbeirates für Grundschulen und Förderzentren. Um sich ein eigenes Bild von den Erfahrungen der Eltern zu machen, hatte er sich am Sonntag auf den Weg von Tönningstedt nach Goldenbek gemacht. Privat waren dort zeitweise mehr als 20 Eltern zusammengekommen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Eins wurde dabei deutlich: Klein beigeben wollen die Eltern nicht. Sie fordern von Schulrat Jürgen Hübner personelle Konsequenzen. Nicht nur Eltern der jetzigen Schüler, sondern auch von Kindern, die schon längst weiterführende Schulen besuchen, nutzen die aktuelle Entwicklung, um Tacheles zu reden. „Wir haben viel zu lange den Mund gehalten. Wenn man als Elternteil anruft, wird man abgebürstet.

Mit einem erhöhten Stundenkontingent ist uns nicht geholfen, wenn man weiß, dass es die Probleme mit den Lehrkräften bereits seit 20, 30 Jahren gibt“, sagt eine Mutter. Junge Lehrkräfte würden genauso schnell gehen, wie sie gekommen seien.

Die Vorwürfe der Eltern: Gespräche mit den Lehrern seien nicht möglich gewesen. Tätliche Übergriffe einzelner Kinder seien hingenommen worden. „Mein Kind wurde immer stiller. Erst durch einen Nachbarjungen habe ich erfahren, dass er von einem anderen Jungen gewürgt wurde“, so eine weitere Mutter.

Gleich mehre Eltern berichten von einem katastrophalen Umgang der Lehrer mit ihren Kindern. Sie seien immer wieder unter Druck gesetzt worden. „Mein Kind wollte, dass wir umziehen, damit es nicht mehr in die Grundschule Goldenbek gehen muss“, erzählt eine weitere Mutter. Andere Eltern berichten von Kopf-, Bauch- oder sonstigen Schmerzen ihrer Kinder, um dem Unterricht entgehen zu können.

Während die Eltern ihre Erfahrungen schildern, wird ein Vater immer stiller. „Für meine Tochter war diese Schule die Hölle. Ich habe immer wieder Ansätze gesucht, ob es an ihr liegen könnte. Aber wenn ich das jetzt hier auch von den anderen Eltern höre, bin ich schockiert. Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen meiner Tochter gegenüber. Wenn ich nach Hause komme, muss ich sie erst einmal in den Arm nehmen“, sagt Sebastian Boda.

Gestern Abend hat es in der Schule eine elterninterne Gesprächsrunde gegeben, am 18 Uhr sollte Schulrat Jürgen Hübner dazustoßen. Mehr dazu lesen Sie in unserer nächsten Ausgabe.

pd

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