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Segeberg Schwere Unfälle über Ostern im Kreis Segeberg
Lokales Segeberg Schwere Unfälle über Ostern im Kreis Segeberg
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12:29 23.04.2019
Im Kreis Segeberg kam es am Ostersonntag zu einem schweren Frontalzusammenstoß. Quelle: Feuerwehr
Leezen/Todesfelde/Henstedt-Ulzburg

Am Ostersonntag kam es im Kreis Segeberg zu einem schweren Verkehrsunfall mit fünf Verletzten. Vier Menschen mussten von der Feuerwehr aus ihren Fahrzeugen befreit werden.

Wie die Feuerwehr mitteilte, stießen auf der Hamburger Straße zwischen Leezen und Groß Niendorf um 13.16 Uhr zwei Autos frontal zusammen. Bisherigen Erkenntnissen zufolge verlor ein 81-jähriger Fahrer aus dem Kreis Segeberg in der Kurve die Kontrolle über seinen Mercedes. In der lang gezogenen Rechtskurve kam er in den Gegenverkehr und prallte frontal gegen einen entgegenkommenden Alfa-Romeo.

Motorradfahrer konnte nicht mehr bremsen

Ein hinter dem Alfa fahrender 58-Jähriger bemerkte laut Polizei den Zusammenstoß und konnte seinen Renault noch rechtzeitig zum Stehen bringen. Trotzdem fuhr eine hinter dem Renault fahrende Kawasaki auf den Wagen auf. So wurde auch ein 32-jährige Motorradfahrer aus dem Kreis Pinneberg in den Unfall auf der B 432 verwickelt.

Zahlreiche Rettungskräfte und Polizeibeamte waren im Einsatz. Der Fahrer des Mercedes-Benz, dessen 62-jährige Beifahrerin sowie die aus Hamburg stammenden Insassen des Alfa Romeo, ein 81-Jähriger und seine 61 Jahre alte Beifahrerin, erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Der 32-jährige Motorradfahrer aus dem Kreis Pinneberg musste mit schweren Verletzungen behandelt werden.  

Während der gesamten Rettung wurden die Patienten durch Notärzte versorgt. Später kamen sie mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser. Der Fahrer des Alfa Romeo wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Kleiner Hund betreut

Ein kleiner Hund, der sich in einem der Autos befand, wurde von der Feuerwehr betreut und dem Tiernotdienst übergeben. Der Fahrer des Renault und seine 54-jährige Beifahrerin, beide aus dem Kreis Stormarn, blieben unverletzt.

Auch ein Feuerwehrmann muss ins Krankenhaus

Ein Feuerwehrmann bekam aufgrund der Wetterlage Kreislaufprobleme und wurde durch den Rettungsdienst versorgt sowie im Anschluss in ein Krankenhaus transportiert. Vor Ort waren die Freiwillige Feuerwehr Leezen, die Feuerwehr Groß Niendorf und die Freiwillige Feuerwehr Itzstedt mit 42 Einsatzkräften.

Die Unfallstelle war bis 17 Uhr voll gesperrt. Polizisten sperrten den Bereich weiträumig ab. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft zogen die Polizeibeamten für ergänzende Untersuchungen zur Unfallursache einen Sachverständigen hinzu. Bis auf den Renault war keines der beschädigten Fahrzeuge laut Polizei noch fahrbereit. Ersten Schätzungen zufolge sind an den Fahrzeugen Sachschäden im mittleren fünfstelligen Bereich entstanden.

Nach Osterfeuer: Betrunkener überschlägt sich

Am frühen Sonntagmorgen ist es in der Dorfstraße (Landesstraße 78) von Todesfelde zu einem Verkehrsunfall gekommen. Das Auto überschlug sich dabei mehrfach, der Verursacher war betrunken.

Gegen 2 Uhr soll der Fahrer Zeugenangaben zufolge mit quietschenden Reifen das Veranstaltungsgelände des örtlichen Osterfeuers verlassen haben und mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Siedlungsstraße gefahren sein, teilte die Polizei mit. Nachdem der Mann den Skoda linksseitig gegen einen Kantstein gelenkt hatte, überschlug sich der Wagen mehrfach und blieb auf einem angrenzenden Grundstück liegen.

Der 26 Jahre alte Fahrer aus dem Kreis Segeberg erlitt leichte Verletzungen und kam in ein Krankenhaus. Da die alarmierten Polizeibeamten bei ihm an der Unfallstelle einen Atemalkoholwert in Höhe von 1,84 Promille festgestellt hatten, entnahm ein Arzt im Krankenhaus auch eine Blutprobe. Darüber hinaus stellten die Beamten den Führerschein des Mannes sicher.

„Glücklicherweise wurden angesichts des in unmittelbarer Nähe stattfindenden Osterfeuers keine Unbeteiligten verletzt“, sagte ein Sprecher der Polizei.

Am Unfall-Auto entstand ein Schaden im mittleren vierstelligen Bereich. Der Schaden an dem betroffenen Grundstück beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf einen mittleren dreistelligen Euro-Betrag.

Norwegisches Auto überschlägt sich auf A 7

Glück im Unglück hatten die drei Insassen eines VW-Transporters aus Norwegen, der sich am Ostermontag auf der Autobahn 7 in Höhe der Anschlussstelle Henstedt-Ulzburg überschlagen hatte. Nach Angaben der Polizei wurden der 54-jährige Fahrer sowie ein 34-jähriger Beifahrer und eine 21-jährige Beifahrerin nur leicht verletzt. Sie wurden in eine Klinik nach Henstedt-Ulzburg gebracht.

Der VW-Transporter fuhr auf der Autobahn in Richtung Hamburg. Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei Neumünster war der Wagen aus bisher unbekannter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und hatte sich überschlagen. Das stark beschädigte Fahrzeug blieb schließlich hinter der Leitplanke auf der Seite liegen.

Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen wurden der mittlere und der rechte Fahrstreifen gesperrt. Der VW musste abgeschleppt werden. Die Unfallstelle war um 8.30 Uhr geräumt. Die Beamten der Autobahnpolizei berichteten, dass der Fahrer (80) eines BMW die Absicherung der Gefahrstelle übersah und zwei Warnleuchten überfuhr. Einsatzkräfte waren nicht gefährdet.

sal/pat/jad

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