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Segeberg Segebergs Kino zeigt zur Woche gegen Gewalt an Frauen „Die Unbeugsamen“
Lokales Segeberg

Segeberg: Kino Cineplanet5 zeigt zur Woche gegen Gewalt an Frauen „Die Unbeugsamen“

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13:08 22.11.2021
Zur Internationalen Woche gegen Gewalt an Frauen: Die Gleichstellungsbeauftragten Inge Diekmann, Dagmar Höppner-Reher und Michaela Semerak (v. l.) laden ins Kino ein.
Zur Internationalen Woche gegen Gewalt an Frauen: Die Gleichstellungsbeauftragten Inge Diekmann, Dagmar Höppner-Reher und Michaela Semerak (v. l.) laden ins Kino ein. Quelle: hfr
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Bad Segeberg

Rita Süssmuth, Herta Däubler-Gmelin, Petra Kelly und andere haben sich die Beteiligung an demokratischen Entscheidungen in der jungen Bundesrepublik hart erkämpfen müssen. „Politik ist eine viel zu ernsthafte Sache, als dass man sie allein den Männern überlassen könnte“, sagte einst SPD-Politikerin Käte Strobel, Bildungsministerin in den 1960er Jahren. Sie und andere Frauen haben den Weg zur Mitbestimmung geebnet. Der Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen“ erzählt von ihnen (Regie: Torsten Körner).

Die drei Gleichstellungsbeauftragten Dagmar Höppner-Reher (Kreis Segeberg), Michaela Semerk (Amt Trave-Land) und Inge Diekmann (Stadt Bad Segeberg) haben sich zur Internationalen Woche gegen Gewalt an Frauen mit dem Verein „LINSE – Lichtspielkunst in Bad Segeberg“ und dem Kino Cineplanet 5 zusammengetan, um diesen hochgelobten Film gemeinsam zu zeigen.

Gleichstellungsbeauftragte wollen Mut machen

Vor dem Hintergrund der Landtagswahlen im nächsten Jahr wollen sie außerdem dafür sensibilisieren, wie Machtstrukturen funktionieren. Höppner-Reher: „Wir wollen Mut machen, trotz allem in die Politik einzusteigen, gegen frauenfeindliche Diskriminierungen öffentlich aufzutreten und sich zusammenzuschließen und gegenseitig zu unterstützen.“ Darüber hinaus setzen sich die Gleichstellungsbeauftragten für eine Parität in den Parlamenten ein. „Gerade im Zusammenhang mit der Besetzung von politischen Ämtern hören wir immer wieder den Satz: ,Den Frauen stehen doch alle Wege offen, aber sie wollen ja nicht‘.“ Der Film zeige deutlich, mit welchen Mitteln Frauen daran gehindert wurden und noch immer werden. „Der Grund: Sie sind Frauen und wagen es, in von Männern dominierte Machtbereiche vorzudringen. Und wenn sie es geschafft haben, hören frauenfeindliche Angriffe ja nicht auf“, sagte Dagmar Höppner-Reher.

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Gezeigt wird „Die Unbeugsamen“ am Mittwoch, 24. November, ab 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, die Platzzahl begrenzt. Es gelten die aktuellen Corona-Vorgaben. Eine Ticketreservierung ist nicht erforderlich. Im Anschluss an den Film gibt es Gelegenheit für Gespräche und um sich über den Inhalt auszutauschen.

Von Heike Hiltrop