Segeberg: Zehn Schulen nehmen an Courage-Demo teil
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Segeberg Zehn Schulen nehmen an Courage-Demo teil
Lokales Segeberg Zehn Schulen nehmen an Courage-Demo teil
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09:17 24.11.2019
Am 9. November gingen in Bad Segeberg viele Menschen auf die Straße. Quelle: Petra Dreu
Bad Segeberg

Die Schüler aus Segeberg gehen auf die Straße. Zehn Schulen haben sich zum Sternmarsch am Donnerstag, 28. November, angemeldet. „Gestartet wird dabei an der Kreissporthalle in der Burgfeldstraße, weiter über die Theodor-Storm-Straße durch die Hamburger Straße bis hin zum Marktplatz, wo ab 15 Uhr Kundgebungen und ein buntes Programm auf die Jugendlichen und Mitdemonstranten wartet“, teilt Katrin Krüger, Sprecherin des Vereins für Jugend- und Kulturarbeit (VJKA) mit.

Ab 14.15 Uhr findet damit eine weitere Demonstration für Toleranz und Demokratie in Bad Segeberg statt. Vom Städtischen Gymnasium geht es um 14.30 Uhr los.

Organisiert wird die Demo vom Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Die Mitglieder lehnen jede Form von Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Sprache, kultureller, religiöser oder sexueller Orientierung ab. Schüler werden bestärkt, couragiert für Menschenrechte einzutreten. In Bad Segeberg gibt es vier Courage-Schulen, im Kreis Segeberg sind es aktuell 16.

Courage-Pate spricht über rechtsextreme Szene

Der Journalist und Rechtsextremismusexperte Andreas Speit kommt nach Bad Segeberg. Er stellt die Entwicklung der rechtsextremen Szene in Schleswig-Holstein vor. Speit ist Pate des Städtischen Gymnasiums, der ersten „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ im Kreis Segeberg.

Der Vortrag findet am Mittwoch, 11. Dezember, um 19 Uhr in der Jugendakademie, Marienstraße 31, statt. Wie der Verein für Jugend und Kulturarbeit (VJKA) auf seiner Homepage mitteilt, „diskutieren wir gemeinsam, welche Möglichkeiten es gibt, etwas gegen die extremen Rechten in der eigenen Region zu tun und entsprechende Handlungsoptionen zu entwickeln“.

Seit August trete die Gruppe „Division Nord“, „Aryan Circle“ bzw. „Nationale Sozialisten Bad Segeberg“ in der Öffentlichkeit auf. Dabei greife sie auf das gesamte Repertoire rechtsextremer Strategien und Organisationsversuche zurück, heißt es in der Ankündigung. Von Anwerbe-Versuchen bis zum Teilen von alten und neuen Zeichen der extremen Rechten im Stadtbild mit Stickern und Raumergreifung. Der Buchautor Andreas Speit geht in seinem Vortrag auch auf die Entwicklung der rechtsextremen Szene in Bad Segeberg ein, legt die Struktur des Aryan Circle und dessen Strategien dar. Im Jahr 2017 hatte er zum Thema schon einmal in Segeberg gesprochen.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Gruppierungen angehören, den Zutritt zu der Veranstaltung zu verwehren oder diese auszuschließen. Einlass ist ab 18.30 Uhr, eine Anmeldung ist nicht nötig.

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Von LN

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