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Lokales Segeberg Neue Segeberger Schulräte im Doppelpack
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19:48 10.01.2019
Neue Schulräte im Kreis Segeberg: Meike Harder und Odert Schwarz Quelle: GLOMBIK
Bornhöved

Gleich im Doppelpack bekommen Segebergs 16 000 Schüler, die 41 Grundschulen, 14 Gemeinschaftsschulen und elf Förderzentren eine neue Chefetage. Am Donnerstag wurden Meike Harder (59) und Odert Schwarz (58) an der Bornhöveder Sventana-Schule vor vielen Schulleitern, Lehrern, Kreis- und Amtsmitarbeitern offiziell in ihr Amt bei Kuchen und Käffchen eingeführt. Es war eine launig-lockere Veranstaltung, längst nicht so getragen oder ernst, wie man sie bei der Einführung von Schulaufsichtsbeamten vielleicht erwarten könnte. Schließlich sind Schulräte eine wichtige Instanz, stellen Lehrkräfte ein, moderieren im Streitfall zwischen Schulleitung und Eltern, müssen auch mal harte Entscheidungen fällen.

Meike Harder, im vergangenen Jahr noch Schulleiterin an der Klaus-Groth-Schule in Bad Oldesloe, gab zu, dass ihr erst angst und bange geworden sei angesichts der Anforderungen, die für diesen Führungsjob gestellt werden. „Schulrätin“ – das höre sich schon gut an, aber „Untere Schulaufsichtsbehörde“, das klang für sie nach „Kontrolle, aufpassen und unbeliebt machen“. Jetzt müsse sie die Entscheidungen, Erlasse, die aus Kiel kämen, jeweils vertreten und erläutern. „Dabei fand ich selbst auch nicht immer toll, was das von oben kam“, plauderte sie aus dem Nähkästchen vor den Gästen. Sie sei aber ausdrücklich „nicht diejenige, die in die Schulen kriecht und kuckt, wo geht da etwas schief“. Sie möchte eher diejenige sein, die in die Schule geht und berät. „Ich möchte mit Ihnen gut zusammenarbeiten“, versprach sie. Meike Harder wird jetzt erst einmal die Schulen betreuen, die eher im Segeberger Westkreis liegen, um die sich zuvor der in Pension gegangene Volker Struve gekümmert hat.

In die Fußstapfen von Schulrat a.D. Jürgen Hübner, der am Donnerstag bei der Einführung seiner Nachfolger übrigens dabei war, tritt hingegen Odert Schwarz, vormals auch Schulrat im Kreis Steinburg. Er muss vorerst zwei Tage die Woche im Schulamt Itzehoe aushelfen, bis dort ein Nachfolger gefunden ist. Trotzdem möchte er gleich loslegen mit seiner Vorstellungsrunde durch Segebergs Schulen. Schwarz stammt aus dem Kreis Ostholstein, wohnt in Ratekau und hat in Ostholstein 20 Jahre Lehrerfahrung an der Hauptschule und später zehn Jahre eine Grundschule geleitet. Drei Jahre hatte er schon im Schulamt Ostholstein erste Erfahrungen gesammelt.

Wichtig seien für ihn bei der täglichen Arbeit mit Schulleitungen, Lehrkräften und Eltern Offenheit, Transparenz und vor allem Wertschätzung. Er erwarte auch Rückmeldungen, ob er diese Maxime selbst erfülle. Das klingt alles nicht nach Schulaufsicht a’la Feuerzangenbowle. Odert Schwarz hat an der PH Kiel Mathematik, Physik und Sport studiert.

Er möchte sein Augenmerk verstärkt auf den Übergang von Kita in die Schule richten, erklärte er den LN. Er sei auch ein Anhänger kleiner Schulen. „Aber auf der anderen Seite haben wir auch die Vorgabe, dass die Schulen so nicht einfach weiterlaufen können, wenn die vorgegebene Zahl von 80 nicht erreicht werden.“ Er sieht seine Aufgaben auch darin, Menschen als Lehrer zu gewinnen. Mit sogenannten Quereinsteigern habe er unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Schwarz: „Es ist auch nicht immer ein Selbstgänger, wenn ein arbeitsloser Gymnasiallehrer an Grundschulen eingesetzt werde.“ Das habe er noch selbst als Schulleiter erlebt.

Wolfgang Glombik

Seit September ist Udo Nickel der ehrenamtliche Radverkehrsbeauftragte der Kreisstadt. Er hat seitdem unzählige Gespräche geführt und Ideen gesammelt. Ziel ist es, das Radfahren in der Stadt und der Umgebung attraktiver zu machen.

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