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Segeberg Landrat: Finanzierung des Kreishauses nicht das Problem
Lokales Segeberg Landrat: Finanzierung des Kreishauses nicht das Problem
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18:13 26.02.2019
„Die Mitarbeiter gehen sonst woanders hin.“ Landrat Jan Peter Schröder will in attraktive Arbeitsplätze investieren. Quelle: Wolfgang Glombik
Bad Segeberg

Das neue Kreishaus an der Rosenstraße wird laut Vorentwurf über 25 Millionen Euro kosten, berichteten die Lübecker Nachrichten am Dienstag. „Die Zahlen sind alle geschätzt, wir müssen abwarten, was bei den Ausschreibungen herauskommt“, teilte am Mittwoch Landrat Jan Peter Schröder mit. Er ist gerade mit Kreispräsident Claus Peter Dieck im Partnerkreis in Estland zu Gesprächen unterwegs. Er gehe nicht davon aus, dass sich die Kosten deutlich absenken lassen. Und letztlich müsse die Politik entscheiden, ob in dem Neubau ein Mitarbeiter-Restaurant integriert werde.

Aber berücksichtigt werden müsse, dass die 170 Kreis-Mitarbeiter dann weit weg von der Innenstadt ihre Büros haben werden. Überlegenswert sei auch, ob man später im Neubau an der Rosenstraße für die komplette Verwaltung koche und das Essen für die Kollegen in das Haus A liefere. So könnte man sich dort die Sanierung der jetzigen Küche sparen. Das seien aber alles nur Vorüberlegungen, stellte Schröder klar.

Ziel sei es, möglichst schnell den Levo-Park mit der ausgelagerten Verwaltung zu verlassen, schon um Mietkosten zu sparen. Aber der Levo-Park werde als Ausweichquartier sicher noch benötigt, da das Haus A an der Hamburger Straße umfassend saniert werden müsse. Dort stehe eine komplette energetische Sanierung an.

Die Finanzierung der 25 Millionen Euro für den Neubau dürfte für den Kreis nicht das Problem sein. Klar werde man Kredite aufnehmen müssen, aber der Kreis habe deutliche Überschüsse. Auch durch Sondertilgungen habe sich die Schuldenlast des Kreises um über 20 Millionen Euro abgesenkt. Schröder stellt klar, dass man erhebliche Mittel aufwenden müsse, um attraktive Arbeitsplätze zu bieten. „Wir stehen hier im Wettbewerb mit anderen. Die Mitarbeiter gehen sonst woanders hin.“

Welche Abteilungen später in den Neubau an der Rosenstraße wechseln werden, sei noch nicht sicher. Hier werde auch der Personalrat noch beteiligt. Vermutlich würden darunter auch die Teile der Kreisverwaltung fallen, die jetzt im Levo-Park untergebracht sind. Im November 2017 zogen dort Kreisplanung, Bau- und Umweltverwaltung, Bauaufsicht, Brandschutz, Denkmalschutz und Gutachterausschuss sowie der Fachdienst Naturschutz- und Landschaftspflege ein. wgl

Wolfgang Glombik

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