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20:10 29.03.2018
Ein Festival beeindruckender Farben durch Schwarzlicht: Auf das Stück „Übernachtungsparty bei Familie Sandmann" vom Zirkus Wundertüte darf man gespannt sein. Im November soll Premiere sein.
Ein Festival beeindruckender Farben durch Schwarzlicht: Auf das Stück „Übernachtungsparty bei Familie Sandmann" vom Zirkus Wundertüte darf man gespannt sein. Im November soll Premiere sein. Quelle: Fotos: Petra Dreu
Bad Segeberg

„Habt Respekt, macht mit und spendet viel Applaus“, forderte Theaterpädagogin Sabine Lück die Besucher des Theaterfestes in der „Kulturwerkstatt Theater“ der Jugendakademie auf. Sie führte das Publikum zusammen mit Daniela Wemper durch das Programm. Das jedoch war nicht nur darauf begrenzt, dass die einen etwas vorspielen und die anderen zuschauen.

Das Theaterfest war gleichzeitig ein Ort der Begegnung und des Austausches, wozu die Akteure untereinander und zusammen mit dem Publikum bei Kuchen und Fingerfood Gelegenheit hatten. Dabei gab es bereits jede Menge Lob, aber auch – und besonders davon profitieren alle Theaterleute – Anregungen für die weitere Umsetzung ihrer Theaterprojekte.

Die Theaterlandschaft in Bad Segeberg ist bunt und bietet vielen unterschiedlichen Menschen jeden Alters den passenden Rahmen, sich zu entfalten. Für das Theaterfest „Zwischen!Stopp“öffneten die unterschiedlichen Gruppierungen ihre Türen und zeigten, woran sie gerade arbeiten.

Commedia: „Muttersprache – Mamelosch“ (Multiplikatorinnen und Erwachsene), Leitung: Sabine Lück TheaterspielRaum: „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (Jugendliche ab 15 Jahren), Leitung: Daniela Wemper TheaterspielForum: „Play loud“ (Jugendliche ab 17 Jahren und Erwachsene, Leitung: Thomas Minnerop Weitere Infos unter www.vjka.de/kulturakademie/kulturwerkstatt-theater

Den visuellen Höhepunkt des Festes hatten die Organisatoren mit dem „Zirkus Wundertüte“ und Ausschnitten seiner „Übernachtungsparty bei Familie Sandmann“ gleich an den Anfang des Programms gesetzt.

Erst im November wollen die jungen Schauspieler im Alter von acht bis 16 Jahren mit dem Stück Premiere feiern. Die Theaterfestgäste werden sich dieses Ereignis nach der gelungenen Kostprobe sicherlich nicht entgehen lassen.

Mithilfe von Schwarzlicht, fluoreszierenden Hula-Hoop-Reifen, Bändern, wie sie im Kunstturnern verwendet werden, und leuchtenden Tüchern zu passender Musik sorgten sie für Begeisterung. Aber auch bei Szenen, in denen sie mit Hilfe von Leiterin Annika Oddey als über ein Drahtseil tanzende Miezekatzen über sich hinauswuchsen, war ihnen der Applaus der Zuschauer sicher.

Ganz anders, aber nicht weniger beeindruckend, entpuppten sich Rahel Wälzholz und Jana Fritzlar in „Von der Kunst, eine böse Stiefmutter zu sein“ als Meisterinnen der Erzählkunst. Das Märchen „Schneewittchen“ präsentierten die beiden Schülerinnen der Spiel- und Theaterpädagogik nach dem Motto: „Wer im Glassarg liegt, sollte nicht mit Äpfeln spucken“. Ihre Parodie- und Slapstickeinlagen kamen hervorragend an. Absolute Bühnenreife hatte der Wutausbruch Jana Fritzlars als Königin, nachdem ihr der Spiegel die Hiobsbotschaft offenbart hatte, nicht mehr Schönste im Land zu sein.

An diese Highlights zu Beginn des Theaterfestes schloss sich der „Theaterspielplatz“ unter der Leitung von Daniela Wemper an. Fertig ist das Stück noch nicht, das die Schauspieler von acht bis zwölf Jahren selbst entwickelt haben.

 Petra Dreu