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Segeberg Feuerwerk: Wo darf (nicht) geknallt werden?
Lokales Segeberg Feuerwerk: Wo darf (nicht) geknallt werden?
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21:19 30.12.2019
Silvesterfeuerwerk über dem Ratzeburger Dom.
Silvesterfeuerwerk über dem Ratzeburger Dom. Quelle: Matthias Wiemer
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Ratzeburg

Auch wenn in Mölln ein erster Baumarkt auf den Verkauf von Feuerwerkskörpern zu Silvester komplett verzichtet hat (die LN berichteten) und das auch bundesweit zur Kenntnis genommen wurde, stehen Silvesterfeuerwerke im Kreis Herzogtum Lauenburg (noch) nicht zur Debatte.

Allerdings sind die Städte und Kommunen, aber auch viele Privatpersonen sensibler geworden, was dieses Thema betrifft. Bei einer Blitzumfrage im Nordkreis des Herzogtum Lauenburg wurde deutlich: Ein Verbot wird in keiner Gemeinde erwogen. Alle befragten Ämter und Städte verwiesen dagegen auf die entsprechenden gesetzlichen Ver- und Gebote, die es am 31. Dezember und 1. Januar zu befolgen gilt.

In einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt Ratzeburg heißt es: „Das ohnehin vom 2. Januar bis 30. Dezember bestehende Verbot zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist auch am 31.12. und 1.1. in bestimmten Bereichen nicht oder nur eingeschränkt zulässig. Raketen und Böller dürfen nur außerhalb von Gebäuden und nicht in unmittelbarer Nähe von Reetdach- und Fachwerkhäusern gezündet werden! Es ist verboten, 200 Meter (Luftlinie) rund um Grundstücke mit Reetdach- und Fachwerkhäusern Raketen aufsteigen zu lassen.

Beim Abbrennen von Böllern, Knallern und Bodenfeuerwerk ist zu diesen weich gedeckten Gebäuden ein Sicherheitsabstand von 50 Metern einzuhalten. Steht die Windrichtung ungünstig zum Objekt, ist der Abstand entsprechend zu vergrößern. Diese Sicherheitsabstände sind unbedingt einzuhalten! In unmittelbarer Nähe von Krankenhäusern, Kirchen sowie Kinder- und Altenheimen ist das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände auch in der Silvesternacht verboten.“

Es sei „mithin unerlässlich, sich mit der Umgebung vertraut zu machen, bevor das neue Jahr mit Knallern, Böllern und Raketen begrüßt wird“. Diese Verbote oder Einschränkungen hätten dabei nichts mit Spielverderberei zu tun, „sondern ausschließlich mit der Sicherheit und Unversehrtheit aller Umstehenden und aller Anlieger“.

In diesem Sinne sei auch wichtig, bereits beim Kauf von pyrotechnischen Artikeln auf die Gefahrenklassen zu achten. Feuerwerkskörper werden, gemessen am Grad ihrer Gefährlichkeit, in vier Klassen eingeteilt: Klasse I, Feuerwerksspielwaren, Aufdruck BAM-P I; Klasse II, Kleinfeuerwerk, BAM-P II; Klasse III, Mittelfeuerwerk, BAM-P III; und Klasse IV, Großfeuerwerk.

Feuerwerkskörper der Kategorie II dürfen erst an Personen ab 18 Jahren abgegeben werden. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Klasse II ist nur in der Zeit vom 31. Dezember bis zum 1. Januar und ausschließlich für Personen ab 18 Jahren erlaubt. Feuerwerk gehört nicht in Kinderhände, mahnt die Feuerwehr. Feuerwerkskörper der Klassen III und IV dürfen ohne besondere behördliche Erlaubnis weder verkauft noch abgebrannt werden.

Von unk

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