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Segeberg So will Trappenkamp zum Klima-Vorbild für den Norden werden
Lokales Segeberg So will Trappenkamp zum Klima-Vorbild für den Norden werden
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19:00 04.10.2019
Bürgermeister Harald Krille (SPD) präsentiert erste Ideen für mehr Klimaschutz. Die kleinen Trappenkamper Finja-Jolie (4), Julian (10) und Jan-Luca (3) sind schon mal begeistert. Quelle: E-Mail-LN-Redaktion
Trappenkamp

Vor Trappenkamps Bürgermeister Harald Krille (SPD) liegen zwei Seiten Papier voller Ideen. Handbeschrieben bis in die letzte Ecke. Wenn er daraus vorliest, ist seine Begeisterung zu spüren. „Radwegekonzept, Klimaworkshop, E-Mobilität, Gründächer...“ Der Bürgermeister und seine Gemeinde haben große Pläne. Gemeinsam mit engagierten Bürgern möchten die Kommunalpolitiker und der Bürgermeister Trappenkamp zu einer Klimagemeinde machen. Eine ganz neue Idee soll sogar eine Initialzündung für ganz viele Kommunen in der Region sein.

Erste Ideen beim Klima-Frühstück gesammelt

Begonnen hat alles schon 2018, noch vor der Fridays-for-Future-Bewegung für das Klima. „Wir haben uns als Gemeindevertretung gefragt, wie wir das Thema Klima und E-Mobilität voranbringen können“, erinnert sich Krille. Über den Klimamanager des Kreises bekam man schließlich Kontakt zu einer Studierendengruppe der Christian-Albrechts-Universität in Kiel, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt. Vor wenigen Wochen fand schließlich das erste Klima-Frühstück der Gemeinde statt. Gemeinsam mit gut 50 Bürgern und den Studierenden wurde diskutiert und Ideen gesammelt. Am Ende war klar, die Gemeinde hat viel vor in den nächsten Jahren.

Quelle: hfr

Nicht nur Klimanotstand ausrufen

Aufgebaut ist alles auf drei Säulen. Als erstes geht es darum, dass die Gemeindevertretung in Zukunft alle Beschlüsse auch immer daraufhin prüfen will, wie nachhaltig diese sind und was sie für Auswirkungen auf das Klima haben. „Doch wir wollen nicht einfach nur den Klimanotstand ausrufen, sondern unser Klima aktiv mitgestalten“, erklärt Krille.

Das ist die zweite Säule: Die Gemeinde will selber etwas für den Klimaschutz tun. „So würde ich Trappenkamp gerne zu einer Fahrradkommune machen“, sagt Krille. Dazu gehöre der Ausbau der Radwege, auch außerorts, zum Beispiel zwischen Trappenkamp und Tensfeld, genauso wie genügend Abstellplätze und Ladesäulen für Elektroräder. Weitere Ideen sind mehr LED-Lampen für die Straßenbeleuchtung, Gießpatenschaften für das Straßengrün, die Förderung von begrünten Dächern, Klima-Workshops in Grundschulen oder eine Fotoausstellung über die Folgen des Klimawandels in der Gemeinde.

Bürger sollen Ideen einbringen

Vielleicht am wichtigsten ist jedoch die dritte Säule: die Bürger. Anfang nächsten Jahres soll der erste Klima-Stammtisch stattfinden. Wer mitmachen will, kann sich dafür jetzt schon beim Bürgermeister anmelden. „Da sollen die Trappenkamper ihre Ideen und Vorschläge für mehr Klimaschutz einbringen können“, sagt Krille, der hofft, mit dem Thema auch wieder mehr junge Menschen für die Kommunalpolitik begeistern zu können. Deshalb könne der Klimastammtisch zum Beispiel auch mal in einer Schule stattfinden.

Er möchte aber auch das persönliche Engagement belohnen und hat sich dafür etwas ganz Neues ausgedacht: das Klimawappen. „Ich würde gern unser Trappenkamper Wappen mit einer Erdkugel in der Mitte versehen. Die Botschaft ist: Wir sind global“, sagt Krille. So ein Klimawappen sollen dann beim Neujahrsempfang an alle Bürger verliehen werden, die sich besonders um den Klimaschutz in der Gemeinde verdient gemacht haben. „Und ganz toll wäre es, wenn wir da Keimzelle sein könnten und sich die Idee des Klimawappens auch in anderen Kommunen nach und nach durchsetzt“, sagt der Bürgermeister.

Investition in Schulen

Nicht nur in das Klima, sondern auch in seine Grundschule und die Gemeinschaftsschule mit Oberstufe will die Gemeinde investieren. Das Schulentwicklungskonzept sieht vor, neun bis zehn Millionen Euro in den nächsten sechs Jahren zu investieren, wobei ein Teil der Kosten durch Fördergelder beglichen werden kann. Baustart für den ersten Bauabschnitt ist 2021. Dann sollen 24 Räume, darunter 18 Klassenräume sowie Oberstufenraum und Medienräume, saniert und neu ausgestattet werden.

Von Sven Wehde

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