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Segeberg Spring Break Open Air größer als gedacht
Lokales Segeberg Spring Break Open Air größer als gedacht
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14:19 22.05.2019
Beim Open Air im September 2018 kamen 4500 Besucher. Quelle: Mehr Management/hfr
Bornhöved

„Es ist Wahnsinn, was hier passiert“, sagt Dennis Usko. Der Festivalmacher ist selbst etwas überrascht. Für das „Spring Break“-Festival in Bornhöved am 31. Mai und 1. Juni sind mittlerweile knapp 10 000 Karten verkauft. Und jeden Tag werden es mehr. Gerechnet hatte er anfangs mit 7500 Besuchern.

Entsprechend ist das Sicherheits- und Verkehrskonzept überarbeitet worden. Um dem An- und Abreiseverkehr Herr zu werden wird die Bundesstraße 430 am Sonnabend zur 30er-Zone. Rund um die Autobahnabfahrt der A21 wird der Verkehr verlangsamt. Die Straße An den Kleingärten wird vom 27. Mai bis 4. Juni komplett gesperrt. Nur für Kleingärtner gibt es eine Sonderregelung. „Ohne eine Durchfahrtsgenehmigung ist die Nutzung nicht erlaubt“, sagt Usko.

Festival mit 10000 Gästen

Damit weder Besucher noch Taxifahrer wahllos im Ort parken, werden die Straßen Bahnhofstraße, Kieler Tor und Priesterredder am 31. Mai und 1. Juni zum absoluten, beidseitigen Haltverbot. Auch hier ist dann nur Tempo 30 erlaubt. „Wir wollen keine Wildparker haben und schützen die Bewohner vor Ort.“

3000 Parkplätze sind vorgesehen

Rund 3000 Parkplätze stehen für das feiernde Volk zur Verfügung – auf dem Festivalgelände, aber auch nach den Öffnungszeiten an den umliegenden Supermärkten sowie an der Grundschule. „Wir sind in enger Absprache mit allen Behörden. Mehr Sicherheit können wir gar nicht bieten“, so der Planer.

Während Culcha Candela und dutzende DJ’s auf zwei Bühnen den Besuchern einheizen, ist ein Sicherheitsnetzwerk bestehend aus 18 Rettungsassistenten, Sanitätern, und einem Notarzt vor Ort. 50 Sicherheitskräfte sind auf dem Gelände unterwegs; die Polizei rückt mit vier Einsatzgruppen an. Es gibt ein Unfallzelt, mobile Streifen und ein Quad steht für die schnelle Versorgung bereit.

Das Open Air in Zahlen

500 000 Quadratmeter groß ist das Gelände. Dafür sind 4,5 Kilometer Zaun nötig. Es gibt zwei Bühnen: 20 Liveacts und 50 DJ’s heizen den Besuchern ein. Insgesamt 10000 Karten sind bisher verkauft; es gibt noch Luft nach oben: bis zu 10000 Besucher pro Tag sind gestattet.

Es ist die zweite Auflage des Festivals, im September 2018 gab es den Startschuss. Das Festival war innerhalb von zehn Wochen aus dem Boden gestampft worden. Rund 4500 Besucher kamen, Usko und seine Partnerin Katrin Lucht rechneten diesmal zunächst mit rund 7500 Gästen.

 

Knallhartes Vorgehen gegen Drogen und Gewalt

In den vergangenen Tagen ist den Fans im Netz verkündet worden, dass mit strengen Kontrollen zu rechnen ist: Drogenhunde kommen selbst auf den Parkplätzen zum Einsatz. „Wir wollen Drogen unterbinden. Da haben wir keine Lust drauf“, sagt Usko. „Da sind wir knallhart und kennen keinen Spaß.“ Jeder Verstoß werde angezeigt; wer erwischt wird, fliegt vom Gelände. Zudem herrscht auf dem gesamten Gelände absolutes Flaschenverbot. Tausende wiederverwendbare Becher sind für das Open Air bedruckt worden.

Culcha Candela treten beim Spring Break Festival in Bornhöved auf. Quelle: Mehr Management

Auch zu den Vorkommnissen auf dem Flächenbrand-Festival, bei dem es zu mehreren Körperverletzungen gekommen war, hat sich sein Team bei Facebook klar positioniert: „Wir verabscheuen Gewalt. Solche Personen haben auf diesen Events nichts zu suchen. Durch unsere Erfahrungen bei den Rolling Stones und dem Hurricane Festival scheuen wir keine Kosten. Deshalb werden Besucher zweifach durch Sicherheitsschleusen kontrolliert.“

Keine Beschwerden beim Ordnungsamt

Das Amt Bornhöved hatte in den vergangenen Wochen auf das Festival hingewiesen und Bewohner gebeten, sich bei Bedenken zu melden. „Wir sind in der Endplanung, das ist alles kein Selbstgänger“, sagt Tim Andresen vom Ordnungsamt. Sperrungen, Notausgänge, Umleitung: Einige Abstimmungen laufen noch. „Ich habe keine Bedenken, dass das Festival nicht stattfinden kann.“ Lediglich ein Anwohner habe eine Frage zum Open Air gehabt.

Bühne besteht aus 30 Überseecontainern

„Wir mussten viele Dinge anpassen“, sagt der Veranstalter Dennis Usko. So wird das Gelände zum Beispiel auch – anders als geplant – doch nicht bereits am Donnerstag, am Vatertag, geöffnet. „Das wäre gegenüber den Einsatzkräften der Polizei nicht fair gewesen.“ Auch die Bühne wird größer – 30 Überseecontainer werden verbaut. Dafür haben die Macher Mitte Mai extra einen Statiker aus Schweden kommen lassen.

„So ein großes Projekt hat es hier noch nicht gegeben. Mittlerweile ist ein richtiger Hype entstanden. Vielleicht denken die Menschen ,Da passiert ja wirklich was’ und wollen das unterstützen“, sagt er. In den vergangenen Monaten hat er zusammen mit seinem Team eine beachtliche Zahl an Firmen, Handwerkern und nicht zuletzt Musikern zusammengebracht. Dann kann das Fest ja losgehen: Am Freitag um 16 Uhr eröffnet Trappenkamps Tenor Fritz Bliesener das Open Air.

Hier geht es zum Zeitplan des Festivals.

Tickets

Wer Culcha Candela und Co. beim „Spring Break“-Festival in Bornhöved live erleben möchte, zahlt für die beiden Festivaltage am Freitag, 31. Mai, und Sonnabend, 1. Juni, 75 Euro – inklusive Camping.

Tagestickets kosten 25 bzw. 35 Euro, ein Ticket für beide Tage kostet 60 Euro (ohne Camping). Tickets gibt es auch in der LN-Geschäftsstelle, Telefon 045 51/990 00.

Alle Infos: www.springbreak-bornhöved.de

Irene Burow

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