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Segeberg Stadt kämpft um 90 Prozent für Sanierung
Lokales Segeberg Stadt kämpft um 90 Prozent für Sanierung
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21:10 18.11.2015
Bad Segeberg

. Es gibt den populären TV-Sängerwettstreit „The Voice of Germany“, es gibt den Vox-Kampf der Näherinnen „Geschickt eingefädelt — Wer näht am besten?“ Nun hat Bad Segeberg die große Chance, bei einem bundesweiten Projektaufruf zu einem kommunalen Förderprogramm die Nase vorne zu haben und etwas Tolles einzufädeln. Auch das beste Projekt zu entwerfen, will gelernt sein. Von über 1,7 Millionen Euro Projektsumme ist die Rede, damit könnte man die städtische Alte Sparkasse, Oldesloer Straße 20, umfassend sanieren.

Dass das Bad Segeberger Rathaus im Wettstreit der Projektideen sehr gute Chancen hat, davon ist Bauamtsleiterin Antje Langethal überzeugt. Sie ist geschickt bei der Beantragung von Fördermitteln, hat zum Beispiel auch bei der Finanzierung der Seepromenade mitgeholfen und durch üppige Gelder vieles möglich gemacht, was man angesichts der leeren Stadtkasse nie hätte stemmen können.

In der Stadtvertretersitzung waren am Dienstag alle Politiker dafür, einen Antrag zur „Ertüchtigung“ der kommunalen Kultureinrichtungen in der Oldesloer Straße zu stellen. Ziel sei es ein „Haus der Information und Kommunikation“ zu entwerfen. Es geht um viel Geld. Die beste Performance ist notwendig, damit Bad Segeberg den Zuschlag für eine Förderquote von 90 (!) Prozent gewinnt. Der sperrige Titel des Programms würde es aber nie ins Privat-Fernsehen schaffen: „Zukunftsinvestitionsprogramm zur Förderung der Sanierung kommunaler Einrichtung in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur.“ Das Haus in der Oldesloer Straße beherbergt unter anderem Stadtbücherei und Stadtarchiv. Beides in Räumen, die großen Sanierungsbedarf haben. „Hier besteht die Chance, anderthalb Millionen Euro Zuschuss zu bekommen und damit das Vermögen der Stadt um eine beträchtliche Summe zu steigern“, schwärmte Bürgermeister Dieter Schönfeld. Das wäre ein Beitrag zur Konsolidierung der Finanzen, „ohne dass die Bürger dafür bluten müssen“. Keiner könne jetzt schon sagen, „dass wir dabei sind, aber wir sind bemüht, einen Antrag zu stellen, der die vielen Kriterien erfüllt“, erklärte Langethal. Wichtig sei, den Juroren klar zu machen, dass die vielen kulturellen und sozialen Einrichtungen in dem alten Haus über die Stadtgrenze „hinausstrahlen“. Bad Segeberg werde mit seinem Projekt „auffallen“, versprach sie. Nichts anderes ist wichtig auch bei Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß (The Voice of Germany) und den Näherinnen bei Stardesigner Guido Maria Kretschmer.

„Danke Frau Langethal“, verbeugte sichThomas Krüger (Unabhängige), der sonst gern nörgelt. Und Bürgervorsteherin Ingrid Altner: „Jetzt heißt es Daumen drücken“, damit die Stadt die Förderquote von 90 Prozent gewinnt. . .

„Ich möchte hier mal nicht meckern oder nörgeln. Danke, Frau Langethal.“
Thomas Krüger (Unabhängige)

Wolfgang Glombik

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