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Segeberg Starkstromtrassen: Ab sofort wird verhandelt
Lokales Segeberg Starkstromtrassen: Ab sofort wird verhandelt
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22:19 30.09.2014
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Bad Segeberg

Drei Trassen-Vorschläge (siehe Grafik) liegen auf dem Tisch — nun geht es in die Diskussion vor Ort, bevor die Feinplanung für die 380-Kilovolt-Starkstromleitungen erfolgen kann. Landesregierung wie auch der Betreiber Tennet, so Kreisbauamtsleiter Thomas Falck am Montagabend vor dem Wirtschaftsausschuss des Kreistages, legen von Anfang an Wert darauf, die Kreise und Gemeinden frühzeitig an der Planung zu beteiligen, um so eine breite Zustimmung zu erreichen. Voraussetzung für dieses Prozedere ist ein „Letter of Intent“, dem der Ausschuss einstimmig seine Zustimmung erteilte. Zustimmen muss nun noch am Dienstag der Hauptausschuss.

Kreisplaner Frank Hartmann bezeichnete die Starkstrom-Trassen als „Preis der Energiewende“: Der an Nord- und Ostsee produzierte Strom könne im Lande nicht vollständig verbraucht werden. Man müsse ihn weiterleiten, um Windkraftanlagen sinnvoll ausschöpfen zu können. So sehr man sich im Kreishaus über frühzeitige Mitwirkung einig war, so zeigten sich einige Abgeordnete doch erstaunt, dass etwa die LN die Trassen bereits vor Wochen veröffentlichten, wo die Abgeordneten die Skizzen doch erst am Montag zu sehen bekamen. Hartmann trat jedem Verdacht eines „Geheimnisverrats“ entgegen: Die Lübecker Bürgerschaft und der Kreistag Ostholstein hätten sich bereits vor den Segebergern mit den Plänen befasst.

Der nördliche Korridor verläuft entlang der A 20 über Mönkhagen, Strukdorf, Geschendorf, Weede, Klein Gladebrügge, Wittenborn, Bark, Todesfelde, Hartenholm, Schmalfeld bis zu einem möglichen Umspannwerk im Raum Bramstedt. Der mittlere Korridor führt über Mönkhagen, Pöhls, Stubben, Neuengörs, Bühnsdorf, Altengörs, Schwissel, Kükels, Todesfelde, Hartenholm, Schmalfeld bis zu einem Bramstedter Umspannwerk. Der Dritte schließlich tangiert Mönkhagen, Pöhls, Stubben, Havighorst, Bahrenhof, Wakendorf I, Travenbrück, Groß Niendorf, Seth, Oering, Sievershütten und Kisdorf nach Kaltenkirchen.

Arne Hansen, als Klein Gladebrügger Bürgermeister A 20-erfahren, gab zu bedenken, dass letztlich die Kosten entscheiden würden und dass der mittlere Korridor der kürzeste sei. Auch Alternativtrassen solle man rechtzeitig in die Planung einbeziehen. ark

LN

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