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Segeberg Storm-Schule: Mängel beim Brandschutz
Lokales Segeberg Storm-Schule: Mängel beim Brandschutz
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22:57 12.11.2014
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Bad Segeberg

Es wird sicherlich das spannendste Thema bei der Sitzung der Bad Segeberger Stadtvertretung am Dienstag, 18. November, ab 18.30 Uhr im Bürgersaal werden: Die Diskussion über den Anbau an der Theodor-Storm-Schule. Hier haben im Schulverband auch die Umlandgemeinden mitzureden. Die möchten für die Bad Segeberger Grundschule — wie berichtet — nur die Miniversion mit 336 Quadratmetern Anbau für rund 1,2 Millionen Euro.

Das Zentrum für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) soll keine extra Räume bekommen. In der Stadt wird hingegen die große Version mit einer 600 Quadratmeter- Erweiterung der Schule favorisiert (1,9 Millionen Euro). Hier würde die Schule zweieinhalbzügig werden, es würde Platz für die Unterrichtung der Flüchtlingskinder geben.

Dafür fand sich auch eine Mehrheit im Hauptausschuss, teilte die Vorsitzende Ursula Michalak (CDU) den LN mit. Ihre Fraktion ist in der Frage noch gespalten, es gebe noch Beratungsbedarf, erklärte sie. Wenn man in der Theodor- Storm-Schule wegen der schlechten baulichen Brandschutz-Zustände eigentlich nicht mehr unterrichten dürfte, dann müsse darüber noch einmal dringend neu nachgedacht werden, forderte sie. Es müsse eine faire und gerechte Lösung geben.

Wie berichtet, waren in den vergangenen Jahren, als es um An- und Umbauten der Dorfschulen in Warderfelde und Goldenbek ging, diese Baumaßnahmen auch von den städtischen Delegierten im Schulverband immer positiv begleitet worden. Geht es umgekehrt jetzt um eine marode Stadtschule wird die Solidarität aus dem Umland von den Stadtpolitikern im Schulverband vermisst.

Eine schnelle Lösung für die Theodor-Storm-Schule mahnt Bad Segebergs Gemeindewehrführer und städtischer Brandschutzbeauftragter Mark Zielinski an. Bei einer Ortsbesichtigung zusammen mit Stadtpolitikern stellte er fest, dass die Schule erheblich unter Platzmangel leide. Die frühere Hausmeisterwohnung diente als Abstellraum für Arbeitsmaterialien. Diesen Räume sind jetzt wegen eines Wasserschadens nicht mehr nutzbar. Da müssen jetzt gezwungenermaßen Schulmöbel und andere Dinge in den Fluren stehen. „Das ist nicht in Ordnung, hier muss Abhilfe geschaffen werden“, erklärte Brandschutzexperte Zielinski.

Er gesteht der Schule eine extreme Raumnot zu. Da hier auch Flüchtlingskinder gesondert in deutscher Sprache unterrichtet werden müssten, seien ganz andere räumliche Voraussetzungen nötig. Schüler müssen besonders gefördert werden, Tische bei Bedarf rein- und rausgetragen werden. Es gebe nicht mehr die homogenen Klassenstrukturen wie vor 20 Jahren. Und da die Südstadt ein Stadtteil mit vielen Kindern sei, müssten hier auch die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Zielinski, der die Brandschutzsituation mit Besorgnis sieht, sagte: „Wenn man an der Theodor- Storm-Schule 260 Kinder unterrichten will, muss man auch den Platz dafür schaffen.“

Wolfgang Glombik