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Segeberg Polizei sucht weiter nach Heike Lehmann
Lokales Segeberg Polizei sucht weiter nach Heike Lehmann
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11:45 18.10.2018
In Seth suchte die Polizei am Mittwoch und Donnerstag nach den menschlichen Überresten von Heike Lehmann. Die Frau wird seit 36 Jahren vermisst. Quelle: Daniel Friedrichs
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Kiel/Seth

Seit 36 Jahren leben die Angehörigen von Heike Lehmann aus Seth (Kreis Segeberg) in Ungewissheit: Die damals 20-Jährige war mit ihrem Freund am 12. September 1982 auf einem Ball. Er behauptet, sie danach nach Hause gefahren zu haben. Am nächsten Morgen war sie verschwunden. Die Polizei schließt ein Tötungsdelikt nicht aus.

Polizei suchte in Teich nach Gegenständen

Als ein Landwirt aus Seth am Mittwoch die Polizei über mehrere Gegenstände wie eine Handtasche, einen BH und Schuhe im Matsch eines Teiches informiert hat, nahmen die Ermittler den ungeklärten Mordfall wieder auf. Die Kripo Kiel rückte mit Beamten der Bereitschafts- und der Bundespolizei aus Bad Bramstedt zu dem trockengefallenen Gewässer außerhalb von Seth aus. Auch am Donnerstag waren die Ermittler vor Ort und suchten nach den Überresten der seit 36 Jahren vermissten Heike Lehmann.

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Ersten Meldungen zufolge sollen im Teich Menschenknochen gelegen haben. Kiels Polizeisprecher Oliver Pohl widersprach dem aber am Mittwoch. Es seien keine Knochen gefunden worden, teilte er der "Segeberger Zeitung" auf Nachfrage mit. Über Einzelheiten zur Suchaktion wollte er am Donnerstag informieren.

Bei der Suchaktion setzte die Polizei Spezialgerät für Erdarbeiten ein und stellte laut "Hamburger Abendblatt" mehrere Gegenstände sicher, die nun kriminaltechnisch untersucht werden sollen. Ob sich aus den Funden eine heiße Spur ergibt, konnte der Polizeisprecher nicht sagen.

Heike Lehmanns Freund wurde der Tat verdächtigt

Die Suche am Mittwoch und Donnerstag war nicht die erste: Mitte der 1990er Jahre hatten Ermittler ein Erdloch entdeckt, das sie für das Grab von Heike Lehmann hielten. Ihre Leiche wurde dort trotz intensiver Suche nicht gefunden.

Im Visier der Ermittler stand der damalige Lebensgefährte von Heike Lehmann. Er wurde mehrfach verhört und 1985 einmal vorübergehend festgenommen. Der Tatverdächtige stritt die Tat ab - und blieb bei seiner Aussage, Heike Lehmann nach dem Ball der Landwirtschaftsmesse Norla nach Hause gefahren zu haben. Ihr Bett blieb allerdings unberührt.

LN/RND