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Segeberg Sülfelds „First Responder“ retten Leben
Lokales Segeberg Sülfelds „First Responder“ retten Leben
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16:00 24.04.2019
Gemeindewehrführer Karsten Gloede, Dirk Grote, André Offermann und Tobias Gloede (v. li.) probieren die neue mobile Absaugpumpe für die First Responder der Feuerwehr Sülfeld aus. Quelle: Petra Dreu
Sülfeld

Ein solches Szenario haben die „First Responder“ der Freiwilligen Feuerwehr Sülfeld am Einsatzort schon oft erlebt: Atemwegssekrete, Blut, Nahrungsreste oder andere Fremdkörper lösen Atmungsstörungen aus und führen schlimmstenfalls sogar zum Atemstillstand. „Das Freimachen der Atemwege ist daher häufig die erste lebensrettende Maßnahme. In Notfallsituationen sichert ein zuverlässiges Absauggerät das Überleben“, sagt Gemeindewehrführer Karsten Gloede bei der Vorführung der neuen Absaugpumpe, die im Notfall nicht nur das Leben von Erwachsenen, sondern auch von Kindern und Kleinkindern retten soll. Möglich gemacht haben diese Anschaffung die Sülfelder Firmen Edeka Wittorf, Jarei–Fliesenverlegung Jan Hein und das Lohnunternehmen Matthias Wegner mit einer Spende.

Vor 19 Jahren die erste Gruppe im Kreis

Ein Jahr nach einem Erste-Hilfe-Kursus hat Gemeindewehrführer Karsten Gloede die „First Responder“ vor 19 Jahren gegründet. Damals waren sie die Ersten im Kreis Segeberg, doch schnell folgten weitere Einsatzgruppen in Wahlstedt, Trappenkamp, Itzstedt, Bad Bramstedt und Rickling. Nicht nur ihnen, sondern auch den Reinfelder „First Respondern“ im Nachbarkreis Stormarn haben die Sülfelder Ersthelfer auf die Beine geholfen.

Als Berufsfeuerwehrmann in Hamburg und Rettungsassistent weiß Karsten Gloede, wie wichtig es ist, schnell vor Ort zu sein. Geht ein ärztlicher Notruf bei der Kreisleitstelle ein, alarmiert diese nicht nur einen Rettungswagen und gegebenenfalls einen Notarzt, sondern auch die „First Responder“, die einen entscheidenden Vorteil haben: Sie kennen Sülfeld und die umliegenden Gemeinden und sind direkt vor Ort. „Gerade bei Schlaganfällen oder Herzinfarkten zählt jede Minute, die lebensrettend sein kann“, so Gloede.

15 Freiwillige sind in Sülfeld dabei

Lange um Mitglieder werben musste der Gemeindewehrführer nicht. Schon bei der Gründung waren viele Feuerwehrleute dazu bereit, sich nebenberuflich fortzubilden. Sie sind dabei sogar auf einem Rettungswagen (RTW) in Hamburg mitgefahren, um aus nächster Nähe zu sehen, worauf es bei einem medizinischen Notfall ankommt. Aktuell zählen die Sülfelder „First Responder“ 15 Freiwillige, von denen fünf noch in der Ausbildung sind.

Schon 30 Einsätze in diesem Jahr

Im Gegensatz zu Notärzten und den RTW-Besatzungen leisten die „First Responder“ ihre Aufgaben zusätzlich zu denen der Freiwilligen Feuerwehr ehrenamtlich. Eine Vergütung oder Aufwandsentschädigung gibt es nicht. Dabei sind die Einsatzzahlen der Ersthelfer enorm, deren Gebiet nicht nur auf die Gemeinde Sülfeld mit ihren vier Ortsteilen beschränkt ist, sondern über das gesamte Amtsgebiet Itzstedt hinaus und mit den Nachbargemeinden Bargfeld-Stegen und Grabau bis in den Kreis Stormarn reicht. 2018 rückten die „First Responder“ zu 91 Einsätzen aus, in diesem Jahr waren es bereits 30.

Für ihren ehrenamtlichen Einsatz werden die „First Responder“ nicht nur von der Gemeinde geschätzt, die das Einsatzfahrzeug stellt und sämtliche Sachausgaben trägt. Auch Notärzte und RTW-Besatzungen wissen ihre Unterstützung zu schätzen. Ersthelfer Kai Pisulla: „Eigentlich sind wir raus, sobald Rettungskräfte und der Notarzt eintreffen. Aber wenn wir schon vor Ort sind, packen wir auch mit an. Wir haben sowieso alle das Helfersyndrom.“

Petra Dreu

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