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Segeberg Supermärkte sagen Nein zu Plastiktüten
Lokales Segeberg Supermärkte sagen Nein zu Plastiktüten
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20:10 07.06.2018
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Segeberg

Im Kreis Segeberg beteiligen sich acht Edeka-Märkte in Bad Bramstedt, Bad Segeberg, Großenaspe, Stuvenborn, Henstedt-Ulzburg und Boostedt an der Aktion. Am Montag wird der Wege-Zweckverband (WZV) daher mit Ständen in den Märkten stehen, die Papiertüten ausgeben und Fragen der Verbraucher beantworten. Bis zum 15. Juni sollen die Papiertüten Plastikbeutel ersetzen. Die Supermärkte bekommen vom WZV dafür zwischen 250 und 600 Papiertüten pro Tag. Auch die Marktinhaber sind gespannt auf die Reaktionen der Verbraucher. Davon wird maßgeblich abhängen, wie anschließend weiter verfahren wird.

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WZV-Mitarbeiterin Asta Kegel zeigt die Papiertüten. Quelle: Foto: Ibu

Die Aktion ist nur ein kleiner Teil der Aufklärungskampagne #wirfuerbio von 22 norddeutschen Abfallgesellschaften. Sie haben sich zusammengeschlossen, um Werbung für Biomüll zu machen. Die Stadtreinigung Hamburg hat zum Beispiel eigene Papiertüten entwickelt und versendet sie an 600000 Haushalte.

Plastik im Biomüll ist ein großes Problem, auch kompostierbare Plastiktüten gehören nicht in die braune Tonne. Dennoch ist Kunststoff in jeder zweiten zu finden. Das Problem: Auch „kompostierbare Tüten“ dürfen einen Anteil Erdöl enthalten, der sich zwar zersetzt, aber nicht biologisch abgebaut wird. Die Tüten erfüllen die Euro-Norm, wenn sich nach zwei Wochen 90 Prozent des Materials in Teile zersetzt hat, die kleiner als zwei Millimeter sind.

ibu

07.06.2018
07.06.2018