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Segeberg Technik zum Anfassen und Ausprobieren
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20:10 23.03.2018
Gut zwei Meter hoch sind das Riesenrad und das Karussell, das Museumsleiter Hajo Brandenburg als Leihgabe in Norderstedt bis zum 6. Mai ausstellt.
Gut zwei Meter hoch sind das Riesenrad und das Karussell, das Museumsleiter Hajo Brandenburg als Leihgabe in Norderstedt bis zum 6. Mai ausstellt. Quelle: Fotos: Fuchs
Norderstedt

„Das sind echte Hingucker, Unikate und Sonderanfertigungen darunter, die es sonst nirgendwo zu kaufen gibt“, wirbt Museumsleiter Hajo Brandenburg für seine aktuelle Ausstellung. Die Höhepunkte im wahrsten Sinne stehen gleich am Eingang: ein drei Meter hohes Modell eines Raupenkrans, wie ihn die Firma Liebherr tatsächlich baut, sowie das Riesenrad und ein Kettenkarussell vom Hamburger Dom in Menschengröße – etwa fünfmal so groß wie die von Fischer-Technik vertriebenen Modelle im Originalmaßstab.

Bei dieser einzigartigen Ausstellung im Norderstedter Feuerwehrmuseum dürfte bei vielen Vätern das Kind im Manne wach werden. Rund 100 verschiedene Modelle von Fischer-Technik und Lego-Technik sind hier noch bis zum 6. Mai zu sehen und in Betrieb zu setzen.

Fischer-Technik ist 1964 gegründet worden, um zunächst verdienten Kunden der Firma technische Weihnachtsgeschenke zu machen. Doch die im Baukastensystem angebotenen Modelle, die technisches Verständnis wecken und technische Zusammenhänge spielerisch begreifbar und erlebbar machen sollten, waren sofort ein großer Publikumserfolg. Das von Artur Fischer gegründete Unternehmen war und ist eigentlich für eines anderes Produkte bekannt, besonders bei Heimwerkern: der 1958 entwickelte Kunststoffdübel.

Die 100 Modelle, die Brandenburg in Norderstedt ausstellt, sind Leihgaben und Einzelanfertigungen von vier Tüftlern aus dem Raum Münster sowie dem Harz. Am Sonntag, 15. April, sind die vier Sammler sogar vor Ort in Norderstedt und erläutern den Besuchern ihre Modelle und zeigen ihnen, wie sie funktionieren.

„Das ist absolutes High-Tech im Kleinmaßstab“

So sind hier zahlreiche Karussells von Jahrmärkten, Kugelbahnen, Roboter, Maschinen, Drehbänke, Autos, Trucks, Traktoren, Müllfahrzeuge, Lokomotiven, Eisenbahnwaggons und natürlich auch Feuerwehrfahrzeuge ausgestellt. Eine computergesteuerte Autowaschstraße ist ebenso darunter wie hydraulische Bagger, mit Solarstrom angetriebene Ölpumpen und sogar Brennstoffzellen. „Das ist absolutes High-Tech im Kleinmaßstab“, sagt Museumsleiter Brandenburg.

Verschiedene Modelle von Lego-Technik, das erst 1977 auf den Spielemarkt kam, rundet die Technikausstellung im einzigen Feuerwehrmuseum Norddeutschlands ab. Eines dieser Feuerwehr-Modelle hat Museumsleiter Brandenburg sogar selbst gebastelt: Ein Löschfahrzeug vom Flughafen, das Lego-Technik voriges Jahr zum 40-jährigen Bestehen dieser Produktpalette herausgab und aus 1100 Einzelteilen besteht.

Auch zu Ostern geöffnet

Die Ausstellung „Maschinenbau im kleinen Maßstab – Fischer-Technik und Lego-Technik“ im Feuerwehrmuseum, Friedrichsgaber Weg 290, ist mittwochs bis sonnabends von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Zu Ostern ist es Karfreitag (15 bis 18 Uhr) und Ostersonntag (11 bis 18 Uhr) ebenfalls geöffnet. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt. Bei einem Suchspiel können Kinder bis zwölf Jahre zwei Jahreskarten für das Feuerwehrmuseum sowie das Stadtmuseum gewinnen.

Burkhard Fuchs