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Segeberg Tierbeschlagnahme: Zirkus wehrt sich
Lokales Segeberg Tierbeschlagnahme: Zirkus wehrt sich
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23:10 05.06.2013
Von Heike Hiltrop
Die Botschaft der knapp 100 Zirkusleute, die gestern in Kiel demonstrierten, ist eindeutig: Sie wehren sich gegen Vorurteile und die aus ihrer Sicht von der Tierschutzorganisation Peta geführte Hetzkampagne. Quelle: Fotos: Hiltrop
Bad Segeberg

„Wir kämpfen um unsere Tiere“, hieß es auf großen Plakaten, mit denen Artisten und Dompteure gestern durch die Kieler Innenstadt zogen. Sonst werben Zirkusleute in ihren bunten Fantasieuniformen für einen Besuch in der Manege, doch gestern setzten sie sich bei einer Demo für ihre Existenzgrundlage ein.

Hardy Weisheit, Besitzer der 28-jährigen Elefantenkuh „Gitana“ hatte die Kundgebung organisiert, der sich knapp 100 Berufskollegen angeschlossen hatten. Der Elefant, zwei Löwen und zwei Tiger gehörten noch vor kurzem zu den Stars im ZirkusLas Vegas“. Am frühen Morgen des 8. Mai wurden sie und ein Hund, wie berichtet, bei einem Gastspiel in Norderstedt mit einem Großaufgebot von Polizisten unter Federführung der Staatsanwaltschaft Kiel und des Segeberger Veterinäramts beschlagnahmt. Den Haltern wird Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen. Andere Tiere, etwa eine Giraffe und ein Zebra, blieben.

Was die Tierschutzorganisation „Peta“ als Befreiung bezeichnete, an der sie maßgeblich beteiligt gewesen sei, empfinden die Betroffenen als Enteignung mit System. „Man will uns kaputt machen“, rief ein aufgebrachter Zirkusmann gestern während einer Pressekonferenz. Ein anderer betonte unter Tränen, dass er sich gut um seine Tiere kümmere. Auch in den Tierbestandbüchern gab es offenbar zuvor keine massiven Beanstandungen in der Haltung. „Peta“ hingegen habe immer wieder angeprangert, dass der Elefant unter schweren Misshandlungen leide, so Kampagnenleiter Peter Höffken gestern.

Seine Organisation stütze sich dabei auf die Aussagen der „European-Elephant-Group“. Zwar habe Peta angeboten die Transportkosten für den Elefanten zu übernehmen, vor Ort sei jedoch bei der Beschlagnahme niemand gewesen. „Die Lage ist sehr ernst. Den Menschen wird die Arbeitsgrundlage auf der Basis von Vorurteilen entzogen“, ist sich hingegen Ottmar Liebicher von der Gesellschaft der Zirkusfreunde sicher. „Kein Bauernhof, kein Tierzüchter wird so gründlich kontrolliert, wie ein Zirkus. Und ist etwas nicht in Ordnung, dann bekommt er sofort Spielverbot — oder einzelne Tiere dürfen nicht auftreten.“ Claus Kröplin, Vorsitzender des Bundesverbandes der Tierlehrer, sieht zudem eine Kriminalisierung der Zirkusleute.

Gitana“ wurde sofort nach Belgien in einen Zoo gebracht, das bestätigt die Staatsanwaltschaft gestern, nachdem sie das zunächst dementiert hatte. Ansonsten verweist Sprecherin Oberstaatsanwältin Birgit Heß auf das schwebende Verfahren. „Dem Elefanten gehe es sehr gut“, so Peter Höffken. Fotos, die gestern präsentiert wurden, zeigen hingegen, wie ein Elefant mit eingefallenem Kopf auf Beton in seinem Urin steht. „Jemand von uns ist nach Belgien gefahren und hat das heimlich aufgenommen“, so Zirkusmann Karl Köllner.

Während die Anwälte am 31. Mai noch immer keine vollständige Akteneinsicht bekommen hatten und Beschwerde gegen die Staatsanwaltschaft eingelegt haben, ist die Notveräußerung von „Gitana“ auf den Weg gebracht. Das heißt, das Tier darf an den Zoo verkauft werden, noch bevor es ein rechtskräftiges Urteil gegen den Eigentümer gibt. Als Grund sind Pflegekosten von täglich 500 Euro genannt. Nach LN-Informationen betragen die allerdings in anderen Tierparks um die 150 Euro. Der Hund soll nach LN-Informationen in tierärztlicher Behandlung sein, die Raubkatzen und der Elefant sollen von unabhängigen Gutachtern beurteilt werden. Allerdings soll mindestens einer von ihnen nach LN-Informationen der „European-Elephant-Group“ sehr nahe stehen.

Heike Hiltrop

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