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Segeberg Tote Milane: Verband erhöht Belohnung
Lokales Segeberg Tote Milane: Verband erhöht Belohnung
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21:10 27.06.2018
Daldorf

Keine Planungsfreiheit bei Horstzerstörung lautet die klare Position. „Auch wenn ein Vogelhorst ungenutzt oder beschädigt ist, behält der Horststandort seine funktionale Bedeutung. Eine bewusste Vertreibung der geschützten Tiere oder eine mutwillige Zerstörung ihrer Nester führt nicht dazu, dass geplante Windparkprojekte genehmigt werden“, heißt es vom Verband. „Bei der Genehmigung und beim Bau von Windparks herrschen strenge Artenschutzvorgaben, die bei jedem Projekt zwingend eingehalten werden müssen.“ Die Naturschutzgemeinschaft Blunkerbach, die seit Monaten in der Blunkerbach-Niederung Daten sammelt, um den ökologischen Wert zu dokumentieren, geht davon aus, dass die vier Tiere vergiftet worden sind (die LN berichteten). Ein toxikologisches Gutachten ist in Auftrag gegeben worden, um die Todesursache zu klären. Einen Zusammenhang zu vier geplanten Windrädern in der Nähe wollen sie nicht ausschließen.

Der Windverband verurteilt Verstöße gegen das Naturschutzgesetz und erhöht die Belohung der Naturschützer für Hinweise von 1000 auf 2000 Euro. Für die Horstzerstörung geschützter Vogelarten droht eine Strafe von bis zu fünf Jahren Haft. Hinweise an die Polizei: 04551/8840.

LN

27.06.2018
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