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Segeberg Mehr Krippen- und Kitaplätze: Rosige Zukunft für Bad Segeberg
Lokales Segeberg Mehr Krippen- und Kitaplätze: Rosige Zukunft für Bad Segeberg
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06:00 03.06.2019
Der Waldorfkindergarten in Bad Segeberg wird erweitert, das Einfamilienhaus im Hintergrund soll dazu umgebaut werden. Quelle: Wolfgang Glombik
Bad Segeberg

 Die Kreisstadt Bad Segeberg wird offenbar zum Kindergarten-Paradies – für Kinder, aber vor allem für berufstätige Eltern. Bei allen Trägern sollen Wartelisten bestehen, doch in den kommenden Jahren sind über 200 neue Kita-Plätze von verschiedenen Anbietern in Bad Segeberg geplant.

Los geht es mit einem eher kleinen Zuwachs, der aber recht zügig erfolgen kann. Der Waldorfkindergarten, Am Wege nach Stipsdorf 1, plant ein Eigenheim in der Nachbarschaft anzumieten. Das Haus wird umgebaut, soll einen für Waldorfkindergärten typisch runden Eingangsbereich mit großer Garderobe bekommen. Dort wird eine 15-köpfige gemischte Gruppe für Kinder über drei Jahre und Krippenkinder künftig spielen. „Die beiden Gebäude der Kita sollen optisch zusammenpassen“, sagte Kita-Geschäftsführerin Anne Friedemann den LN. Waschräume für Kinder müssen auch noch ab Sommer eingebaut werden. Zwei Grundstücke werden zusammengelegt, das Haus für die neuen Bewohner kindgerecht umgerüstet. Anne Friedemann ist erleichtert. Denn mit großem Bedauern musste sie bislang mehreren Familien absagen. Die Waldorf-Einrichtung sei mit 47 Kindern schon mehr als ausgelastet. „Wir haben viele externe Kinder“, erzählt Anne Friedemann. Sogar aus dem Kreis Stormarn würden hier Kinder betreut.

Eine große Kindertagesstätte im Gewerbegebiet

In ganz anderen Maßstäben wird in Bad Segebergs Südstadt gedacht. Hier wird auf „der grünen Wiese“ im Gewerbegebiet ein kompletter Kindergarten für 75 Kinder entstehen. Noch im Juni möchte die Lebenshilfe im Gewerbegebiet Burgfelde den ersten Spatenstich für ihre neue Einrichtung vollziehen. Die Baugenehmigung solle in 14 Tagen eintreffen, verriet Sylvia Johannsen, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Bad Segeberg den LN. Sie rechne damit, dass die ersten Kinder schon in einem Jahr aufgenommen werden können.Geplant sind auf dem 5500-Quadratmeter-Grundstück Ecke Birkenring/Kaiser-Lothar-Allee zwei Krippen-Gruppen, eine gemischte Gruppe und Angebote für Kita-Kinder über drei Jahre. Die Lage im Gewerbegebiet ist auf den zweiten Blick ideal. Denn in der Nähe sind Schulen, außerdem schließen sich nördlich des Gewerbegebietes Wohngebiete mit meist jungen Familien an.

Die Kita „Kleiner Planet“ soll erweitert werden, 100 Plätze mehr sollen kommen. Quelle: Glombik

Damit nicht genug: Der für die Bad Segeberger Kita-Versorgung zuständige Amtsleiter Stephan Hartung teilte auch mit, dass die Vitalia Holding von den Segeberger Kliniken bei der Kitaversorgung mächtig aufrüsten wird. Der Kindergarten „Kleiner Planet“ am Hamdorfer Weg nahe der Neurologischen Klinik wird sich quasi verdoppeln. Hundert neue Plätze sollen hier entstehen. Die Pläne dazu sollen in den städtischen Gremien vorgestellt werden. Ursprünglich war geplant, in der Nähe des Herzzentrums an der Kurhausstraße eine neue Kita zu bauen. „Doch hier gab es planungsrechtliche Schwierigkeiten“, erläutert Hartung. Hintergrund: In dem Bereich verläuft eine naturschutzrelevante Fledermausroute zu den Kalkberghöhlen.

Kita Glindenberg wird erweitert

Auch die kirchliche Kindertagesstätte Glindenberg wird gerade erweitert. Dort sollen 25 Plätze dazu kommen.

Bad Segeberg bietet Plätze über den eigenen Bedarf an. Quelle: Wolfgang Glombik

„Alle Einrichtungen melden Wartelisten“, sagt Hartung. Bedarf ist vor allem bei Krippenplätzen. „Wenn die Pläne alle verwirklicht werden, sind wir in Bad Segeberg sehr gut aufgestellt.“ Schon jetzt bietet Bad Segeberg Plätze weit über den eigenen Bedarf an, viele Kinder aus dem Umland besuchen Bad Segeberger Kitas.

Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld plant indes langfristig bei der städtischen Kinderbetreuung. Da die Heinrich-Rantzau-Schule eine große Offene Ganztagsschule bekomme, könnten die Hortgruppen in der „Mühle“ schon 2021 aufgelöst werden. Für die Eltern sei das auch finanziell eine Entlastung. Denn Ganztagsbetreuung in der Schule sei allemal billiger als Hortbetreuung. Auch stelle sich die Frage, ob die von der Stadt angemietete Mühle als Kindertagesstätte noch dauerhaft weiter betrieben werden müsse. Die Aufgabe dieses städtischen Kita-Standorts könnte an andere Träger weitergegeben werden. Schönfeld: „Wir haben mit den Segeberger Kliniken und der Lebenshilfe gute Leistungsträger gefunden.“ Auch das DRK, das zwei Gruppen im Levo-Park betreut, habe vielleicht Interesse, hier noch mehr Gruppen aufzubauen. Hier scheine die Nachfrage gut zu sein. „Insofern wäre es nicht so schlimm, wenn in den nächsten Jahren die Kita in der Mühle aufgegeben werden kann, natürlich ohne betriebsbedingte Kündigungen“, beteuert Schönfeld. „Wir werden alle an Bord behalten.“

Wolfgang Glombik

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