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Segeberg Unfall auf der Raststätte Trave: 40-Tonner umgekippt
Lokales Segeberg Unfall auf der Raststätte Trave: 40-Tonner umgekippt
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20:27 09.12.2017
Mitarbeiter der Firma Muhlack holen die Ladung aus dem umgekippten Sattelzug und verstauen sie auf einem bereitgestellten Auflieger.
Reinfeld

Gegen fünf Uhr am frühen Sonnabendmorgen war der 50-jährige Serbe mit Zugmaschine aus Bulgarien und Auflieger aus Luxemburg auf der A1 in Richtung Hamburg unterwegs. Der Mann hatte laut Polizei einen Streuwagen der Autobahnmeisterei überholt und war nach dem Überholvorgang fast schon an der Ausfahrt zum Rastplatz Trave vorbei. Dennoch habe der Fahrer versucht, seinen 40-Tonner noch auf die Rastanlage zu lenken. Das ist aber auf ganzer Linie misslungen.

Der mit Stückgut beladene Sattelzug durchbrach zunächst die Schutzplanken an der Zufahrt, pflügte ein Stück über die Grünfläche, rasierte dabei das beleuchtete Schild „Raststätte Trave“ komplett ab und zerstörte zudem einen Schacht zur Oberflächenentwässerung. Dann kippte das ganze Gefährt auf die Fahrerseite und blieb in der Zufahrt liegen. Der Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

In der Folge des Unfalls liefen mehrere Hundert Liter Diesel aus und flossen auch in die Trave. Zur Bergung des Lastzuges war das Lübecker Unternehmen Muhlack angerückt, ebenso die Umweltbehörde und die Fachfirma Possehl aus Lübeck zur Reinigung der Oberflächenentwässerung und des Parkplatzes. „Wir haben die Einläufe der Oberflächenentwässerung sofort abgedichtet und versucht, den Kraftstoff mit Bindemittel aufzufangen, damit es nicht weiter über den Parkplatz fließen kann", so Reinfelds Gemeindewehrführer Gerd-Heinrich Riemann. Die Feuerwehr konnte jedoch nicht verhindern, dass der Dieselkraftstoff über die Oberflächenentwässerung in die neben der Raststätte verlaufende Trave fließen konnten. „Wie viel des Kraftstoffs in den Fluss gelangt sind, kann ich nicht sagen“, so Riemann.

Auch das Umweltamt war vor Ort. Es ordnete an, dass ein Teil des Bodens an der Einsatzstelle ausgetauscht werden müsse. Das übernahm eine Fachfirma, während Muhlack-Mitarbeiter das Stückgut des Aufliegers auf einen bereitgestellten Auflieger der Firma Bode aus Reinfeld umluden.

Geladen hatte der Sattelauflieger unter anderem TV-Geräte der Hersteller Samsung sowie Bang und Olufsen. Die Ware sollte per Luftfracht in verschiedene Länder gehen, muss nun aber zurück nach Dänemark gebracht werden. Dort wird der Bruch begutachtet. Havariekommissar Volker Dührkoop von der Dekra schätzt den entstandenen Schaden auf mehrere hunderttausend Euro.

Von Jens Burmester

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