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Segeberg Mord in Schackendorf: Verteidigung fordert Freispruch
Lokales Segeberg Mord in Schackendorf: Verteidigung fordert Freispruch
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21:42 15.02.2019
Rechtsanwalt Dr. Jonas Hennig und sein Mandant Volker L. im Landgericht in Kiel. Quelle: dpa
Kiel/Schackendorf

Wie bereits im Vorfeld angekündigt forderte der Rechtsanwalt in seinem gut zweistündigen Plädoyer einen Freispruch für seinen Mandaten und eine Entlassung aus der Untersuchungshaft.

Aus Sicht von Hennig reichten die von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Indizien nicht für eine Verurteilung von Volker L. aus, teilte Gerichtssprecherin Rebekka Kleine den Lübecker Nachrichten mit. Zudem gebe es aus Sicht des Juristen teilweise Zweifel an der Glaubwürdigkeit einiger der sogenannten Umfeldzeugen, unter anderem Nachbarn, die dem Gericht über Eheprobleme des Paares berichtet hatten, bei denen auch Gewalt im Spiel gewesen sein sollte.

Angeklagter: „Mehr ist dazu nicht zu sagen.“

Das „letzte Wort“ im Prozess hatte der Angeklagte selbst, der sich während des gesamten Verfahrens über nicht ein einziges Mal selbst zu den Anschuldigungen geäußert hatte. Er beschränkte sich auf zwei kurze Sätze: „Ich habe meine Frau nicht umgebracht. Mehr ist dazu nicht zu sagen.“

Die Staatsanwältin Hanna Schmücker-Borgwardt und der juristische Beistand der als Nebenklägerin auftretenden Mutter des Opfers, Rechtsanwalt Oliver Jürgens, hatten zuvor eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen gefordert.

Plädoyers unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Der Anklage zufolge erschlug Volker L. seine Frau Anfang November 2017 nach einem Streit mit einem Zaunpfahl. Anschließend täuschte er demnach ein Sexualdelikt vor und ließ die Leiche seiner Frau halb entkleidet auf einem Wirtschaftsweg liegen. Die 34-jährige Krankenschwester und Mutter eines inzwischen vierjährigen Sohnes starb an einem Schädel-Hirn-Trauma.

Sämtliche Plädoyers fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weil eine Zeugin während ihrer Aussage den Ausschluss der Öffentlichkeit zum Schutz ihrer Persönlichkeitsrechte beantragt hatte.

Das Urteil wird für den 26. Februar erwartet.

Oliver Vogt

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