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Segeberg Viele Segeberger wollen Flüchtlingen helfen
Lokales Segeberg Viele Segeberger wollen Flüchtlingen helfen
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22:18 02.10.2014
Kreisunterkunft Schackendorf: Noch kein Startschuss für Umbau.
Bad Segeberg

Die Asylbewerberunterkunft Schackendorf ist immer noch mit 80 bis 90 Menschen voll besetzt. Eigentlich sollten dort schon lange die Umbauarbeiten laufen.

Fachdienstleiterin Elke Andrasch von der Kreisverwaltung: „Wir warten stündlich auf den Bewilligungsbescheid des Landes.“ Erst wenn dieser vorliege, könne man mit der Ausschreibung und dem Bau loslegen. Solange es noch gehe, werde die Gemeinschaftsunterkunft weiter betrieben, erklärte Elke Andrasch.

Für die Kommunen im Kreis Segeberg wäre es sicher etwas befreiend, wenn die Kaserne in Boostedt zeitlich befristet eine Landesunterkunft für Asylbewerber werden könnte. Im Gespräch sind 250 bis 500 Plätze. Andrasch: „Wir gehen davon aus, dass diese Zahl auf die Quote des Kreises angerechnet würde.“ Doch es werde noch dauern bis man Boostedt in Betrieb nehmen könnte. Im Kreis Segeberg könne man sich derweil nicht zurücklehnen. Im Gegenteil: Im kommenden Jahr werden wesentlich mehr Flüchtlinge erwartet. 2013 kamen 327 Personen, in diesem Jahr rechne man im Kreis mit 630 Menschen. Die jetzige Landesunterkunft Neumünster sei so voll, dass dort schon ein Zelt aufgestellt werden musste. Der Kreis Segeberg komme noch ohne Zelte aus. Trotzdem sei es knapp mit Wohnraum. Positiv sei, dass sehr viele Segeberger dem Aufruf gefolgt seien, sich als Ehrenamtliche um die Flüchtlinge zu kümmern. Allein in Henstedt-Ulzburg hätten sich 70 Menschen gemeldet. Es seien jetzt so viele Betreuer, dass eine hauptamtliche Koordinierungsstelle als Ansprechpartner notwendig sei, glaubt Elke Andrasch. „Wir werden am 3. November zu einem Treffen der Ehrenamtlichen einladen.“ Die Kommunen nähmen ihre Verpflichtung sehr ernst, die Flüchtlinge unterzubringen. „Teilweise werden sogar Unterkünfte gebaut“, weiß Elke Andrasch.

Ein Problem bleibt: Durch die Quotenregelung ist vorgegeben, dass auch Dörfer weitab vom Schuss Asylbewerber aufnehmen müssen. Die Anbindung an Ärzte, Schulen, Supermärkte ist hier ein Thema, gerade in den Ferien, wenn keine Schulbusse fahren. Ehrenamtliche übernehmen Fahrten. Aber es könne nicht angehen, so Elke Andrasch, dass die Helfer noch Geld mitbringen müssten, wenn sie schon ihre Zeit opferten. Momentan gebe es noch keine Kostenerstattung. Hier sei aber eine neue Regelung geplant, kündigte Elke Andrasch an.

wgl

Zur geplanten Asylbewerberaufnahmestation in der Boostedter Kaserne hat die Gemeinde viele Fragen, auf die es bisher keine Antworten gab. Zur Einwohnerversammlung am nächsten Mittwoch, 8.

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