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Segeberg Friedliche Vatertagsfeiern – und vier Körperverletzungen in Klein Rönnau
Lokales Segeberg Friedliche Vatertagsfeiern – und vier Körperverletzungen in Klein Rönnau
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14:07 31.05.2019
Aus Bad Segeberg hatten sich Thomas Beth, Björn Fruböse, Helmut Runge, Thimo Käshammer, Matthias Käshammer und Hartmut Gieske (v. li.) auf den Weg zur Badestelle Klein Rönnau gemacht. Quelle: Petra Dreu
Klein Rönnau

Vier Körperverletzungen, vier Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und zwei Platzverweise, die wegen Nichtbeachtung im Polizeigewahrsam endeten, sind die Polizeibilanz der Vatertagstouren in und um Bad Segeberg. Wie in den letzten Jahren auch war die Badestelle in Klein Rönnau Ziel für feiernde Väter und solche, die es noch werden wollen. Rund 600 Jugendliche und Erwachsene kamen zusammen, die überwiegend friedlich miteinander gefeiert haben.

60 Polizeibeamte in Klein Rönnau

Zu sechs Einsätzen musste ein Rettungswagen (RTW) gerufen werden. „Das war nach den vier Körperverletzungen der Fall, außerdem gab es zwei hilflose Personen, die versorgt werden mussten“, sagte Polizei-Einsatzleiter Klaus Tiemann. Mit ihm waren in Klein Rönnau 60 Polizeibeamte im Einsatz, die zum Teil aus dem Polizeirevier Bad Segeberg kamen. Ergänzt wurden sie durch weitere Polizeikräfte der Einsatzhundertschaft Eutin.

Mit rund 600 Personen in Feierlaune waren in diesem Jahr zwar weniger unterwegs als zu „Hochzeiten“, aber immer noch mehr als im letzten Jahr, als trotz Regen 450 Personen einen Stopp an der Badestelle eingelegt hatten. „Heute Vormittag waren richtig Schaumkronen auf dem See und es war kalt“, sagte Klaus Tiemann, der von Vanessa Müller und Lena Theuer zu einem Selfie gebeten wurde. „Vom letzte Jahr haben wir auch schon eins“, verriet Vanessa Müller.

Manchmal erleben auch Polizisten Kurioses auf ihren Einsätzen. Eine Gruppe junger Leute hatte Schwierigkeiten, eine junge Frau, die ganz offensichtlich mehr als ein Glas zuviel getrunken hatte, davon zu überzeugen, den Heimweg anzutreten. Deren Mutter hatte sich auf zur Badestelle gemacht, hielt mit ihrem Auto auf dem einspurigen Weg hinter einem RTW, schloss es geistesgegenwärtig ab und rannte los, um ihre Tochter einzufangen. „Das ist Mutterliebe“, sagte einer der Polizeibeamten, die verdattert dem Geschehen zugesehen hatten. Schließlich holte ein weiterer Polizist den Schlüssel der Mutter, um deren Fahrzeug zur Seite fahren zu können. Doch genützt hat es nichts, denn der RTW stand immer noch an der gleichen Stelle und hinter ihm eine lange Schlange weiterer Pkw. Die Mutter konnte schließlich samt Tochter selbst den Weg nach Hause fortsetzen.

Gegen 20 Uhr hatte sich die Zahl der Feiernden bereits von 600 auf 80 reduziert, so dass sich die Polizeibeamten gegen 20.30 Uhr von der Badestelle verabschieden konnten. „Wir sind teilweise seit neun Uhr im Einsatz. 10 bis 15 Kollegen kamen später hinzu“, verrät Klaus Tiemann, der die Badestelle den diensthabenden Kollegen zur „Nachaufsicht“ übergab.

Wie die Polizei außerdem mitteilte, hat es im Stadtgebiet von Bad Segeberg keine besonderen Vorkommnisse gegeben.

Eindrücke vom Vatertags-Treffen

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Petra Dreu

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