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Segeberg WKS im Haus der Wirtschaft komplett
Lokales Segeberg WKS im Haus der Wirtschaft komplett
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21:10 31.01.2013
Nun ist die WKS in Bad Segeberg komplett (von links): Sarah Krefeld (Tourismus und Marketing), Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Jorkisch, Geschäftsführer Ulrich Graumann, Michael Werner (Immobilien). Quelle: Fotos: Kullack (2)/Dreu (2)
Bad Segeberg

Das „Haus der Wirtschaft“ am alten Bahnhof füllt sich allmählich, aber beständig: Zu IHK-Geschäftsstelle und MedComm, zum Bad Segeberger Regionet-Wirtschaftsförderer Markus Trettin kommt nun eine komplette WKS-Entwicklungsgesellschaft. Bald soll hier auch ein Klimaschutzmanager sitzen, den der Kreis mit Fördermitteln einstellen will.

Dass die WKS, ausgeschrieben: „Wirtschaft für den Kreis Segeberg“, nun komplett ist, nahmen Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Jorkisch, zugleich Vizepräses der IHK zu Lübeck, und Geschäftsführer Ulrich Graumann gestern zum Anlass für ein Pressegespräch. Vorgestellt wurden Sarah Krefeld (27), die sich als Assistentin um Tourismus und Marketing kümmern wird (sie hat Betriebswirtschaft und Marketing studiert) sowie Michael Werner (43), der als Wirtschaftsreferent vor allem Gewerbegrundstücke und -immobilien vermitteln soll. Zurzeit gehe es noch um eine Bestandsaufnahme, denn so gut kartographiert und gelistet wie etwa beim Süd-Verbund Nordgate seien die Gewerbeflächen im Nordosten des Kreises nicht, räumte Geschäftsführer Graumann ein.

„Doch eines Tages werden wir hoffentlich mit Gewerbeflächen Geld für den Kreis verdienen, etwa wie die in Stormarn erfolgreiche WAS“, sagt Bernd Jorkisch. „Letztlich ist das aber eine politische Entscheidung, die der Kreistag zu treffen hat.“ Nicht allein gegenüber Kreispolitikern hatte Jorkisch sich bereits zu seinen Zeiten als IHK-Präses für eine eigene Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft für Segeberg stark gemacht, nachdem die Zusammenarbeit mit dem Kreis Pinneberg (WEP) gescheitert war. Der WKS-Jahresetat von einer halben Million Euro speist sich aus den Eon-Hanse-Aktien des Kreises.

In der Metropolregion Hamburg, so Jorkisch gestern, könne der Kreis Segeberg zweifelsohne noch mehr von seiner „Lagegunst“ profitieren: „A 20, A 7 und A 21 wachsen leider nur langsam, aber sukzessiv.“ Die positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft des Kreises würden auch die neuesten Zahlen der IHK belegen: Die Betriebe im Kreis verzeichneten für 2012 ein Umsatzplus von 4,4 Prozent, die Zahl der Beschäftigten stieg um 0,9 Prozent auf rund 78 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Damit das so bleibt und damit außer der stabilen Wirtschaftsregion im Raum NorderstedtKaltenkirchenHenstedt-Ulzburg auch der Nordosten des Kreises neue Impulse bekomme, sei die Vermittlerfunktion der WKS gefragt. „Bei uns braucht niemand Schwellenangst zu haben. Keine Gemeinde und kein Unternehmen ist zu klein, als dass wir uns nicht damit beschäftigen würden“, sagt Graumann. Der Geschäftsführer, der seine ersten Wochen im alten Bahnhof mit dem Laptop auf den Knien und dem Handy zugebracht hat, freut sich nun nicht nur über das komplette Dreierteam, sondern auch über die kurzen Wege mit MedComm (Regionalmanagement Gesundheit), dem Regionet und der IHK im selben Haus.

Und zuweilen greift auch der Aufsichtsratschef selbst mit ein, etwa um auf die Stadt Bad Segeberg einzuwirken, damit dem Investor auf dem früheren Kasernengelände nicht allzu enge Auflagen gemacht werden. „Das gehört auch zu unserer Funktion“, sagt Graumann, „Vermittler zu sein zwischen Kommunen, Ämtern und investitionswilliger Wirtschaft.“

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