Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg In Wahlstedt werden die Kita-Plätze knapp
Lokales Segeberg In Wahlstedt werden die Kita-Plätze knapp
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:10 29.01.2019
Die Kitas in Wahlstedt sind voll belegt. Quelle: Heike Hiltrop
Wahlstedt

Momentan ist eine Familie bisher erfolglos auf der Suche nach einem Kita-Platz in der Stadt. Eine zweite benötigt ein Nachmittagsangebot, das derzeit nicht verfügbar ist. Das klingt nicht gerade nach Engpass, aber der erste Eindruck täuscht. Die Kita-Plätze in Wahlstedt werden knapp. Zu diesem Ergebnis kommen der Sozialausschuss, allen voran Vorsitzender Heinrich Westphal (WfW), aber auch die Verwaltung. „Die Lage ist das erste Mal seit 2004 angespannt“, bestätigt Mario Fritze aus dem Fachbereich. „Ich bekommen wöchentlich Anfragen. Das ist eine ganz neue Situation für uns. Bisher haben wir das immer geregelt bekommen, gemeinsam mit dem Umland oder über die Tagespflege.“

Wahlstedts Bürgermeister Matthias Bonse (CDU): „Wir stehen kreisweit auf Platz zwei, nur Bad Segeberg ist besser.“ Quelle: SGB

Schon seit Langem hat sich die Stadt vom Schlusslicht in der Kinderbetreuung bis an die Spitze gearbeitet. „Wir stehen kreisweit auf Platz zwei, nur Bad Segeberg ist besser“, versprüht Bürgermeister Matthias Bonse (CDU) Zweckoptimismus. Doch die Situation ist angespannt. Fritze: „Bis zum Sommer müssen wir etwas getan haben.“ Dabei sei nicht der Krippenbereich für die unter Dreijährigen das Problem. Vielmehr mangele es an einem Angebot für die unter Sechsjährigen, also im Elementarbereich, der durch Tagesmütter nicht abgedeckt werden könne.

Heinrich Westphal: „Wenn wir junge Familien nach Wahlstedt ,locken’, dann muss die Betreuung funktionieren.“ Quelle: HILTROP

Hauptgrund für den Engpass, da sind sich alle einig, ist das angestrebte Wachstum der Stadt. Die Einfamilienhaus-Grundstücke in den neuen Baugebieten seien begehrt. „Wenn wir junge Familien nach Wahlstedt ,locken’, dann haben sie auch einen Anspruch darauf, das die Betreuung funktioniert“, betont Heinrich Westphal. Das schnell gehandelt werden muss, macht auch Anja Ruge aus dem Vorstand der Evangelischen Kirchengemeinde deutlich. Die Planungen für einen Kita-Neubau an der Kronsheider Straße sind soweit vorangebracht, dass der Bauantrag in Kürze gestellt werden soll.

Anja Ruge aus dem evangelischen Kirchenvorstand zum geplanten Kita-Neubau an der Kronsheider Straße: „Da gibt es Ausbaureserven.“ Quelle: HILTROP

Ruge: „Da gibt es Ausbaureserven.“ Doch die müssten noch in die Planungen einfließen, damit nicht ein zweiter Bauantrag gestellt werden müsse, was den Kita-Bau weiter verzögern würde.

Eine Erweiterung würde 20 zusätzliche Plätze in zwei Gruppen bringen. Ursprünglich war der Puffer jedoch für Krippenkinder vorgesehen, die derzeit nicht in der Kita an der Kronsheider betreut werden. Das heißt, es würde sich auch etwas in der Struktur ändern: Diese Einrichtung ist derzeit die einzige in Wahlstedt, die, wenn die älteren Jungen und Mädchen eingeschult werden, alle 20 Plätze neu anbieten kann. Bei den anderen Trägern rücken dagegen die jüngeren aus dem U3-Bereich nach, freie Plätze gibt es dort demzufolge vermehrt im Krippenbereich. „Wir können nur die Verwaltung auffordern, rasch ein Konzept zu erarbeiten“, drängt Heinrich Westphal auf zügige Ergebnisse.

Wahlstedts Kita-Struktur in Zahlen

3 Träger bieten in Wahlstedt Kinderbetreuung an: die Lebenshilfe (zwölf Gruppen in zwei Kitas) plus 30 Krippen-Plätz in der Tagesbetreuung, der Kinderschutzbund (acht Gruppen im Kinderhaus und dem Kinderhäuschen) sowie die Evangelische Kirche (drei Gruppen).

401 Plätze werden zusammengenommen vorgehalten.

Mitte Februar will der Runde Tisch aus Kita-Trägern und Verwaltung zusammenkommen, um an einer schnellen Lösungen mitzuwirken.

Heike Hiltrop

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In einem Zulauf zum Großen Segeberger See sind zigtausende Fische verendet. Passanten hatten am Sonntag viele Fische tot an der Oberfläche des Sees treibend entdeckt. Die Ursache des Fischsterbens ist noch unklar.

29.01.2019

Die FDP-Fraktion konnte sich im städtischen Hauptausschuss mit dem Wunsch nach einer Namensänderung für den Kulturausschuss durchsetzen. Hier soll der Begriff „Schule“ durch „Bildung“ ersetzt werden.

28.01.2019

Mit dem Rantzau-Stadtplan möchte die „Arbeitsstelle 500 Jahre Heinrich Rantzau“ Segebergs wichtige Persönlichkeit der Geschichte vorstellen. Er war einst der reichste und einflussreichste Mann Nordeuropas.

28.01.2019