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Segeberg Wahlstedt: Zum 100. Geburtstag gratulierten gleich drei Generationen
Lokales Segeberg Wahlstedt: Zum 100. Geburtstag gratulierten gleich drei Generationen
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18:00 29.10.2019
Anneliese Tölle feierte im Paul-Gerhardt-Haus ihren 100. Geburtstag. Von links, stehend: Heinz Tölle, dessen Tochter Lara, Bürgermeister Matthias Bonse. Sitzend: Jubilarin Anneliese Tölle, Schwiegertochter Christa, Urenkelin Lara und Bürgervorsteher Horst Kornelius. Quelle: Heike Hiltrop
Wahlstedt

Gut eine halbe Million Menschen, die 100 Jahre und älter sind, gibt es laut Schätzungen der Vereinten Nationen auf der Welt. Kamen im Jahr 2000 im globalen Durchschnitt auf eine Million Einwohner 25 Personen ab 100 Jahren, waren es 2019 schon 69. Knapp 80 Prozent waren Frauen. Das Erreichen des dreistelligen Alters ist dennoch nach wie vor etwas ganz Besonderes, auch für Anneliese Tölle und ihre Familie.

Familienfest im Paul-Gerhardt-Haus

Eine festlich geschmückte Kaffeetafel, bunter Blumenschmuck und eine Marzipantorte mit einer großen Schlagsahne-Zahl: Die Ohren wollen zwar nicht mehr so, auch die Hüfte ist nach einem Sturz nicht mehr belastbar, aber das Herz der nunmehr 100-Jährigen lachte beim Anblick der großen Runde, die sich nachträglich zu ihrem Geburtstag im Paul-Gerhardt-Seniorenheim eingefunden hatte.

Gebürtige Dithmarscherin

Im Sommer hatte Annelies Tölle noch großes Pech: Kurz vor ihrem 100. Geburtstag am 11. August stürzte sie und brach sich den Oberschenkelhals. Doch wie viel Energie in der Jubilarin steckt, wurde in der Folgezeit deutlich. „Sie hat nur eine Woche im Krankenhaus gelegen und kam schnell wieder auf die Beine. Da merkt man das Dithmarscher Blut“, sagt Sohn Heinz Tölle. Jetzt wurde nachgefeiert. Die Familie sowie Wahlstedts Bürgervorsteher Horst Kornelius und Bürgermeister Matthias Bonse waren gekommen, um zu gratulieren.

Von Büsum nach Barmbek

Geboren wurde Annelies Tölle 1919 in Warwerort. In dem kleinen 234-Seelen-Dorf bei Büsum verlebte sie ihre Kindheit. Ihr Vater war dort Dorfschullehrer. Später zog die Familie nach Büsum. Ihre beiden Brüder fielen als Soldaten im Zweiten Weltkrieg. Während eines Aufenthaltes in Göttingen lernte die Jubilarin ihren Mann Oskar Tölle kennen. Auch er war Lehrer. Am 2. Oktober 1948 heiratete sie den Thüringer, verließ anschließend Dithmarschen und lebte fortan in Hamburg. Zuerst zog das Paar nach Barmbek, später nach Blankenese. In der Hansestadt trat Oskar Tölle eine Lehrerstelle an. 1950 kam Sohn Heinz zur Welt. Er blieb das einzige Kind.

Seit 2005 ist Wahlstedt ihre Heimatstadt

Das Reisen gehörte zu den Hobbys der Familie. Der Mittelmeerraum und Nordafrika waren beliebte Ziele, Freunde im irischen Dublin wurden besucht. Aber auch Theaterbesuche genoss das an Kultur interessierte Paar. Oskar Tölle starb 1998. Bis 2005 lebte seine Witwe allein in Blankenese. Dann holte Heinz Tölle, der mit seiner Frau Christa in Bad Segeberg wohnt, sie ins Paul-Gerhardt-Haus nach Wahlstedt. „Hier kann man sich wohlfühlen“, sagte bei der Feier ihr zu Ehren eine zufriedene Jubilarin, die sich besonders über den Besuch von Enkelin Svenja und Urenkelin Lara freute.

Von MQ/HIL

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