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Segeberg Kämmerer Martin Ploch geht in Pension
Lokales Segeberg Kämmerer Martin Ploch geht in Pension
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12:46 31.01.2019
Martin Ploch (64) arbeitet seit dem 1. August im Rathaus von Wahlstedt, er ist der Stadtkämmerer und der Büroleitende Beamte - im Juni 2019 geht er in Pension. Quelle: Heike Hiltrop
Wahlstedt

 Freundlich bitte der Herr mit dem weißen Haar im grauen Anzug in sein Büro mit Blick auf einen der zahlreichen Discounter: Rathaus, erster Stock im Rathaus. Ein sorgfältig aufgeräumter Schreibtisch, ein schlichter Besprechungstisch, ein paar Akten griffbereit, einig Bilder mit maritimen Impressionen aus Hamburg an der Wand. Mehr als sein halbes Leben hat Martin Ploch in der Stadtverwaltung verbracht. Er ist das buchstäbliche Urgestein im Wahlstedter Rathaus. „Für die Ausbildung zum gehobenen Dienst war ich fast ein Jahr in Kiel“, korrigiert der 64-Jährige knapp.

„Man muss die Dinge pragmatisch sehen“

Martin Ploch ist keiner, der das Gespräch an sich reißt. Niemand, der sich verplappert oder verplaudert. „Das Extrovertierte ist mir nicht so gegeben. Ich bekleide ja kein Wahlamt.“ Gradlinig, ruhig und überlegt agiert der gebürtige Wahlstedter mit der Liebe zur Ostseeküste. „Natürlich gibt es auch Spannungsfelder und Situationen in denen man Standpunkte vertreten muss“, deutet Ploch an, dass er auch anders kann. „Man muss die Dinge pragmatisch angehen.“ Das tat er schon als Jugendlicher bei der Jobsuche: „Die Stelle war ausgeschrieben und ich habe die Chance ergriffen.“ Am 1. August 1970 startete so seine Laufbahn mit einer Ausbildung bei der Stadt. Horstmax Tietz war Bürgermeister. Dem folgten die Verwaltungschefs Rudolf Gussmann, Sven Diedrichsen und Matthias Bonse. Ploch hat sie alle kennengelernt.

„In Summe genommen bin ich eher langweilig“

Schulen und Personal, Wahlen und andere Bereiche gehörten zu seinen Aufgaben. 1992 übernahm der zweifache Vater schließlich das Amt des Kämmerers von Peter Leske, die Büroleitung kam dazu, als beide Aufgaben zusammengelegt wurden. Sein Job seit vielen Jahren: Themen, die die Politik anstrebt, in Zusammenarbeit mit anderen vorzubereiten und eine sachliche Basis schaffen. „In Summe genommen bin ich eher langweilig“, kommentiert er mit einem Schmunzeln. Aber es hat auch viele außergewöhnliche Ding in seiner Laufbahn gegeben. „Die Euroumstellung war nicht ohne.“ Und auch die Umstellung der städtischen Buchführung von Kameralistik auf Doppik – eine Mammutaufgabe. Zum aufregendsten Kapitel seiner Berufslaufbahn schweigt er jedoch weitgehend: das mehr als zehn Jahre zurückliegende Debakel um die Mittelzentrumsholding (MZH) mit Bad Segeberg und dem damit verbundenen Skandal um das Spaßbad „Fehmare“. „Die Situation war keine leichte“, fasst er knapp zusammen. Eine Zeit, in der auch Martin Ploch nach Feierabend nicht immer gleich abschalten konnte. „Auch ich trage Dinge mit nach Hause. Da kann sich niemand von frei machen.“

Am 31. August endet sein Beamtenverhältnis im aktiven Dienst, im Juni will er seinen Schreibtisch räumen, dann habe er Zeit für seine Enkelin, freut sich Martin Ploch – und um wieder mehr Rad zu fahren. Die Stellenausschreibung für den Posten des Büroleitenden Beamten ist abgeschlossen. Die Entscheidung zwischen den zwei internen und vier externen Bewerbern wird im März fallen. Die Kämmerei soll nach Umstrukturierungen der Verwaltung wieder davon getrennt und von einem Mitarbeiter aus den eigenen Reihen besetzt werden.

Heike Hiltrop

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