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Segeberg Bei strömendem Regen: Weihnachtsmarkt für Hartgesottene
Lokales Segeberg Bei strömendem Regen: Weihnachtsmarkt für Hartgesottene
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19:44 09.12.2019
Waldweihnacht in Trappenkamp Quelle: sg
Trappenkamp/Daldorf

Sonntag, zweiter Advent, 14.15 Uhr. Es gießt in Strömen. Dazu fegt ein scharfer Wind über die Waldweihnacht im Erlebniswald. Die tapferen Ukelele-Kids mit ihrem Leiter Detlef Dreessen stehen dicht zusammengedrängt unter dem Dach des Pavillons, der jeden Moment abzuheben droht. Sie versuchen, ihre Notenblätter vor dem Regen zu stützen. Die Eltern klammern sich an den Pavillon. „Das ist matschig wie bei Woodstock“, scherzt ein Beobachter. Doch da war’s wenigstens warm.

Es ist kein Wetter für „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, doch die Kids spielen tapfer ihre Weihnachtsklassiker. Umstehende singen mit, es wird richtig kuschelig. Die Lions servieren den Kindern warmen Kakao. In einer Riesenpfütze probiert ein Steppke aus, ob sein Matschanzug wirklich wasserdicht ist: vermutlich sein persönlicher Höhepunkt des Tages. Kurzum: Die 23. Waldweihnacht im Erlebniswald war am Wochenende etwas für die ganz harten Fans.

Zauberhafte Stimmung im Wald

Trotzdem kamen an dem Wochenende fast 11 000 Besucher, berichtet Erlebniswald-Chef Stephan Mense. Sie genossen dort die Stimmung mitten im Wald. Mense freute sich sehr über die vielen treuen Besucher, die trotz des Wetters sogar bis aus Westfalen oder Hessen angereist waren. Solch eine Art von Weihnachtsmarkt „gibt es sonst nirgends“, ist Mense sicher. Auch wenn die diesjährige Waldweihnacht eindeutig der Härtefall für kreative und abgehärtete Familien war und nichts für Stubenhocker.

Mal sehen, ob der Schlammanzug unter Extrembedingungen wirklich hält. . . Quelle: Glombik

Die Helfer hatten im Wald jede Menge Zelte aufgestellt. Trotz der Nässe ließen sich die Familien nicht vom Hämmern, Sägen und Schrauben abhalten. Im Gegenteil: An einigen Bastelständen waren die Veranstalter sogar ausverkauft. Das ging vom rustikalen Terrassen-Licht bis zum Vogelfutter-Häuschen. „Wir haben hierfür schon eine eigene Entwicklungsabteilung“, berichtet Mense stolz.

Wasserrohrbruch sorgte für Aufregung

Dabei kam das Wasser nicht nur von oben. Eine große Herausforderung für die Organisator war in diesem Jahr ein Wasserrohrbruch. Die Leitung zwischen Bornhöved und Daldorf war am Sonnabendnachmittag geborsten. Für ganz Daldorf und damit auch den Erlebniswald gab es stundenlang kein Wasser. „Die Feuerwehr hat uns sehr geholfen, wir mussten Wasserkanister aufstellen“, berichtet Mense. Der Kaffee wurde mit Wasser aus Selterflaschen gekocht. Die Hände wurden in Wassereimern gewaschen. Mense ist überzeugt, dass die meisten Besucher am Sonnabend davon gar nichts gemerkt haben. Dieser Zwischenfall habe ihm aber wieder klargemacht, wie viele Menschen sich für die Waldweihnacht engagieren. Mense: „Da ist bei unseren 140 Helfern sehr viel Idealismus dabei.“

Die Kettensäger-Künstler schneiden für die Besucher Sterne aus. Quelle: Glombik

Das besondere weihnachtliche Highlight war wieder der Märchenpfad mit den Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler der Elly-Heuss-Knapp-Schule. Vier verschiedene Märchenspiele wurden geboten. In einer Hütte wartete der Weihnachtsmann, der passenderweise mit der Kutsche in den Wald gekommen war. Dazu sorgten die Hornbläser im Wald für märchenhafte Klänge. Erschöpft, aber glücklich stapften die verschlammten Kinder und ihre Familien wieder zum Ausgang. Mit dabei ihre selbstgebastelten Holzlaternen. Auch die hatten natürlich reichlich Schlammspritzer abbekommen. . .

Von Wolfgang Glombik

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