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Segeberg Weede und das lange Warten auf den Radweg
Lokales Segeberg Weede und das lange Warten auf den Radweg
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20:10 21.02.2018
Wenn Sie hier neu bauen, brauchen Sie am Ende einen Plan, mit dem alle leben können. Uwe Czierlinski Büro für Bauleitplanung
Wenn Sie hier neu bauen, brauchen Sie am Ende einen Plan, mit dem alle leben können. Uwe Czierlinski Büro für Bauleitplanung
Weede

„Der Lärm und die Zufahrt werden ein Problem sein. Das muss planerisch gelöst werden“, sagte Uwe Czierlinski während der Infoveranstaltung. Nicht die Einsätze der Feuerwehr würden für Lärm sorgen, sondern die „Sozialgeräusche“. Und das Lauteste an einem Fußballspiel sei nicht nur die Pfeife des Schiedsrichters, sondern auch das Feiern nach einem gewonnenen Spiel.

Hinweise, dass man seit Jahrzehnten in guter Nachbarschaft lebe und es nie Probleme wegen irgendwelcher Lärmbelästigungen gegeben habe, und dass das Feiern der Sportler schon längst der Vergangenheit angehöre, ließ Czierlinski nicht gelten. „So lange sie nichts anpacken, passiert nichts. Ich will ihnen nichts Böses, aber wenn sie bauen, brauchen Sie am Ende einen Plan, mit dem alle leben können“, sagte der Planer, der zugab, dass eine drei Meter hohe Lärmschutzwand sicherlich die schlechteste Lösung sei. Ein Lärmgutachten werde letztendlich für Klarheit sorgen.

ARadweg: So lange wie Gretel Jürgens schon Bürgermeisterin von Weede ist, hofft die Gemeinde auf einen Radweg als Lückenschluss von Geschendorf über Steinbek nach Weede. Gerne hätte sie ihre Amtszeit mit einem Baubeginn des lang ersehnten Weges gekrönt, doch daraus wird nichts. Aber wenigstens gibt es eine gute Nachricht: Der Kreis Segeberg wird personell seit wenigen Wochen durch Oliver Pielpicker verstärkt, der in Sachen Radweg bereits tätig geworden ist.

„Es gibt ja schon einen Plan für eine Trasse. Wir fangen also nicht bei Null an“, sagt Pielpicker, der die Allee unangetastet lassen möchte. Der Radweg soll vielmehr hinter dem Knick verlaufen. „Ende Mai werden die letzten Planungen fertig sei“, sagte der neue Kreismitarbeiter auf LN-Anfrage. Dann könnte die Gemeinde im Auftrag des Kreises den Landerwerb tätigen. Die Ausschreibung für die Bauleistungen soll im Oktober/November erfolgen. „Mit dem Ausschreibungszeitpunkt hoffen wir auf günstigere Preise“, verrät Pielpicker, der noch einmal bestätigte, dass der Kreis den lang ersehnten Radweg allein finanziere. Nach dem jetzigen Zeitplan sollen im Frühjahr nächsten Jahres die Bagger in Weede anrollen.

AKita-Erweiterung: Nach den Trägergemeinden Bahrenhof, Wakendorf, Bühnsdorf und Bahrenhof stimmten am Dienstag auch die Weeder Gemeindevertreter für eine Erweiterung der Kindertagesstätte „Rasselbande“ in Neuengörs. Der Anbau soll 200000 Euro kosten, von denen das Land 75 Prozent übernimmt.

AMitfahrbank: Nach vielen anderen Gemeinden setzt auch Weede auf die hellblauen Mitfahrbänke. Für die freiwillige Nachbarschaftshilfe hat der Kreis bereits 20 Bänke bestellt. Mindestens eine davon soll Weede erhalten. Ob auch für die anderen Ortsteile eine Bank abfällt, ist noch nicht klar.

Von Petra Dreu