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Segeberg Segebergs Wege-Zweckverband gibt sich neue Unternehmensstruktur
Lokales Segeberg Segebergs Wege-Zweckverband gibt sich neue Unternehmensstruktur
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19:53 26.06.2019
Mit deutlicher Mehrheit haben sich die Verbandsmitglieder für das sogenannte "erweiterte Zweckverbandsmodell" ausgesprochen. Quelle: Petra Dreu
Bad Segeberg

 Die Mitglieder der Verbandsversammlung des Wege-Zweckverbandes (WZV) haben am Dienstag die Neustrukturierung des Verbandes zu einem sogenannten „erweiterten Zweckverbandsmodell“ beschlossen. Alle Mitarbeiter des Tochterunternehmens WZV-Entsorgung sollen ab Januar 2020 in den WZV und damit in den öffentlichen Dienst überführt werden. Die Unternehmenstochter WZV-Entsorgung soll dann nur noch einen Geschäftsführer als Mitarbeiter haben, das zur Bedienung gewerblicher Kunden benötigte Personal soll beim WZV „ausgeliehen“ werden. Diskussionslos geschah das jedoch nicht.

Gleich zu Beginn der Versammlung sprach Karin Honerlah, Vertreterin der Stadt Henstedt-Ulzburg, vielen Mitgliedern der Verbandsversammlung aus der Seele, als sie ihren Antrag untermauerte, eine Entscheidung zur Umstrukturierung zu verschieben. „In unseren Unterlagen steht, dass das reine Zweckverbandsmodell nie geprüft worden ist. Das geht doch nicht. Wir verstehen doch hier gar nichts mehr und können nicht so weitermachen“, sagte sie und appellierte an ihre Verbandskollegen, dem Modell des reinen Zweckverbandes eine Chance zu geben. „Wir sind nicht unter Zeitdruck“, so Honerlah.

Auf die Frage von Karlheinz Westphal (Groß Niendorf), welches Umstrukturierungsmodell den Mitarbeitern lieber sei, antwortete der Betriebsratsvorsitzende Thorsten Pophal: „Wir haben nicht genug Informationen.“ Wolfgang Tödt (Bad Segeberg) empfand es als unfair dem neuen Verbandsvorsteher Peter Axmann gegenüber, kurz vor seinem Amtsantritt eine neue Struktur zu beschließen. Axmann müsse erst die Gelegenheit haben, den WZV kennenzulernen und aufzuräumen. Axmann, der auf der Versammlung bereits anwesend war, reagierte diplomatisch: „Ich möchte mir nicht die Rolle zuweisen lassen, das Zünglein an der Waage zu sein.“

Mi 54 Ja-, sieben Nein-Stimmen und drei Enthaltungen votierten die Verbandsmitglieder schließlich das „erweiterte Zweckverbandsmodell“. Keine Mehrheit fand der Antrag der Stadt Bad Bramstedt auf eine strafrechtliche Untersuchung des Prüfberichts des Gemeindeprüfungsamtes (GPA). Er wurde mit 44 Nein-Stimmen abgelehnt. 24 Mitglieder hatten dafür gestimmt. Die angekündigte Fragerunde gegenüber dem GPA zum Prüfbericht blieb derweil aus, obwohl GPA-Mitarbeiter vor Ort waren.

Dem Bad Segeberger Stadtvertreter Olaf Tödt bereitet die Deponierücklage Sorgen, der die Verbandsversammlung notgedrungen 1,6 Millionen Euro aus einem aufgelösten Sonderposten zuführen musste. „Ich glaube nicht, dass das die letzten 1,6 Millionen sein werden“, befürchtete er, womit er nicht alleine steht. Karin Honerlah: „Wir fahren alle Rücklagen runter und wissen nicht mehr, wie wir unsere Zukunft gestalten sollen. Ich mache mir große, große Sorgen.“ Der aktuelle Füllstand der Deponie liegt laut WZV bei 90,9 Prozent. Im Jahr davor waren es noch 88,04 Prozent. Dass die Deponie unter Zugrundelegung dieser Zahlen in vier Jahren voll sein müsste, sei aber nicht so, versicherte Justiziar Nis Nissen: „Wir haben Platz für 130 000 Tonnen. Im Jahr lagern wir 2000 bis 4000 Tonnen.“ Das Wirtschaftsjahr 2018 schließt der WZV mit einem Defizit in Höhe von 622 000 Euro ab. Die liquiden Mittel haben sich im vergangenen Jahr von 7,2 auf 4,1 Millionen Euro reduziert.

Petra Dreu

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