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20:27 17.02.2017
60 Besucher aus Bebensee und den umliegenden Gemeinden waren zu der Infoveranstaltung ins Haus Bebensee gekommen. Quelle: Fotos: Petra Dreu
Bebensee

Einen Teilerfolg hat die Bürgerinitiative (BI) Gegenwind Bebensee mit ihren Stellungnahmen zum Regionalplan bereits erzielt: Das Bebenseer Moor ist raus aus der Windeignungsfläche zwischen den Gemeinden Bebensee, Mözen, Neversdorf und Schwissel, ebenso zwei kleinere Flächen bei Schwissel, die zu einem Windkraft-Riegel für den kleinen Ort geführt hätten.

Anwohner informierten sich über einen möglichen Windpark mit acht Anlagen.

Zurücklehnen wollen sich die Initiatoren aber noch lange nicht. Am Mittwoch informierten sie im Haus Bebensee über das weitere Vorgehen und die beiden Volksinitiativen, die der Verein Gegenwind Schleswig-Holstein auf den Weg bringen will.

Etwa 60 Einwohner aus allen vier Gemeinden, denen der angedachte Windpark Sorgen bereitet, waren ins Haus Bebensee gekommen. Von sechs Anlagen mit Höhen von 180 bis 200 Metern auf Bebenseer Gemeindegebiet und zwei Anlagen auf Flächen der Gemeinde Schwissel gehen die Initiatoren aus. Gut sichtbar würden diese auch für die Bewohner in den umliegenden Gemeinden sein, denn: „Die Windflächen liegen auf einem Hügel, der 20 bis 25 Meter höher als Bebensee ist“, sagte Torsten Vater von der BI.

Christian Förster gab einen Überblick über die Einspruchskriterien, die bislang keine oder nur eine geringe Berücksichtigung gefunden hätten. Dazu gehöre die Zerstörung von charakteristischem Landschaftsraum, die Lage zwischen den FFH- (Flora, Fauna Habitat) und Naturschutzgebieten Neversdorfer See, Travetal und Mözener Au. Auch, dass der gesamte Bereich ein wichtiges Brut-, Rast- und Überfluggebiet bedrohter Arten wie Seeadler, Rotmilan, Uhu, Storch und Kranich ist, sei von den Planern nicht berücksichtigt worden. Infraschall und der Verfall der Grundstückspreise sind weitere Argumente der Initiatoren.

Über die beiden Volksinitiativen von Gegenwind Schleswig-Holstein informierte die Vereinsvorsitzende Dr. Susanne Kirchhof, die bereits zum zweiten Mal nach Bebensee gekommen war. Mit der Volksinitiative „Mitbestimmung“ möchte der Verein erreichen, dass der Bürgerwillen bei der Regionalplanung gesetzlich verankert und berücksichtigt wird. Pate stand dafür ein Gesetzentwurf der Piraten, der in einigen Punkten abgeändert wurde. In der zweiten Volksinitiative „Abstand“ hofft der Verein auf größere Abstände zwischen Windkraftanlagen und Wohnhäusern. Einen Gesetzentwurf hat der Verein mit einem eigenen Anwalt vorgelegt. 6000 Unterschriften hat der Verein Gegenwind Schleswig-Holstein bereits gesammelt, 20000 wären für eine erste Etappe notwendig.

Dr. Susanne Kirchhof bat die Besucher, Unterschriftenlisten mitzunehmen und die beiden Volksinitiativen aktiv zu unterstützen. Auch die Initiative aus Bebensee richtete einen Appell an die Besucher, das Einspruchsverfahren zu nutzten und online oder per Brief Stellung gegen die Windkraftanlagen zu beziehen. „Machen Sie Ihrem Ärger Luft. Zeigen Sie, dass mit verstärktem Bürgerwillen zu rechnen ist“, sagte Christian Förster. Musterbriefe gibt es unter der Mail-Adresse Gegenwindbebensee@gmail.com.

Petra Dreu

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