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Segeberg Arbeitslosigkeit in Segeberg sinkt weiter
Lokales Segeberg Arbeitslosigkeit in Segeberg sinkt weiter
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14:28 04.01.2019
Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnete 2018 einen weiteren Rückgang arbeitsloser Menschen.
Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnete 2018 einen weiteren Rückgang arbeitsloser Menschen. Quelle: dpa
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Bad Segeberg

Der Trend geht weiter: Immer weniger Menschen sind im Kreis Segeberg arbeitslos. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit am Freitag mit. Laut des Berichts stieg die Zahl im Vergleich zum November zwar um 34 Personen auf 5689. Allerdings ist sie gegenüber dem Vorjahr um 914 Personen oder 13,8 Prozent niedriger. Die Arbeitslosenquote bleibt trotz der gestiegenen Arbeitslosenzahl unverändert zum Vormonat bei 3,7 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 4,4 Prozent.

Witterungsbedingte Arbeitslosigkeit

Der Anstieg an Personen ohne Job lasse sich dadurch erklären, dass der Dezember ein Monat sei, in dem viele witterungsabhängige Betriebe ihr Personal entlassen, sagt Ute Beckmann, verantwortliche Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Elmshorn. Auch Saisonaushilfen aus der Produktion und dem Versand meldeten sich verstärkt bei der Agentur für Arbeit. Zudem laufen im kaufmännischen Bereich befristete Arbeitsverträge oft zum Jahresende aus. „Der übliche Anstieg der Arbeitslosigkeit in den kommenden Wintermonaten wird trotz anhaltend hoher Nachfrage nach Personal auch in diesem Jahr nicht ausbleiben", sagt Beckmann

Agentur für Arbeit setzt auf Qualifikation

Auf das gesamte Jahr 2018 bezogen, ist die Arbeitslosigkeit im Kreis Segeberg 2018 zum Vorjahr weiter zurückgegangen. Im Jahresdurchschnitt waren 6449 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies sind 466 Personen oder 6,7 Prozent weniger als im Jahr 2017. „Der Arbeitsmarkt in der Region zeigte sich auch 2018 weiterhin sehr dynamisch“, sagt Beckmann. Besonders Arbeitsuchende mit einer Berufsausbildung oder einem abgeschlossenen Studium fanden schnell einen neuen Job. Anders ist es bei denen, die ohne Berufsabschluss sind. Für sie sei das Risiko, den Arbeitsplatz zu verlieren, wesentlich höher und die Jobsuche dauere meist länger.

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Unternehmen suchen weiter nach Arbeitskräften

Bei den Unternehmen stieg im Dezember die Nachfrage nach Personal weiter. Arbeitgeber gaben insgesamt 515 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen neu zur Besetzung auf. Dies waren 59 mehr als im November. „Die meisten Unternehmen in unserer Region sind derzeit gut ausgelastet, viele haben ihr Stammpersonal weiter ausgebaut", sagt Beckmann. Insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, im Handel sowie in Betrieben der Metallverarbeitung und der Elektrobranche fanden viele Menschen Beschäftigung. Auch in der öffentlichen Verwaltung und im Sozial- und Gesundheitswesen entstanden neue Jobs.

In der Landwirtschaft, der Logistik und bei Zeitarbeitsfirmen ging die Beschäftigung jedoch zurück. „Die boomende Konjunktur hat laut Ansicht vieler Wirtschaftsexperten ihren Zenit überschritten“, sagt die Geschäftsführerin der Elmshorner Behörde. Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (BA) prognostiziert für den Kreis Segeberg ein moderates Wachstum der Beschäftigtenzahlen im kommenden Jahr.

Weniger Langzeitarbeitslose

Auch Langzeitarbeitslose konnten im letzten Jahr von der guten Konjunktur profitieren. So ist 2018 die Zahl der Menschen, die schon ein Jahr oder länger bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter arbeitslos gemeldet waren, um 136 zum Vorjahr zurückgegangen. Im Jahresdurchschnitt war noch fast jeder dritte Arbeitslose betroffen. „Oft sind es das Alter, Gesundheit oder fehlende Qualifikation die dazu führen, dass die Arbeitssuche länger dauert“, so Beckmann.

„Kein Rückgang wie 2018 zu erwarten“

Auf lange Zeit gesehen, geht die Agentur für Arbeit in Elmshorn davon aus, dass nach einem winterlichen Anstieg, die Zahlen im Frühjahr weiter sinken. Allerdings sei ein Rückgang wie in 2018 nicht zu erwarten. Künftig würden die Sicherung des Fachkräftebedarfs, die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und die Stärkung der beruflichen Qualifizierung für Arbeitsuchende und Arbeitnehmer die großen Herausforderungen am Arbeitsmarkt bleiben, sagt Beckmann.

Fabian Boerger

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