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Segeberg Wenn Andrea Nahles plötzlich im Vorgarten steht
Lokales Segeberg Wenn Andrea Nahles plötzlich im Vorgarten steht
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21:45 03.05.2018
Nachdem Nahles Nadja Böhnke beim Unkrautjäten „aufgeschreckt“ hat, hilft Dirk Wehrmann ihr vom Beet.
Bad Segeberg

Die Sonne lacht. Nadja Böhnke ist gerade im Vorgarten ins Unkrautjäten vertieft, als plötzlich eine Frau im blauen Business-Hosenanzug auf den Hang am Beet vorbei auf sie losstürmt. Im Gefolge ein Pulk aus Bürgermeister, Propst, Verwaltungsmitarbeitern, Personenschützern und Journalisten. Blitzschnell erfasst sie die Situation. „Hallo Frau Nahles!“ – „Ich habe sie nur gerade mal gesehen, da musste ich doch mal schauen“, sagt die SPD-Bundevorsitzende in ihrer typischen Art kichernd, immer bereit zu einem Plausch.

Spontan ist sie, geht auf jeden zu, vergisst keine Hand zu schütteln. Dem Ortsvereinsvorsitzenden Dirk Wehrmann hat sie, kaum der Limousine entstiegen, gleich einen Spätburgunder zum 40.

Geburtstag in die Hand gedrückt. Man könnte meinen, die SPD-Chefin ist gerade auf Geburtstagstour. Denn auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, die sie vorher in Kiel traf, ist am Donnerstag 40 geworden und bekam sicher von Nahles etwas Schönes geschenkt. Dabei ging’s gestern um ein viel größeres Geschenk. Der Bund will sich in dieser Legislaturperiode mit insgesamt 3,5 Milliarden Euro an den Kitas beteiligen. Über die Umsetzung berieten die Landes-Familienminister in Kiel.

Auch die Stippvisite von Andrea Nahles danach in Bad Segeberg galt einem „Geschenk“. Die Kreisstadt hat nämlich sehr viel Fördermittel bekommen für ihr Programm „Soziale Stadt“, das übrigens – laut Nahles – aufgestockt wurde und weiter fortgeführt werden soll. Über 400 000 Euro wurden zum Beispiel in den Südstadtpark gesteckt. Jetzt möchte Nahles, die sonst nur die „Zahlenkolonnen“ aus den Förderprogrammen kenne, mal schauen, was mit dem Geld passiert ist. Der schöne Südstadtpark mit Spielplatz zum Beispiel. „Das wäre etwas für meine Tochter“, schwärmt sie. Eine Vorlage für Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD), der die Parteifreundin beim Bummel durch den Park gleich mit Familie zu den Karl-May-Spielen einlädt. Johannes Rau – früherer Bundespräsident – sei hier Ehrenhäuptling gewesen, wirbt er. Aber da: Andrea geht wieder los! „Hallooo“. Auf der Drehscheibe am Spielplatz sitzen lauter junge Frauen, angehende Erzieherinnen vom Berufsbildungszentrum – wie bestellt auf dem Präsentierteller – und machen Pause. Sofort findet Nahles kichernd einen Draht. „Ich habe in den letzten Jahren die Arbeit von Erzieherinnen schätzen gelernt“, sagt sie mit Verweis auf ihre Tochter. „Gefällt es euch, ist die Schule okay?“, fragt sie die 18-Jährigen. „Na klar!“ Nahles ist angetan. „Diese Ecke ist einfach schön“, sagt sie.

Abschließend lässt sie sich das neue Familienzentrum in der Falkenburger Straße zeigen. „Ist ja noch alles ganz frisch hier“, sagt sie. Etwas ruhiger wird es, als Nahles berichtet , dass ihre Tochter gerne mit Skatern unterwegs sei. Bad Segeberg schafft es seit Jahren nicht, etwas für seine Skater-Jugend zu bauen. Barrierefrei soll auch alles in der Südstadt werden. Das sei nicht nur wichtig für Menschen mit Einschränkungen, sonder auch toll für Mütter mit Kinderwagen, sagt sie.

Die LN erkundigen sich nach ihrer jüngsten Kritik an den Geldwünschen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Die mache „jetzt richtig Lärm“ für einen höheren Etat. Aber der Finanzminister könne das Geld nicht vermehren. „Einen Goldesel hat er ja nicht.“ Nahles kichert.

Von Wolfgang Glombik

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