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Segeberg Wenn Kinder zu Abfall-Detektiven werden
Lokales Segeberg Wenn Kinder zu Abfall-Detektiven werden
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20:10 06.05.2015
Nicht nur die Kinder waren beeindruckt, auch Jan Köber (l.) von der Stiftung der Sparkasse. Quelle: Fotos: Domann
Bad Segeberg

Ventilator, Steine, Holz, Papier und Plastik: Die 23 drei- bis sechsjährigen „Garbeker Strolche“ haben alle Hände voll zu tun, den Müll in die richtigen Container des Recyclinghofes beim Wege-Zweckverband (WZV) zu werfen. Sebastian Kinne, der sein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) beim Martin-Meiners-Förderverein (MMFV) macht, ist mit den Kindern dem Abfall auf der Spur. Er erklärt nicht nur, wie Müll getrennt wird, sondern erzählt auch, warum die Wiederverwertung des Abfalles so wichtig ist und was Neues daraus gewonnen werden kann. So werden zum Beispiel Steine zermahlen und im Straßenbau eingesetzt, Holz kann zum Heizen genutzt werden und Wärme erzeugen und Gummireifen eignen sich hervorragend für Spielplatzgeräte. Krönender Abschluss ist eine Fahrt mit dem Müllauto auf dem Betriebsgelände.

„Etwa 800 Kinder sind jährlich dem Abfall auf der Spur“, sagt Hans Peter Sager, MMFV-Vorsitzender. Das Umweltprojekt ist eine Kooperation von MFFV, WZV, Schulverband, Autokraft, den FÖJ‘lern und der Stiftung der Sparkasse Südholstein. Die sponsert seit 2009 die Transportkosten für teilnehmende Kindergärten und Schulklassen, damit diese zu den Recyclinghöfen in Bad Segeberg, Norderstedt,Tensfeld und Schmalfeld gelangen. „Wir wollen junge Menschen fördern und dabei unseren bildungspolitischen Anspruch erfüllen“, sagt Jan Köber von der Stiftung. Nach dem aufregenden Tag würden die Kinder als Abfall-Experten nach Hause kommen und dort positiv wirken. 3000 Euro stellt die Stiftung jährlich zur Verfügung, davon werden etwa 15 Bustransporte finanziert. „Das kostenlose Transportangebot wird nun vermehrt angenommen, viele Eltern arbeiten und können keine eigenen Fahrdienste machen“, sagt Bettina Kramer vom MMFV und freut sich, dass auch im kommenden Jahr die Finanzierung durch die Stiftung der Sparkasse Südholstein gesichert sei. Außerdem stellt sie ein neues Produkt des Vereins vor: „Lombi“, der Kompostwurm. Das pinkfarbene Stofftier vermittelt spielerisch, was auf einen Komposthaufen gehört und was nicht. Bildkarten mit unterschiedlichen Gegenständen können Kinder dem Wurm in den Mund legen. Karten mit Apfelschalen und Tomatenstrunke bleiben hängen, Kronkorken und Glasflaschen fallen heraus. „Das ist prima, das Spiel können wir mit unserer Sprachförderung verbinden“, sagt Susanna Bentin-VanDoorn, Kita-Leiterin in Garbek. Sie arbeite viel mit dem MMFV zusammen.

Die Kinder machen auch bei den Pflanzwettbewerben mit.

Wer dem Abfall noch nicht auf der Spur war oder „Lombi“ ausleihen möchte, kann sich beim MMFV unter 04551/909156 oder martin-meiners-foerderverein@ wzv.de informieren.

WZV-Recyclinghöfe sonnabends länger geöffnet
Der Wege-Zweckverband (WZV) hat die Öffnungszeiten auf seinen Recyclinghöfen in Bad Segeberg, Schmalfeld und Tensfeld ausgedehnt. Ab sofort sind die Sammelplätze jeden Sonnabend zwei Stunden länger, bis 14 Uhr geöffnet. Nach Angaben des WZV handelt es sich um einen Test für zunächst ein Jahr.
Der Service gelte bisher allerdings noch nicht für den Recyclinghof in der Oststraße 144 in Norderstedt, den der WZV dort in Kooperation mit der Stadt Norderstedt betreibt.
Als weitere Neuerung hat der WZV im Bereich seines Service- Centers den langen Donnerstag eingeführt. „Die Kunden haben die Möglichkeit am Donnerstag bis 19 Uhr zum Beispiel ihre Sperrmüllanmeldung telefonisch vorzunehmen“, so der WZV in seiner Pressemitteilung.
Die Öffnungszeiten der übrigen Wochentage seien denen der Recyclinghöfe angepasst worden. Alle Anlagen haben in der Woche bis 17 Uhr geöffnet.
„Die Kinder kommen als Experten nach Hause und wirken dort.“
Jan Köber, Stiftung Sparkasse Südholstein

Silvie Domann

„Formal alles richtig, trotzdem alles falsch.“Oder: „Zum Entzünden von Motivkerzen besteht kein Anlass.“ Oder: „Wir alle hängen an den Zitzen des Sozialstaates.“ ...

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