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Segeberg Wer wird Bad Segebergs neuer Bürgervorsteher?
Lokales Segeberg Wer wird Bad Segebergs neuer Bürgervorsteher?
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20:10 17.01.2018
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Bad Segeberg

Auf der Klausurtagung des SPD-Ortsvereins wurde das Wahlprogramm zur Kommunalwahl am 6. Mai 2018 vorbereitet. Das wichtigste Ergebnis: Der langjährige Stadtvertreter Jens Lichte wird der SPD-Mitgliederversammlung als Spitzenkandidat für das Amt des Bürgervorstehers vorgeschlagen, heißt von dem Ortsvereinsvorsitzenden Dirk Wehrmann.

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Präsidiabel? Jens Lichte soll SPD-Spitzenkandidat und nach den Wahlen Bürgervorsteher werden.
Präsidiabel? Monika Saggau (CDU) möchte erst die Mitgliederversammlung abwarten.

Tatsächlich ist Lichte überparteilich angesehen, arbeitet seit 1990 als Stadtvertreter, kann Sitzungen leiten und hat mehrfach bewiesen, dass er unfallfrei bei Veranstaltungen substanzielle und humorvolle Grußworte beisteuern kann. Auch traut man ihm zumindest in SPD-Kreisen zu, dass er die Stadt nach außen als Sympathieträger vertreten kann.

Das Amt des Bürgervorstehers oder der Bürgervorsteherin ist nach dem Bürgermeister wohl die wichtigste Funktion in Bad Segeberg. Er oder sie ist verantwortlich für die Außendarstellung der Stadt, leitet die Einwohnerversammlungen, den Ältestenrat und nicht zuletzt die Stadtvertretersitzungen, muss sich also auch in den Details der Geschäftsordnung gut auskennen. In der konstituierenden Sitzung der Stadtvertretung wird nach den Kommunalwahlen der oder die Bürgervorsteher/in der Stadt gewählt. Vorschlagsrecht hat die stärkste Fraktion.

Stärkste Kraft in der Bad Segeberger Stadtvertretung möchte auch wieder die CDU werden. Sie verlor dieses Prädikat, nachdem zwei ihrer Stadtvertreter zwischenzeitlich zur Fraktion der Wählergemeinschaft BBS wechselten. Doch was ihr Personal für den Wahlkampf angeht, hält sich die CDU noch bedeckt. CDU-Ortsvorsitzender Uwe Voss wollte gegenüber den LN noch nichts über derlei Angelegenheiten sagen, einiges sei bei der Besetzung der Kandidaten für die Wahlbezirke noch offen. Auch Monika Saggau, ehemalige Kita-Leiterin, die als mögliche Bürgervorsteherin gehandelt wird, wenn die CDU stärkste Fraktion werden sollte, hält sich bedeckt. Saggau: „Das steht für mich im Moment nicht zur Debatte, erst einmal wollen wir die Mitgliederversammlung abwarten.“ Auf die Frage, ob sie dieses Amt für sich ausschließen könne, zumal sie ja auch noch für den Kreistag kandidiere, antwortete sie vage: „Jeder Mensch überlegt sich, ob er sich das Amt zutraut. Das habe ich mir natürlich wie viele andere auch schon einmal überlegt.“

Norbert Reher, CDU-Fraktionsvorsitzender, meint zum SPD-Vorschlag Jens Lichte: „Gut, dass wir schon jemanden haben, der dafür geeignet ist.“ Er selbst strebe das Amt nicht an. „Bevor ich das mache, würde ich lieber hundert Mal Jens Lichte wählen.“ Ob die CDU selber Kandidaten vorschlage, werde man nach der Wahl sehen.

Auch die Wählergemeinschaft BBS verfolgt das Ziel , stärkste Fraktion im Rathaus zu werden. Doch auch hier hält man sich bedeckt. BBS-Vorsitzender Jürgen Niemann: „Ich weiß nicht, ob so etwas die Fraktion bestimmt oder die Mitgliederversammlung.“ Es gebe viele Posten nach den Wahlen in der Stadtvertretung zu verteilen.

Von Wolfgang Glombik

17.01.2018
17.01.2018