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Segeberg Größtes Motorsportfestival Europas startet Ende August in Hasenmoor
Lokales Segeberg Größtes Motorsportfestival Europas startet Ende August in Hasenmoor
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20:49 15.11.2018
Andreas „Maschine“ Pooch und Projektleiter Bastian Ohrtmann während der Pressekonferenz zum Werner-Rennen 2019 am Donnerstag in Hasenmoor. Quelle: Oliver Vogt
Hasenmoor

Werner-Rennen ohne Werner-Rennen. Die Macher des Spektakels haben am Donnerstag die ersten Details zur Neuauflage des „größten europäischen Motorsportfestivals“ auf dem Flugplatz Hartenholm vom 29. August bis zum 1. September bekannt gegeben.

Ganz im Zeichen von Werner

Die schlechte Nachricht vorab: Eine Wiederholung des legendären Duells zwischen Holger „Holgi“ Henze und Rötger „Brösel“ Feldmann soll es im kommenden Jahr nicht geben. „Die Revanche von Brösel ist geglückt, deshalb gibt es keinen Grund für eine Wiederholung“, sagte Bastian Ohrtmann, Projektleiter des Veranstalters Hoha Hanseatic, während der Pressekonferenz im Dorfgemeinschaftshaus Hasenmoor.

Die gute Nachricht für die Fans: „Die Veranstaltung wird natürlich weiter ganz im Zeichen von Werner stehen, Rötger und Holgi werden die ganze Zeit über dabei sein und sicher auch an verschiedenen Rennen teilnehmen.“ Überhaupt sei Rötger Feldmann sofort Feuer und Flamme gewesen, als man mit der Idee einer weiteren Auflage auf dem „Fluchplatz Haatenholm“ an ihn herangetreten sei.

Zuschauer, Bands, Wettkampf: Klicken Sie hier, um alle Bilder vom Werner-Rennen in Hartenholm zu sehen!

Änderungen im Detail

Insgesamt erwartet die Besucher – gut 45000 Teilnehmer inklusive der Motorsport-Crews wurden in diesem Jahr gezählt – wieder ein ganz ähnliches Event, allerdings mit einigen Änderungen im Detail. So werde das gesamte Festival zwar nicht unbedingt kleiner – aber etwas „entschlackt“, kündigen die Macher an. Eine der vier Bühnen, genauer die Zeltbühne, werde gestrichen.

„Viele Besucher hatten bemängelt, dass das Programm so dicht gepackt war, dass sie vieles gar nicht mitnehmen konnten“, sagte Ohrtmann. Im nächsten Jahr werde man das Programm deshalb etwas entzerren, um „Reizüberflutung“ zu verhindern.

Qualitativ keine Abstriche

Qualitativ würden aber keine Abstriche gemacht, versichert der Projektleiter. Erste Bands hätten zwar schon für 2019 unterschrieben. Namen würden aber erst Anfang Dezember verraten.

Auch organisatorisch werde man 2019 einiges anderes machen, kündigte Veranstaltungschef Marten Pauls in Hasenmoor an. Eine Sperrung der gesamten B 206 werde es zum Beispiel nicht mehr geben, da es sich als sehr problematisch erwiesen hatte, die Fahrbahn gleichzeitig für den Anreiseverkehr als auch für die Festivalbesucher offen zu halten.

Stattdessen würden sämtliche Camping- und Veranstaltungsflächen auf die Flughafenseite der B 206 verlegt. So sollen die langen Staus am Anreisetag verhindert werden.

„Überwältigend positive Rückmeldungen“

Gehört habe man auf die Fans aber auch in anderer Hinsicht: Unter anderem hatten Besucher schlechte Sichtmöglichkeiten an den Rennstrecken und die vielen Extrakosten beklagt. So waren zum Beispiel Plätze auf der Tribüne kostenpflichtig. „Da haben wir nachgebessert“, sagte Pauls. In der Standardkarte für alle drei Festivaltage seien ein Campingplatz, ein Platz auf der Tribüne und der Zugang zum Fahrerlager gleich mit drin. Auch Anhänger oder Wohnmobile kosten nicht mehr extra. Dafür wird der Preis für das Ticket von 149 Euro wie in diesem Jahr auf 159 Euro angehoben. Die von vielen Fans geforderten Tickets für Tagesbesucher, die nicht auf dem Gelände übernachten möchten, kommen aber leider auch nächstes Jahr nicht.

Käfer unterm Hammer

Ein schwarzer VW-Käfer aus dem Jahr 1984, der auf dem Festival-Gelände im Sommer an prominenter Stelle gezeigt wurde, kommt demnächst unter dem Hammer. Das von Auto Wichert gesponserte, restaurierte Gefährt trägt auf den Türen Autogramme und Zeichnungen von Brösel und Otto Waalkes. Der Erlös der Versteigung, die am 17. November auf dem Online-Markplatz Ebay beginnt, wird auf drei Empfänger verteilt: Zum einen das Projekt „Zukunft für Lolas Kinder“ von katholischen Ordensschwestern in Simbabwe, zum anderen dem Projekt „RSH hilft helfen“ von Radio Schleswig-Holstein. Ein weiterer Teil vom Erlös soll ein Projekt in den Gemeinden Hartenholm und Hasenmoor unterstützen. Alles zur Auktion auf www.werner-rennen.de/kaefer.

Den Entschluss, eine weitere Werner-Runde auch 2019 zu drehen, liege vor allem an den „überwältigend positiven Rückmeldungen“ auf das Festival, sagt Marten Pauls. Von den knapp 9000 Gäste, die sich zwei Wochen danach an einer Umfrage beteiligt hatten, hätten deutlich mehr als 90 Prozent ein positives Fazit gezogen. Mehr als zwei Drittel der Befragten versprachen, im Falle einer Wiederholung wieder dabei zu sein. Das sei im Vergleich zu anderen Veranstaltung dieser Art ein außergewöhnlich gutes Ergebnis. „Unser Ziel ist es jetzt, das eine Drittel der Unentschlossenen zu begeistern“, so Pauls.

Neue Klagen sind nicht ausgeschlossen

Mit den Anwohner erwarte man wieder eine gute und enge Abstimmung. Dennoch sei es nicht auszuschließen, dass es auch 2019 wieder zu Klagen vor Gericht kommen könnte. Pauls: „Damit müssen wir rechnen. Aber weil wir uns bei der gesamten Organisation strikt an die gesetzlichen Vorgaben halten, sind wir darauf auch vorbereitet.“

Insgesamt freue man sich im Ort auf das Werner-Rennen, sagte Hasenmoors Bürgermeister Klaus Wilhelm Schümann. So wie er selbst auch. Trotz einiger Befürchten im Vorwege habe die Veranstaltung im Sommer auch nicht zu Verwerfungen im Dorffrieden geführt. Das bedeute aber nicht, dass nun alle über die Neuauflage jubelten, räumt Schümann ein. „Es gibt weiterhin auch noch einen kleinen Kreis der harten Kritiker.“ Mit Ausnahme einiger anonymer Anrufe zu nachtschlafender Zeit sei man von dieser Seite aber noch nicht an ihn herangetreten.

Der Vorverkauf für das Werner-Rennen 2019 beginnt an diesem Sonnabend, 17. November. Karten gibt es auf der Seite www.werner-rennen.de

Oliver Vogt

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