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Segeberg Werner-Rennen am Flugplatz Hartenholm: Gaga sein gehört dazu
Lokales Segeberg Werner-Rennen am Flugplatz Hartenholm: Gaga sein gehört dazu
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11:27 02.09.2019
Nach nur 9,3 Sekunden ist alles vorbei: Andi Feldmann im Koslovsky (r.) setzt sich gegen Kultauswander Konny Reimann im Buick durch. Quelle: Olaf Malzahn
Hasenmoor/Hartenholm

Die Massen belagern die Drag-Race-Stecke, obwohl die Sicht mittelmäßig ist. Noch ein paar siegessichere Posen von Konny Reimann und Andi Feldmann, dann senkt sich die Flagge. Röhrend heulen die Motoren auf und schon nach wenigen Sekunden ist der Motorshow-Höhepunkt vorbei. Andi Feldmann hat wie sein Bruder Rötger alias Brösel vor einem Jahr die Familienehre verteidigt.

In seinem neu aufgebauten Koslovsky von 1932 setzte er sich auf der 201 Meter langen Rennstrecke gegen den TV-Auswanderer Reimann durch, der in einem Buick Riviera von 1968 angetreten war. So richtig verdient schien der Sieg dem Unterlegenen jedoch nicht. „Ich war nicht langsamer, Andi war nur auf den ersten drei Metern schneller“, so Reimanns Fazit nach dem Rennen.

Das Publikum widmet sich danach wieder den anderen Partyzonen. Und zu denen gehören nicht nur die Bühnen und Rennstrecken. Auch am Rand des Geländes, auf den Campingplätzen und in den Fahrerlager hat man es sich gemütlich gemacht.

Der letzte Werner-Renn-Tag

Auf der Dezibel-Bühne im Biergarten ist heute am letzten Tag des Werner-Rennens noch Musikprogramm: Fastlane Greasers, Nordhelden, Mutz and the Blackeyed Bandits und Björn Paulsen spielen auf. Auch auf den Rennstrecken wird noch in verschiedenen Disziplinen gerast. Höhepunkt ist um 17 Uhr auf dem Drag-Strip das Rennen verschiedener Herausforderer gegen Holgi und seinen Porsche.

Tageskarten sindfür den letzten Festivaltag noch zu haben: Erwachsene zahlen 29,50 Euro, für Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren kostet das Tagesticket 12 Euro. Wieder gilt: Wer sie nicht unbedingt benutzen muss, der sollte die Bundesstraße 206 meiden.

„Wir haben hier in unserem Garagenwohnzimmer den besten Platz mit Riesen-Fernseher“, scherzt Pit Christoffersen und zeigt auf das geöffnete Tor. 120 Zoll dürfte die Aussicht von seinem Ecksofa zwischen Werner-Banner, abgestellten Bikes, Bierkisten und Stehtischen mit Kartoffel- und Nudelsalat sein.

Eigenes Klo und Dusche sind purer Luxus

„Hier am VIP-Check-in knallen alle Benzin-Verrückten und jede Menge geile Autos vorbei.“ Er, seine Kumpels und die Familie gehören zu den Anliegern, die das Werner-Rennen vier Tage lang von Zuhause aus mitfeiern. „Wir haben unser eigenes Klo und können jeden Tag Duschen – der pure Luxus.“ Und wenn ihnen danach sei, geht es auf das Gelände. Freikarten.

Sven, Arne, Christoph und Chris aus Angeln haben alles dabei, was man für ein Festival braucht: Getränke, Grill und gemütliche Sitzmöbel. Quelle: Heike Hiltrop

Auf ein Sofa brauchen auch Sven, Arne, Christoph und Chris aus Angeln nicht verzichten. Ihres ist aufblasbar, nimmt also wenig Platz im Gepäck ein. Als Festival-Kenner sind die Camper, die beim Mofa-Cup an den Start gehen („Läuft aber nicht so gut“), bestens ausgerüstet. „Fünf Dinge musst du haben: Strom, einen Grill, feuchtes Klopapier, ausreichend Getränke und gute Laune.“ Letzteres komme von ganz alleine, sagt Chris und fläzt sich ins Sitzmöbel.

Beim B-Team: Finn (24) und Nils (26, r.) aus Bimöhlen erfrischen sich im Minipool. Auch der ist beim Werner-Rennen und den heißen Temperaturen fast ein Muss Quelle: Heike Hiltrop

 Für genug Erfrischung empfiehlt das Stock-Car-B-Team aus Bimöhlen unbedingt einen aufblasbaren Pool im Gepäck zu haben. Finn und Nils haben es sich gemütlich gemacht und planschen fürs Foto, während die skurrilsten fahrbaren Untersätze vorbeirollen: Autoscooter, eine fahrende Bierzeltgarnitur, auf der es sich vier Leute gemütlich gemacht haben, Ein-, Zwei, Drei- und Vielräder, Rasenmäher und Roller.

 

„Zu Fuß brauchst du ’ne Dreiviertelstunde bis zum Kesseldrom“, sagt Mike und stiefelt Richtung „Breite-Masse-Camp“. Alte Bauwagen, Falt-Iglos, Familien-Tipis, schäbige Wohnwagen jeden Baujahres und bestens ausgestattete Wohnmobile reihen sich hier, auf den „Meine Scholle-Parzellen“ und bei den Sportlern aneinander. Die Kühlschränke sind voll: Grillgut und Bier sind obligat.

 

„Maddind“ (33) aus Schwerin im Leo-Print-Overall. Aus seiner Sicht das perfekte Festival-Qutfit. Quelle: Heike Hiltrop

Und wer nicht in dunklem Shirt und Shorts unterwegs sein will, schlüpft in schrille Overalls oder rot-weiß gestreifte Bademäntel. Ja, man muss ein bisschen durchgeknallt sein, für so eine Veranstaltung, bestätigt „Maddin“ (33) aus Schwerin und posiert im Leoparden-Print-Einteiler, 100 Prozent Synthetik. „Das Outfit ist Standard“, unterstreicht der Böse-Onkelz-Fan und lobt überschwänglich das lange Festivalwochenende: „Nächstes Jahr wieder Werner-Rennen, ist doch klar.“

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Von Heike Hiltrop

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