Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Sieg für Brösel, jetzt wird aufgeräumt.
Lokales Segeberg Sieg für Brösel, jetzt wird aufgeräumt.
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:08 03.09.2018
Werner-Rennen – der Sonntag Quelle: Heike Hiltrop
Hasenmoor

 Zehn Sekunden dauerte der Höhepunkt des Werner-Rennens auf den Flugplatz Hartenholm. Dann war das Duell zwischen Comic-Zeichner Rötger Feldmann und seinem Kumpel Holgi, Holger Henze, Geschichte. Der Red-Porsche-Killer hat den roten Porsche im Wernersprech „versägt“. Er ist also als erster durchs Ziel gegangen. Nicht um Längen schneller, aber immerhin um drei Zehntelsekunden. Und das unter dem Gejohle der vielen Tausend, von denen der Veranstalter selbst sagt, es seien über alle Tage 50 000 Leute gewesen, die auch den gemeinsamen Gang der beiden auf den Schmähturm bei schwarzem Konfettiregen bejubelten.  

Werner-Rennen der Sonntag Quelle: Heike Hiltrop

 

Das Festival in Zahlen

Das Werner-Rennen in Zahlen: 10,08 Sekunden brauchte Werner-Erfinder Rötger Feldmann mit seinem 160 PS starken Horex-Spezialbau bis ins Ziel. Drei Zehntelsekunden später rollte Holger „Holgi“ Henze in seinem Porsche 911 (400 PS) über die Linie. 440 Feuerwehrleute waren insgesamt während der Veranstaltung auf dem Festivalgelände im Einsatz. Unter Leitung des DRK Kaltenkirchen versahen 55 Haupt- und 285 Ehrenamtler aus verschiedenen Organisationen den Sanitätsdienst. Knapp 300 Polizisten gingen oder fuhren Streife. Mit allen Künstlern, Motorsportteams, den Einsatzkräften und Helfern waren rund 50000 Leute auf dem Flugplatz Hartenholm. Es kamen geschätzt knapp 40 000 zahlende Besucher.

Nicht jede Musikgruppe fand Zuspruch beim Publikum und nicht jeder der zahlenden Besucher hat den Zweikampf zwischen Brösel auf seinem 160 PS Eigenbau und Wirt Holger Henze im „Spielmobil“ aus den 1968ern so hautnah miterleben können, wie er sich das gewünscht hat. Dennoch: Das Werner-Rennen als Motorsport- und Musikfestival kam an. Doro Pesch und BAP gehörten zu den Bühnen-Zugpferden, auf den Rennpisten waren Stockcars, Aufsitzrasenmäher und Traktoren die Stars. Promis wie Regisseur Detlev Buck, Kult-Auswanderer Konny Reimann, Container Harry und andere schmückten die Veranstaltung.

Werner-Rennen der Sonntag Quelle: SGB

Streckenposten trifft Wolf

Am Rand der Veranstaltung gab es Spannendes: Der Wolf etwa, der Streckenposten Dirk Hildebrand morgens um kurz nach sechs Uhr am Camp „Breite Masse“ überraschte: „Hinter mir über die Lichtung ist er gelaufen.“ Jäger Detlef Steffen bestätigte die Sichtung. Gute Geschäfte konnte Martina Kaven vom Höker in Hartenholm verzeichnen, die für Frühstück und Dosenbier von den Durchfahrenden gut frequentiert wurde. „Wir waren sozusagen dabei, ohne auf dem Gelände gewesen zu sein.“

Werner-Rennen der Sonntag Quelle: SGB

Bei anderen liefen es nicht so gut: „Hätte besser sein können, aber hier war nur zur Anreise was los“, fasst Peter Reimers zusammen.

Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt und Deutsches-Rotes-Kreuz bescheinigten der Veranstaltung eine ruhige, friedliche Atmosphäre. 29 Trunkenheitsfahrten wurden aufgenommen. „Am häufigsten wurden wir von Besuchern gefragt, ob die mal pusten dürfen, aber für Atemalkoholtests gibt es hier extra eine Stelle“, sagte Yannick Döring während eines Streifengangs mit Kollegin Nadine Kopp. Sein Schrittzähler brachte es allein am Sonnabend auf 8,5 Kilometer. Auch die Feuerwehr hatte den einzigen ernsthaften Vorfall, einen nächtlichen Anhängerbrand, geübt routiniert und schnell im Griff.

Gerüchte halten sich hartnäckig, dass etwas Ähnliches, nur in abgespeckter Form, in den kommenden Jahren, womöglich mehrmals erneut auf dem Flugplatz Hartenholm, stattfinden könnte.

Dementiert wurde das nicht: Veranstalter Holger Hübner werde erst einmal alles ordentlich abbauen und dann in die Analyse gehen, heißt es in einer Pressemitteilung. Hübner: „Ob es weitergeht, das entscheiden die Protagonisten selbst. Das ist ihr Baby und ihre Geschichte, wir können sie nur unterstützen. Und 2018 haben wir alles gegeben.“ Man werde an den nächsten Tagen erfahren, wie Rötger und Holgi sich entscheiden.

Werner-Rennen der Sonntag Quelle: Heike Hiltrop

Jan Breitscheidt aus Nordrhein-Westfalen könnte sich eine Revanche der Revanche eher schlecht vorstellen: „Das ist ein so einmaliges Ding, ne“. Für die Schrauberclique „Kolben-Kipper“ aus Lensahn (Ostholstein) dagegen wäre es sicher eine dolle Sache. Maik Miehlke aus Dierhagen wäre garantiert dabei, wenn die Sicht auf das Rennen besser wäre: „Ich bin totaler Wernerfan, liebe die Comics. Sogar mein Sohn heißt Werner.“

Werner-Rennen: Was für ein Sonntag

Heike Hiltrop

Segeberg „Neues“ Stadtfest Bad Segeberg - Viel Lob für die gute Stube

Zum ersten Mal hatte sich Ingo Micheel mit seinem Team an die Organisation des Bad Segeberger Stadtfestes gewagt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

03.09.2018
Segeberg Interessanter Nestbau - Hornissen bauen um Nistkasten

In einem Garten in Fahrenkrug haben es sich Hornissen in einem Vogelhaus bequem gemacht. Inzwischen haben sie den Baumstamm erreicht.

03.09.2018

Am Sonntagnachmittag fand auf dem Flugplatz Hartenholm das Rennen zwischen Comiczeichner Rötger Feldmann (Brösel) und seinem Kumpel Holger Henze (Holgi) statt. Diesmal konnte sich Brösel auf dem "Red Porsche Killer" durchsetzen. Hier gibt es unseren Liveblog zum Nachlesen.

02.09.2018