Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Bad Segebergs dunkle Gasse zwischen Parkplatz und Bahnhof
Lokales Segeberg Bad Segebergs dunkle Gasse zwischen Parkplatz und Bahnhof
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 23.10.2019
Gerade für Frauen ist das hier ein „Angst-Korridor“: Die Dunkelzone von der Park & Ride-Anlage zum Bahnhof. Quelle: Wolfgang Glombik
Bad Segeberg

Orte, die schwer einsehbar oder schlecht beleuchtet sind, können Kriminalität begünstigen und das Sicherheitsgefühl beeinträchtigen. Das sagt heute jeder Experte für Kriminalprävention. Die Stadt Bad Segeberg mutet ihren Bürgern und Gästen seit Jahren so einen unbeleuchteten „Angstraum“, einen Dunkelkorridor, zu. Ausgerechnet dort, wo die Bürger möglichst unbeschwert den Weg nutzen sollten, zwischen der Park & Ride-Anlage mit 131 Stellplätzen und den Bahnsteigen am Bad Segeberger Bahnhof. In dieser relativ abgeschiedenen „Gasse“ ist es nach Einbruch der Dunkelheit auf einem Abschnitt von 40 bis 50 Metern vor allem für Frauen unzumutbar.

Grusel-Weg zum Parkplatz ohne Laternen

Man muss sich dazu geradezu ein Herz fassen. Wer Richtung Parkplatz geht, sieht in mondhellen Nächten linker Hand einen undurchlässigen Zaun, rechts die hohe, fensterlose Wand von einer Kfz-Werkstatt. Es gibt keine Laterne, keine Leuchte. „Warum bringt man nicht wenigstens eine Lampe mit Bewegungsmelder an?“, meint eine Frau mit Koffer. Eine andere spricht von einem „Grusel-Weg“, den sie gar nicht erst benutze. Dabei mutet das Ganze schon fast an wie ein Schildbürgerstreich an. Denn schon Ende 2014 wurde die hell erleuchtete Park & Ride-Anlage zur kostenlosen Benutzung in Betrieb genommen. Auch der Bahnhof ist gut ausgeleuchtet – warum der Weg dazwischen bislang finster bleiben musste, ist ein Rätsel.

Lampen könnten hier den Lokführer blenden. Die Stadt verhandelt mit der Bahn, um das Problem zu lösen. Quelle: Glombik

Auch die Nachfrage bei der Stadt bringt hier wenig Erhellendes. Bad Segebergs Bauamtsleiterin Antje Langethal gibt auf LN-Anfrage zu, dass es wirklich besser wäre, den Weg auszuleuchten. Doch bisher sei das aus „verschiedenen Gründen nicht geglückt“. Sie verwies auf einen gut beleuchteten Umweg zum Parkplatz über den Bürgersteig an der Bundesstraße. Das sei eine Alternative und sei von der Entfernung her auch noch zumutbar. Doch wahrscheinlich werden diese Meinung nicht alle teilen, die hier schwer bepackt mit Koffern unterwegs sind und den direkten Weg zum Auto bevorzugen.

Die Stadt hat das Problem auf dem Zettel

Für Abhilfe werde gesorgt, sagt Langethal. Das Thema habe ein Kollege im Bauamt „auf dem Zettel“. Langethal deutete Probleme mit der Bahn an. Laternen dürften an der Stelle auf gar keinem Fall Richtung Bahngleis leuchten und dort den Lokführer der Nordbahn blenden. Es gebe noch Fragen, die geklärt werden müssten.

Die Park & Ride-Anlage vorne ist gut beleuchtet, auch der Bahnhof im Hintergrund. Dazwischen fehlen Lampen. Quelle: Glombik

Bad Segebergs litt schon einmal unter „Unterbelichtung“. So konnte erst Anfang 2019 nach über einem Jahr ein innerstädtisches „Laternen-Problem“gelöst werden. Den Winter über war es an der Kirchstraße Höhe der Gaststätten „Einstein“ und „Ludwigs“ sowie am Hallenbad zappenduster. Insgesamt elf Straßenlaternen waren defekt. Die Stadt fand nur mit Mühe und nach bundesweiter medialer Aufmerksamkeit Handwerker, die ihre uralte Anlage reparierten.

Von Wolfgang Glombik

Spielgeräte, die bisher über die Innenstadt verteilt waren, werden an der Hamburger Straße zusammengefasst. Die Spielinsel wird noch Ende Oktober eröffnet.

23.10.2019

Im Streit um die Verkehrsbelastung rund um den Bad Segeberger Kalkberg haben Anwohner jetzt eine öffentliche Unterschriftenaktion initiiert. Der Landtag soll sich mit dem Thema befassen. Die Zahl der benötigten Unterschriften für eine Anhörung ist nicht unerheblich.

22.10.2019

Der Non-Food-Discounter „Action“ eröffnet am 1. November in Bad Segeberg und bietet noch Jobs. Die Wirtschaftsvereinigung „WfS“ freut sich über einen Leerstand weniger, möchte aber auch mehr „Qualität“ in der Innenstadt.

22.10.2019