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Segeberg Winnetou, Old Shatterhand und Co.: Fantreffen der Karl-May-Spezialisten
Lokales Segeberg Winnetou, Old Shatterhand und Co.: Fantreffen der Karl-May-Spezialisten
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06:00 23.07.2019
Pierre Brice (l) als Apachen-Häuptling Winnetou und Lex Barker als sein Blutsbruder Old Shatterhand in einer Szene des Karl-May-Films „Im Tal des Todes“. Quelle: dpa
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Bad Segeberg

Braune Fransenlederjacke, smarter Blick und durchtrainierter Körper: Lex Barker gab als Old Shatterhand eine gute Figur ab, was nicht nur bei den Fans der Karl-May-Romane ankam. Noch heute wird Winnetous Blutsbruder, der große Vermittler zwischen Siedlern und Indianern, sofort mit Barker in Verbindung gebracht. Und das, obwohl es nach ihm seit 1964 noch einige andere in der Rolle gab – vor allem am Kalkberg.

Eine Büste für Old-Shatterhand

Beim Karl-May-Fest, das am Freitag, 26. Juli, mit einem Empfang im Vitalia Seehotel startet, kommen Fans von überall nach Bad Segeberg, um ihre Idole zu feiern. Sogar eine Winnetou-Filmpremiere ist dabei geplant. Titel des Streifens, den Drew Hayden Taylor, First-Nations-Ojibway-Indianer aus Kanada, gedreht hat: „Winnetou, der deutsche Indianer“. Der 1973 gestorbene Schauspieler Lex Barker wird außerdem mit einer Büste gewürdigt. Der Künstler Erwin Pfister (75) hat sie geschaffen. Die Enthüllung ist tags darauf, für Sonnabend, 27. Juli, 10 Uhr angesetzt. Schon als junger Mann, 1967, hatte Pfister im Auftrag des US-Filmverleihers „Columbia“ eine Winnetou-Plastik modelliert, die die Gesichtszüge von Pierre Brice trägt. Ihr soll nun eine gleichartige von Old Shatterhand mit dem Konterfei Lex Barkers an die Seite gestellt werden.

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Filmgeschichte und Musik zum Werk von Karl-May

Aber auch an den Karl-May-Film-Produzenten und langjährigen Infafilm-Chef Manfred Korytowski („Winnetou“, „Meister Eder und sein Pumuckl“, „Die Wannseekonferenz“) soll erinnert werden. Nicht zu vergessen ist der Komponist Martin Böttcher, aus dessen Feder die legendäre Filmmusik stammt. Auch um ihn soll sich während der Veranstaltung, die das Karl-May-Archiv aus Göttingen organisiert hat, vieles drehen.

Einer Karl-May-Auktion und eine Sammlerbörse sind für Sonnabend geplant. Ab 16 Uhr heißt es schließlich „Nur nicht aus Liebe weinen“ mit Dunja Rajter. Die Künstlerin war 2003 als „Mutter Thick“ in „Old Surehand“ und als 2012 als Marie Laveau in „Winnetou II“ am Kalkberg bei den Karl-May-Spielen dabei. Sie sei aber nicht der einzige Gast aus der „Karl-May-Szene“, das versprechen die Macher des Festes.

Bad Segeberg als Mekka für Karl-May-Fans

Neben dem Karl-May-Fest für die ganz eingefleischten Fans, zu dem aber auch Besucher willkommen sind, die nur mal vorbeischauen möchten, steht auch das Antiquariat „Berghalle“ (Oldesloer Straße 71) am letzten Juli- und ersten Augustwochenende ganz im Zeichen Karl Mays. Eine große Sammlerbörse und eine Informations- und Angebotsveranstaltung zu allen Themenbereichen rund um Indianer, Karl May, die Karl-May-Spiele und Karl-May-Filme ist geplant. Literatur, Bilder, Poster, Programmhefte, sogar für Briefmarkensammler gibt es Vieles um den Romanautoren und seine Helden.

Cowboy- und Indianer-Kult

Geöffnet ist die Sammlerbörse jeweils sonnabends und sonntags zwischen 10 Uhr und 20 Uhr und nach Ende der Abendvorstellung im Freilichttheater – ab 22.15 Uhr. Auch zwei Vortrags-Abende stehen dabei auf dem Programm. So widmet sich am Sonntag, 28. Juli, der Heimatforscher Hans-Werner Baurycza den Segeberger Karl-May-Spielen im Film. Dafür hat er alte Werbefilme, Wochenschau-Beiträgen und andere Bilddokumente dabei. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt beträgt 5 Euro.

Am Sonntag, 4. August, ebenfalls von 19 Uhr an, gibt Ekkehard Bartsch eine Einführung zum Thema „Karl May als bibliophiles Sammelgebiet“. Er zeigt, was insbesondere beim Sammeln alter Originalausgaben zu beachten ist, und kennt so manche Anekdote.

Heike Hiltrop

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