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Segeberg Personeller Neustart bei der Wirtschaftsförderung
Lokales Segeberg Personeller Neustart bei der Wirtschaftsförderung
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16:02 13.03.2019
Das neue Führungsteam der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg: Geschäftsführer Lars Wrage und seine Stellvertreterin Astrid Herms. Quelle: Glombik
Bad Segeberg

Häufiger personeller Wechsel ist Gift für die Arbeit von Wirtschaftsförderung. Hier kommt es auf Kontakte zur Wirtschaft an, auf bekannte Gesichter. Aber genau die wechselten in den vergangenen Jahren allzu häufig bei der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS). Chefin Maike Moser verließ die WKS nach nur zwei Jahren im Sommer vorzeitig. Ihr Stellvertreter Markus Trettin ging schon vorher.

Seit Sommer hat die Gesellschaft des Kreises personell erhebliche Probleme gehabt, ihrem Auftrag nachzukommen. Jetzt wird neu gestartet. Seit dem 1. Februar steht Lars Wrage als Geschäftsführer an der Spitze. Vorgestern tagte der neue Aufsichtsrat, es kann also in die Hände gespuckt werden.

Zudem hat die Kreispolitik der WKS einen neuen Aufgabenkatalog mit auf den Weg gegeben. „Die Themen wurden etwas schärfer gefasst,“ begrüßt das Wrage. Früher sei das etwas vage gewesen, Geschäftsführern fiel es offenbar schwer, hier richtige Akzente zu setzen, betont Wrage rückblickend.

Neuer Aufgabenkatalog

Nun ist klar vorgegeben: Die WKS befasst sich mit der Unterstützung kommunaler Entwicklung, Standortsicherung, Erweiterung und Ansiedlung sowie Stärkung der touristischen Entwicklung. Neu hinzugekommen ist die Entwicklung des Themas Gesundheit.

Wiedergewählt: Aufsichtsratschef Hanno Krause

Nicht nur die Geschäftsführung der kreiseigenen Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft formierte sich neu, auch der neubesetzte Aufsichtsrat traf sich vor wenigen Tagen. Wiedergewählt wurde Hanno Krause, Bürgermeister der Stadt Kaltenkirchen, als Aufsichtsratsvorsitzender. Sein Stellvertreter ist Segebergs Landrat Jan Peter Schröder. Der Landrat vertritt auch den Kreis Segeberg als Alleingesellschafter der WKS.

Zum Aufsichtsrat gehören Dieter Schönfeld, Bürgermeister der Stadt Bad Segeberg , Julian Flak, (AFD-Kreistagsabgeordneter), Angelika Hahn-Fricke (CDU), wie alle Kreis-Politiker aus dem Aufsichtsrat Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Regionalentwicklung und Infrastruktur Das gilt auch für Rosemarie Jahn (FDP), und Regina Spörel (Grüne). Mitgeteilt wurde seitens der WKS auch, dass ab dem 1. März René Knakowski, bislang Wirtschaftsförderer in Neuss, das Team der WKS verstärken wird. Er soll für Gewerbeflächen und Immobilienservice zuständig sein.

Lars Wrage war früher bei der Wirtschafts- und Regionalentwicklung in der Geschäftsstelle der K.E.R.N.-Region in Rendsburg tätig, wechselte später zur Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen in Erfurt. Nun ist der Diplom-Verwaltungswissenschaftler – er stammt aus Bimöhlen – in seinen Heimatkreis zurückgekehrt. Er kündigt im LN-Gespräch an, dass sich die WKS jetzt auch um die neue Regionalplanung kümmern werde. Der vorliegende Entwurf der Landesentwicklungsplanung sei „ein wichtiges Instrumentarium, das wir zusammen mit der Kreisplanung und den betroffenen Kommunen begleiten müssen“, erklärt Wrage. Es dürfe nicht passieren, dass „unsere wirtschaftliche Entwicklung hier behindert wird“.

Kontakte wieder aufleben lassen

Als ersten Schritt plant Wrage, eingeschlafene Kontakte mit Unternehmen, Verbänden wieder aufleben zu lassen und den intensiven Kontakt zu Ämtern und Städten wieder aufzunehmen. „Wir wollen wieder kompetenter Ansprechpartner für Kommunen und Unternehmen sein“, betont auch Astrid Herms. Die WKS müsse wieder Bindeglied zwischen der Nordgate-Wirtschaftsvereinigung mit Bad Bramstedt, Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg und Norderstedt und dem Ostkreis sein.

Wrage: „Wir haben den ganzen Kreis im Blick, das erwartet auch die Kreispolitik von uns.“ Die Achse an der A 7 entwickele sich wie von selbst, andernorts müsse man unterstützend tätig sein. Hier sei es wichtig, den Tourismus zu fördern. Astrid Herms nennt ein Beispiel: „Wenn Gäste aus dem Ausland kommen, gehen sie davon aus, dass sie mit Kreditkarte alles bezahlen können, auch die Brötchen beim Bäcker und das Eis beim Eisverkäufer.“

Auch beim schlecht gestarteten Kreis-Mitfahrnetz will man helfen. Herms: „Ich weiß nicht, wo Hürden sind, dass Leute nicht anrufen, um gefahren zu werden.“ Wenn es gute Ideen gäbe, das Projekt besser zu fördern, „unterstützen wir hier gerne“ , kündigt Wrage an.

Wolfgang Glombik

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