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Segeberg Wißkirchen hält Vortrag über Museen im Bad Segeberger Rathaus
Lokales Segeberg Wißkirchen hält Vortrag über Museen im Bad Segeberger Rathaus
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14:00 31.10.2019
Prof. Dr. Hans Wißkirchen, der Leitende Direktor der Lübecker Museen, spricht im Bad Segeberger Rathaus über „Reichtum durch Kultur – Museum als kulturelle und wirtschaftliche Bereicherung“. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Bad Segeberg

Der Förderverein für ein Kreis- und Stadtmuseum in Bad Segeberg bekommt prominente Unterstützung. Prof. Dr. Hans Wißkirchen, der Leitende Direktor der Lübecker Museen kommt auf Einladung des Vereins nach Bad Segeberg. Am Dienstag, 5. November, wird er um 19 Uhr im Bürgersaal des Rathauses den Vortrag „Reichtum durch Kultur – Museum als kulturelle und wirtschaftliche Bereicherung“ halten.

Verein will ein Kreismuseum

Der Bad Segeberger Verein setzt sich dafür ein, ein kulturhistorisches Kreis- und Stadtmuseum im historischen Höhlenkrughaus zu errichten. Kritik, dass ein solches Vorhaben zu teuer und nicht profitabel sei, weist der Verein vehement zurück. „Ein kulturhistorisches Museum als außerschulischer Bildungsort ist kein Profitcenter, das kostendeckend oder gar mit Gewinn arbeiten müsste. Solche Einrichtungen sind im Rahmen der kommunalen Daseinsvorsorge ebenso vorzuhalten und zu betreiben wie Schulen oder Kindergärten“, sagt Prof. Asmus Hintz, Vorsitzender des Fördervereins und verweist zudem auf Milliarden nicht abgerufener Fördermittel des Bundes. Das Geld sei in kein Problem, man müsse sich nur bemühen, es bei den entsprechenden Stellen zu beantragen.

Schicksal der jüdischen Gemeinde soll dargestellt werden

Für den Verein gibt es keine Alternative zu einem Museum. Man brauche ein Kreis- und Stadtmuseum, weil die Kreisstadt ein Schulstandort für Tausende Schüler sei. Da sei die kulturelle Kinder- und Jugendbildung eine Pflicht. Doch was soll das Museum überhaupt zeigen? „Neben klassischen museumspädagogischen Angeboten sowie Sonder- und Wechselausstellungen wollen wir uns besonders dafür einsetzen, dass das Schicksal der jüdischen Gemeinde und der Synagoge umfassend dargestellt und im Bewusstsein wachgehalten wird“, sagt Hintz. Das sei vor dem Hintergrund des „Aufflackerns neonationalsozialistischer Umtriebe dieser Tage in Kreis und Stadt“ besonders wichtig.

Von swe

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