Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Wo Bad Segeberg für Kleinkinder besser werden kann
Lokales Segeberg Wo Bad Segeberg für Kleinkinder besser werden kann
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:16 14.05.2019
Was Familien gefällt und was sie sich wünschen: Helena Nickel, Doris Hinz, Kirsten Tödt, Dieter Schönfeld und Ulrike Haeusler (v.l.). Quelle: Irene Burow
Bad Segeberg

Hier könnte die Innenstadt von Bad Segeberg noch familienfreundlicher werden: Gäbe es mehr Wickeltische in Cafés und Restaurants, kostenlose Eltern-Kind-Parkplätze, und überhaupt – mehr öffentliche Toiletten, weniger Barrieren in der Gastronomie, breitere Fußwege und Rampen.

Rund 90 Familien wurden befragt

So sehen es die Eltern von Kleinkindern. Knapp 90 Familien sind im Familienzentrum „Spurensucher“, im Zentrum in der Südstadt und in der evangelischen Familienbildungsstätte befragt worden. Anlass der Umfrage ist Tag der Familie am 15. Mai.

„Eltern sind pragmatisch und realistisch. Sie wünschen sich nicht das Blaue von Himmel“, sagt Ulrike Haeusler, Referentin für Familienbildung im Ev. Bildungswerk. Sie freut sich darüber, dass sich Positives und Verbesserungsvorschläge in etwa die Waage halten.

Top: Erholung und Kursangebote

Gute Bewertungen bekommt Bad Segeberg etwa für die Bademöglichkeiten, das Erholungsgebiet Ihlsee und Wanderwege in der Stadt. „Geschätzt wird auch das Kindervogelschießen, der Wochenmarkt, der Stadtbus sowie Angebote der Frühen Hilfen, Kurse für Eltern und Schwangere“, sagt Doris Hinz, Koordinatorin im Familienzentrum Südstadt.

Dabei fällt auf, dass bei den Wünschen viele Begriffe erneut auftauchen. Feine Erweiterungen würden den Eltern das Leben erleichtern: Etwa längere Öffnungszeiten der Schwimmhalle am Sonnabend, Spielmöglichkeiten auch für Kleinkinder auf den Spielplätzen, mehr Turnangebote für Kinder oder ein Still- und Elterncafé, das jeden Werktag geöffnet hat.

Flop: Mangel an Hebammen und günstiger Wohnraum

Zu grundsätzlichen Problemen zählen sie den Mangel an Hebammen und an bezahlbarem Wohnraum, dafür gibt es für sie noch zu viel Schmutz durch Hundehaufen im Stadtgebiet und den Wunsch nach beitragsfreien Kitaplätzen, erklärt Helena Nickel, Koordinatorin im Familienzentrum „Spurensucher“.

„Das sind viele Dinge, für die wir uns auch Verbesserungen wünschen“, sagt Bürgermeister Dieter Schönfeld. Ein Beispiel sei die bessere Bus-Anbindung für die Südstadt. Auch bei Fußwegen sei er der gleichen Meinung, obgleich die Südstadt in dem Punkt Vorreiter sei. „Wir leisten uns, was geht“, so Schönfeld, der dankbar für die gesammelten Anregungen ist.

Kinderstadtplan neu auflegen

Er betont aber auch, dass nicht für alles die Stadt verantwortlich sei. „Einem Kaufmann oder Gastwirt können wir nichts vorschreiben.“

Und sicher sei die Stadt auch für bezahlbaren Wohnraum, damit auch Familien ihre Mieten bezahlen können, „die nicht geerbt oder im Lotto gewonnen haben“, so der Bürgermeister. Man müsse sich dafür von Einzelbebauung abwenden. „An der Stadt wird es nicht liegen, dass kein Geschosswohnungsbau entsteht“, sagt er – auch im Bezug auf die Querelen im Nelkenweg.

Erste Ideen für Familien sind nun, das Projekt „Nette Toilette“ wieder mehr zu bewerben. Dabei bieten Gastronomen diese zur öffentlichen Nutzung an. In der Stadt gibt gut ein Dutzend. Auch der Stadtplan für Kinder könnte mal wieder neu aufgelegt werden.

Kirsten Tödt wird die Listen der Familien-Umfrage als Hausaufgabe mit in den Sozialausschuss nehmen. Dann wird sich zeigen, was davon umgesetzt werden kann.

Irene Burow

85 Jahre wird die Travenhorster Feuerwehr alt. Ihren Geburtstag feiert sie zusammen mit dem Bereichsfest und den Einwohnern der Bereichsgemeinden am 17. und 18. Mai.

14.05.2019

Aus noch ungeklärter Ursache ist ein 81-Jähriger bei Klein Rönnau mit seinem VW-Golf von der Fahrbahn auf der B 432 abgekommen. Das Fahrzeug überschlug sich. Der Fahrer wurde schwer verletzt.

14.05.2019

Bei einem Brand in einem Wohnhaus in der Wahlstedter Skandinavienstraße ist am frühen Dienstagmorgen eine Familie mit zwei Kindern durch den starken Rauch verletzt worden. Die Flammen brachen im Kinderzimmer aus. Schlimmeres wurde verhindert, weil der Vater (47) rechtzeitig wach wurde.

14.05.2019