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Segeberg Großfeuer zertört erneut ein Wohnhaus
Lokales Segeberg Großfeuer zertört erneut ein Wohnhaus
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13:07 19.03.2018
Quelle: Florian Büh
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Westerrade

Gegen Mitternacht wurde das Feuer, zunächst im Dachstuhl, entdeckt. Retten konnte niemand mehr etwas. Durch die geschlossene Bedachung gelangten die Feuerwehrleute nicht direkt an die Brandherde. Über mehrere Strahlrohre versuchten sie von außen etwas zu erreichen. Auch über Steckleitern wurde durch Fenster im Obergeschoss gelöscht.

Doch erst als die nachalarmierte Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Segeberg an der Einsatzstelle ankam und mit einer speziellen Motorkettensäge das Dach geöffnet werden konnte, wurden Zugänge zu den Flammen möglich. Gleichzeitig jedoch bekam das Feuer, durch den nun ungehindert einfließenden Sauerstoff in großen Mengen, Nahrung und breitete sich blitzartig aus.

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Die Flammen gelangten vom Dachgeschoss nach unten in das Erdgeschoss. Daraufhin brachen auch hier die Feuerwehrleute die Fenster auf, löschten auch hierüber in das Gebäude. "Es sind noch viele persönliche Sachen im Haus gewesen", erklärte der Sohn des kürzlich verstorbenen Mannes, der seinen Namen nicht nennen möchte.  

"Wir waren mit acht Wehren im Einsatz und mehr als 150 Einsatzkräften hier vor Ort", so Einsatzleiter Ilja Dutko, stellvertretender Gemeindewehrführer aus Westerrade

Ein weiteres Problem: Überall dort, wo sich Löschwasser auf dem Boden verteilt hatte, entstanden binnen weniger Sekunden spiegelglatte Fahrbahnen. Die Feuerwehr streute zwar großflächig die Bereiche ab, dennoch blieb es glatt.

Geschockt standen Anwohner und Nachbarn - teilweise in Decken gehüllt oder in einer Jugendfeuerwehrjacke - auf der Straße. "Wir werden noch einige Stunden im Einsatz sein", so Einsatzleiter Dutko. Es sei aber nicht gelungen, das ältere Haus zu retten. Schadenshöhe und Brandursache waren zunächst unklar.

Das ist bereits das zweite Großfeuer in Folge im Kreis: Schon in der Nacht davor hatte ein Feuer in Bark ein bewohntes Einfamilienhaus zerstört.

Florian Büh