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Stormarn Fahrerflucht: 15-Jährige kommt nur knapp mit dem Leben davon
Lokales Stormarn Fahrerflucht: 15-Jährige kommt nur knapp mit dem Leben davon
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21:57 10.12.2019
Die Polizei sucht nach Fahrerflucht Zeugen. Milena (15) erlitt Verletzungen und einen Schock. Quelle: dpa/ST/Montage: RND
Hoisdorf

Am Abend des Donnerstag, 5. Dezember, ist eine 15-Jährige Radfahrerin gegen 21.35 Uhr in Hoisdorf Opfer eines Unfalls mit Fahrerflucht geworden. Das Mädchen namens Milena kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus, die Polizei sucht nun Zeugen. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Großhansdorf unter der Telefonnummer 04102/45650 zu melden.

Mädchen lag hilflos im Graben

Gefunden wurde Milena von ihrem Stiefvater André Horl. „Milena war abends bei der Theatergruppe „Junges Theater Hoisdorf“, in der sie mitspielt, und ist anschließend nach Hause geradelt“, erzählt André Horl. Als es immer später wurde, machten die Eltern sich Sorgen, zumal das Handy ihrer Tochter nicht mehr zu orten war. Schließlich setzte Horl sich ins Auto und fuhr die Strecke zwischen Siek und Hoisdorf ab.

Milena (15) erlitt Verletzungen und einen Schock. Quelle: ST

„Fast wäre ich an ihr vorbeigefahren“, erzählt Horl. „Ich habe nur aus den Augenwinkeln etwas im Scheinwerferlicht blitzen sehen, wahrscheinlich einen Reflektor.“ Er fand Milena im Graben liegend, auf ihr das Fahrrad. Wegen ihrer dunklen Kleidung und weil sie in einer Senke lag, war sie von der Straße aus kaum zu sehen. Horl rief den Notarzt und war so aufgeregt, dass er den Namen der Straße vergessen hatte und im Navigationsgerät nachsehen musste. Zwei Fahrer, die gerade vorbei fuhren, hielten an und leisteten erste Hilfe, bis der Rettungswagen kam. Nach rund 30 Minuten in der Kälte war das Mädchen stark unterkühlt.

Unfallopfer ist stark traumatisiert

„Milena ist jetzt wieder zuhause, aber so stark traumatisiert, dass sie nicht an der Stelle vorbei fahren kann“, berichtet Horl. Durch den Schock könne sie sich an den Unfallhergang kaum erinnern. „Sie weiß nur noch, dass sie die Straße entlang gefahren ist, und dann hat es einen Schlag gegeben, der sie in den Graben geschleudert hat.“ Der Unfallverursacher fuhr weg, ohne anzuhalten. „Wenn ich sie nicht gefunden hätte, wäre sie laut Aussage der Ärzte gestorben, sie war so schon stark unterkühlt.“

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei habe das Fahrrad sicher gestellt, um es zu untersuchen. André Horl hat kurz nach dem Unfall einen Facebook-Aufruf gestartet, weil er sich auch bei der zweiten Ersthelferin bedanken wollte, die schon weggefahren war. „Inzwischen hat sie sich gemeldet.“ Er hofft außerdem, dass vielleicht jemand Hinweise auf den Unfallfahrer geben kann. „Milena ist drei Meter weit geflogen, aber sie hat zum Glück keine irreparablen Verletzungen.“ Jedoch sitze der Schock tief.

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Von Bettina Albrod

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