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Stormarn 17-Jähriger bei Verfolgungsjagd schwer verletzt
Lokales Stormarn 17-Jähriger bei Verfolgungsjagd schwer verletzt
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21:53 16.02.2015
Der silberne Rover rammte den blauen Kleinwagen. Beide haben wohl nur noch Schrottwert. Quelle: jeb
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Ahrensburg

Ein 17 Jahre alter Reinfelder, der keinen Führerschein besitzt, lieferte sich am Wochenende eine Verfolgungsjagd mit der Polizei in Ahrensburg. Der Jugendliche erlitt bei einem von ihm verursachten Verkehrsunfall schwere Verletzungen.

Weil der 17-Jährige in der Nacht zum Sonntag gegen 2.20 Uhr vor den Augen der Polizei den Außenspiegel eines VW Golf abgefahren hatte und weitergefahren war, ohne sich um den Schaden zu kümmern, begann eine Verfolgung mit weitreichenden Folgen. Der zunächst unbekannte Fahrer eines silbernen Rover mit Ostholsteiner Kennzeichen bemerkte die Polizei hinter sich mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn. Er missachtete die Anhaltesignale der Polizisten und bog in die Richard-Dehmel-Straße ab. Weil die aber eine Sackgasse ist, drehte der Fahrer und setzte seine Flucht fort.

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Er fuhr über den Fuß- und Radweg in der Straße Mittelweg, bog dann wieder in den Wulfsdorfer Weg ab und krachte dabei erneut gegen den vorher schon beschädigten VW Golf. Doch auch jetzt hielt der Fahrer nicht an, setzte seine rasante Fahrt durch das Ahrensburger Wohngebiet unvermindert fort. Nur wenig später aber verlor der Fahrer die Kontrolle über den Rover, schob einen kleinen Anhänger von der Straße, bei dem dann auch ein Rad abgerissen wurde, und prallte frontal gegen einen an der Straße abgestellten hellblauen Seat Ibiza. Der Seat wurde durch die Wucht des Aufpralls etwa 15 Meter nach hinten geschoben.

Bei dem Zusammenprall wurden fünf weitere Autos zum Teil erheblich beschädigt. Der Unfallfahrer selbst überschlug sich zweimal mit seinem Rover und blieb schließlich hinter dem völlig zerstörten Seat stehen. Eine Rettungswagenbesatzung und ein Notarzt kümmerten sich um den verletzten Fahrer, der von der Ahrensburger Feuerwehr aus dem Auto befreit werden musste. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Da die Polizisten Hinweise auf Drogenkonsum feststellten und auch Alkoholgenuss nicht auszuschließen war, wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet.

„Der Jugendliche hatte das Auto mit dem Originalschlüssel gefahren“, erklärte Polizeisprecher Holger Meier. Halter des Autos sei ein Bekannter. Weitere Ermittlungen liefen noch. Einen Diebstahl aber schließe man derzeit aus, so Meier. Bei dem Unfall entstand nach Polizeiangaben ein Sachschaden von etwa 24 000 Euro. jeb

Flüchtender Opel-Fahrer rammt Polizeiauto
Etwa 24 Stunden vor dem Unfall in Ahrensburg (siehe Artikel links) war es am Sonnabend in Glinde ebenfalls zu einer Verfolgungsjagd mit der Polizei gekommen. Dabei konnte der Fahrer eines Opel Omega entkommen, nachdem er zuvor noch einen Streifenwagen der Polizei gerammt hatte.
Gegen 1.50 Uhr wollten Beamte im Oher Weg den Opel kontrollieren, dessen Fahrer zunächst auch auf die Anhaltezeichen reagierte, dann jedoch Vollgas gab und davonraste. Die Beamten nahmen sofort die Verfolgung auf und stellten bei der Überprüfung des Kennzeichen fest, dass das Schild nicht für den Opel Omega ausgegeben, sondern in Hamburg entwendet worden war.
Die Verfolgung führte in der Verlängerung des Oher Weges bis nach Ohe und dort durch diverse Feld-und Waldwege. Auf einem Feldweg im Bereich des Schönauer Weg (K 26) wurden durch weitere Streifenwagen zwei Straßensperren eingerichtet. Der Fahrer des Opel durchbrach jedoch rücksichtslos beide Sperren, in dem er auf den Knick auswich und beide Streifenwagen zur Seite rammte. Im Laufe der weiteren Fahndung kam ein viertes Polizeiauto aufgrund der glatten Straße von der Fahrbahn ab und fuhr gegen einen Baum. „Wegen dieses Unfalles konnte der Fahrer des Opel Omega unerkannt entkommen“, sagte gestern ein Polizeisprecher. Verletzt wurde keiner der Beamten, der Sachschaden wird auf rund 23000 Euro geschätzt.
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