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Stormarn 1988 hatte Bad Oldesloe sein Schlüsselerlebnis
Lokales Stormarn 1988 hatte Bad Oldesloe sein Schlüsselerlebnis
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18:10 24.01.2015
Diesen Schlüssel bekam just Luise Vollmer.
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Bad Oldesloe

Luise Vollmer hat auf dem Neujahrsempfang der Stadt Bad Oldesloe vor zwei Wochen den Ehrenschlüssel der Stadt erhalten. Die 76-Jährige war die erste Oldesloerin, die nach 27 Jahren wieder diese Auszeichnung bekommen hat. Aus diesem Anlass erinnert sich Gisela Drees-Schumacher, Städtische Baurätin a. D., an die Entstehungsgeschichte:

Am 11. Januar hat der Bürgerworthalter im Namen der Stadt Bad Oldesloe die Neuauflage des handgefertigten silbernen Ehrenschlüssels an die „Bücherfrau“ Luise Vollmer für ihr uneigennütziges Engagement verliehen. Wie berichtet, handelt es sich nach 27 Jahren um die Wiederaufnahme einer 1988 zur 750-Jahr-Feier begründeten symbolischen Ehrengabe.

Wie kam es zu dieser Idee? Dem Stadtwappen war in der Festschrift zur 750-Jahr-Feier eine ganze Seite mit Wappenvariationen gewidmet. Aus der Heiligenverehrung wurde Petrus als Schutzpatron in das Stadtwappen übernommen — schließlich heißt die Oldesloe Kirche St. Peter-Paul. Petrus hält in den meisten Versionen des Stadtwappens den Schlüssel in der rechten Hand.

Der Schlüssel kann als Insignum für Macht gelten. Es gibt auch die Auffassung, dass der silberne Schlüssel irdische Macht bedeutet; der in Gold, die des Himmels. Das erste plastische Modell für den silbernen Ehrenschlüssel sah noch ein verzierendes Band vor, es hat annähernd die Form eines sogenannten Anche-Zeichens, wie es bei den alten Ägyptern als Glückszeichen vorkommt — von einigen Ägyptologen wird das Anche-Zeichen als Schlüsselsymbol gesehen, als Schlüssel zur Weisheit oder zu höheren Welten, dieses sogenannte „Henkelkreuz“ erinnert auch an einen Lebensbaum und symbolisiert somit auch ewiges Leben. Das Band wurde, um die Herstellung zu vereinfachen, in der Ausführungszeichnung weggelassen.

Die Kreuzform war in diesem ersten Entwurf also dreifach enthalten: im Band als Anche-Zeichen, im Griff als Dreipass, ein Maßwerk aus der Gotik und im Bart des Schlüssels als Aussparung, ein Kreuz mit drei Balken.

Die Zahl drei hat traditionell hohen Symbolwert — in der christlichen Tradition steht sie für die Dreieinigkeit (Vater, Sohn und Heiliger Geist) — und seit der französischen Revolution von 1789 ist der Dreiklang von „liberté — égalité - fraternité“: Freiheit — Gleichheit — Brüderlichkeit ein Ruf nach Mitmenschlichkeit, Gerechtigkeit und Freiheit, wie er gerade auch in diesen Tagen aktuell ist.

Wie kam vor mehr als 27 Jahren die Städtische Baurätin zu der Ehre, den Entwurf für den Ehrenschlüssel der Stadt zu fertigen? Mein Auftraggeber sah in meinem Büro die Radierung eines einfachen Schlüssels neben meinen Entwurfszeichnungen für das Historische Rathaus, das im selben Jahr 1987 eingeweiht werden sollte. Das Bauamt war zu der Zeit provisorisch in der notdürftig hergerichteten oberen Etage des „Kaufhauses am Markt“ hinter Maschendraht-„Wänden“ untergebracht; zur Aufmunterung hatte ich mir das Bild mit dem Schlüssel an die Wand gehängt. „Sie kennen sich doch mit Schlüsseln aus“ mit diesen Worten erhielt ich den Auftrag, kurzfristig in meiner Freizeit den Ehrenschlüssel der Stadt zu entwerfen. So ist das Schlüsselbild zum „Schlüsselerlebnis“ für diese Form der Ehrengabe geworden.

LN

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