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Stormarn Radtourenfahrt des RV Trave Bad Oldesloe
Lokales Stormarn Radtourenfahrt des RV Trave Bad Oldesloe
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11:31 18.06.2019
Mit einem einfachen Handzeichen gab Olaf Gatermann (links im Bild) in diesem Jahr das Zeichen zum Start. Quelle: Sandra Freundt
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Bad Oldesloe

Sie kamen aus allen Ecken, von Hamburg und Bargteheide, von Stockelsdorf und Scharbeutz, aber auch aus Bad Oldesloe direkt: die rund 800 Starter des 20. Giro Stormarn. Viele von ihnen sind schon jahrelang Teilnehmer der beliebten RTF-Rundfahrt.

Aus bei Kilometer 51

So auch die Kreisstädter Hartmut Rasch und Stefan Ramm. „Es ist einfach toll, dass in unserer Stadt so etwas angeboten wird“, so die beiden. Während Rasch die 120er Distanz absolvierte, wollte Ramm die 80 Kilometer in Angriff nehmen. „Leider ist mir dabei gleich zweimal der Reifen geplatzt, sodass ich bei Kilometer 51 mit dem Auto abgeholt werden musste“, bedauerte der Oldesloer.

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Nach vier Jahren Pause wieder dabei

Einen platten Reifen bei Kilometer 60 hatte auch Johannes Skroblin. Der 22-Jährige kommt gebürtig aus der Kreisstadt, studiert jedoch inzwischen in Kiel. Weil er über das Wochenende zu Besuch bei seinen Eltern Joachim Skroblin und Anke Püttjer war, wurde er von ihnen direkt zur Teilnahme an der Tour animiert. „Zuletzt bin ich den Giro vor vier Jahren gestartet, habe aber auch in Kiel immer trainiert, sodass mir die 120er Strecke jetzt nicht so schwerfiel“, so der Student. Nach dem Reifenwechsel fand er direkt wieder eine „schnelle“ Gruppe, der er sich anschließen konnte. Auch seine Eltern und weitere Mitglieder des Spiridon-Clubs Bad Oldesloe kamen gut ins Ziel und lobten die tolle Streckenführung und das bekannt leckere Büffet.

„Tolle Tour, wir sind jedes Jahr dabei“

Gleich mit zwölf Startern war die Radsportabteilung des Sülfelder Sportvereins vor Ort. Die Radler gingen auf die 80er und die 120er Distanz. „Wir besuchen uns immer gegenseitig: Wir nehmen am Giro teil und die Oldesloer dann bei unserer RTF „Sülfelder Frühlingsfrische“ im März“, berichtet SSV-Spartenleiter Jens Fricke. „Die Tour hier durch’s Stormarner Land ist aber wirklich einmalig, mit der Ausarbeitung der Strecken gibt sich der RV Trave stets besondere Mühe“, lobte auch er den Ausrichter.

Land unter bei Tourenabsteckung

Dieser hatte es gar nicht so leicht gehabt: „Beim Abstecken der Strecken zu Beginn der Woche war das Wetter richtig schlecht“, erinnert sich Olaf Gatermann, der zum ersten Mal als Chef-Organisator fungierte. Weil die rund 110 Mitglieder des Ausrichters beim Giro selbst nicht mitfahren dürfen, nutzen viele der Radsportler die Gelegenheit, beim Abstecken dabei zu sein. Diesmal waren es 25 Radler. Das Wetter machte dem Verein auch einen Tag vor dem Giro einen Strich durch die Rechnung. „Die neue Tour durch Benstaben musste spontan neu ausgeschildert werden, weil sie nach dem Regenguss am Sonnabend komplett unter Wasser stand“, so Gatermann. Mit der Tour an sich ist er aber sehr zufrieden. Die Starts verliefen diesmal ohne Bürgermeister Jörg Lembke und Landrat Dr. Hennig Goertz und bewusst auch ohne lange Reden und Starthorn.

Zum 20. Mal richtete der RV Trave Bad Oldesloe die beliebte Tourenfahrt aus. Viele der Teilnehmer sind schon jahrelang dabei.

„Die Tour ist für die Sportler und der Sport steht im Vordergrund – und da muss man keine langen Reden schwingen“, betonte Jan Rohr vom RV Trave. Ein besonderes Lob zollte Gerd Neumann den Verantwortlichen. „Sie holten meinen Sohn als wohl jüngsten Teilnehmer an diesem Tag aus dem Feld und ließen ihn vorab losfahren. So hatte er einerseits das Gefühl, die Gruppe anzuführen, zum anderen war er aus dem „Gerangel“ des Feldes zu Beginn raus“, war der Vater von Oke begeistert über diese Aktion. Für den Elfjährigen war es erst seine zweite RTF-Tour, eigentlich ist er Triathlet. „Er hat die 40er Distanz aber gut gemeistert, hat nur zwischendurch einmal geschwächelt, weil er das Essen unterwegs vergessen hat. Nach der Versorgungsstation an der 30 Kilometer-Marke aber lief’s wieder und er ist durchgefahren“, freute sich Gerd Neumann.

„Coastbusters“ unermüdlich

Die wohl weiteste Strecke absolvierten die „Coastbusters“. Die Freizeitfahrer aus zehn Freunden bestehend kamen bereits mit dem Fahrrad aus Lübeck, Stockelsdorf und Scharbeutz angefahren, absolvierten die 120er Distanz, und radelten nach kurzer Stärkung am Büffet und schließlich auch wieder nach Hause zurück. „Das passte schon, weil der Giro ja direkt bei uns „vor der Tür ist“, so Jürgen Wiechmann.  

Sandra Freundt