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Stormarn 213 Menschen in Elmenhorst typisiert
Lokales Stormarn 213 Menschen in Elmenhorst typisiert
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20:10 24.08.2015
Auch die Prinzengarde des Elmenhorster Karnevalsvereins nahm teil an dieser Typisierungsaktion (von links): Funkenmariechen Carolin Moses (22), Cindy Schulz (21), Steffi Witzlau (35), Jenny Natzenberg (30), Alexandra Hansen (21) und Dana Schulz (21).
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Elmenhorst

Sieben Stunden lang stand die Feuerwehr Elmenhorst am Sonnabend im Mehrzweckhaus des Gemeindezentrums bereit bei ihrer dritten Typisierungsaktion gegen den heimtückischen Blutkrebs, an dem in Deutschland alle 16 Minuten ein Mensch erkrankt. 213 überwiegend jüngere Leute waren dem Aufruf gefolgt, sich als potenzielle Stammzell-Spender für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren zu lassen; denn oft ist eine passende Stammzellspende die letzte Heilungschance für einen an Leukämie Erkrankten.

Das Ergebnis wertete der Orts- und Gemeindewehrführer Bernd Fritz zwar als sehr erfreulich, zumal sich allein aus der Gemeinde 78 und aus Bargteheide 45 Probanden eingefunden hatten; weitere 162 Elmenhorster Bürger hatten sich bereits bei vorangegangenen Aktionen typisieren lassen. „Sehr enttäuscht“ zeigte sich Hauptbrandmeister Bernd Fritz hingegen darüber, dass nur 20 Feuerwehrleute aus wenigen Wehren des Kreises den Weg nach Elmenhorst gefunden hatten. Immerhin hatten die rührigen Organisatoren im Vorfeld alle 88 Stormarner Feuerwehren mit ihren rund 3000 Aktiven über den Kreisfeuerwehrverband zur Teilnahme aufgerufen. Und der Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes hatte diese Aktion „ausdrücklich begrüßt“, so Kreisbrandmeister Gerd Riemann unlängst in einem Rundschreiben an alle Mitgliedswehren. „Aus dem Kameradenkreis hätten wir erheblich mehr Zulauf erwartet“, so der Elmenhorster Feuerwehrchef.

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Wochenlange Vorbereitung und Organisation habe die 52-köpfige Ortswehr Elmenhorst in diese Typisierungsaktion gesteckt, unterstrich Kreispräsident Hans-Werner Harmuth aus Bargteheide. Als Proband Nummer 183 ließ er sich von Johanniter-Mitarbeiter René Lorenz Abstriche aus der Mundschleimhaut entnehmen. „Es ist mir ein Anliegen, kranken Menschen zu helfen“, erläuterte der oberste Repräsentant des Kreistages. Beruflich leitet Harmuth die DAK-Kundenbetreuung im Kreis Stormarn ist. „Man sollte aber auch ernsthaft über die persönliche Bereitschaft zur Organspende nachdenken“, empfahl Harmuth.

„Total begeistert“ waren Wehrführer Bernd Fritz und seine Leute vom Engagement einiger Elmenhorster Vereine. Die Prinzengarde des Elmenhorster Karnevalsvereins mit Funkenmariechen Carolin Moses (22), Alexandra Hansen (21), Jenny Natzenberg (30), Cindy Schulz (21), Dana Schulz (21) und Steffi Witzlau (35) erschien in einheitlichem Outfit zur Typisierung. Die Fußballer des SC Elmenhorst traten samt weiblichem Anhang und mit Trainer Georg Jobmann gleich 28-köpfig zur Stammzell-Typisierung an. Die Fußball-Damen des JuS Fischbek unterbrachen ihre dreitägige Saisonvorbereitung und kamen direkt vom Trainingsplatz im benachbarten Ortsteil Fischbek im Dutzend für eine knappe Stunde vorbei. Trainerin und JuS-Vorsitzende Petra Abraham sagte: „Natürlich wollen wir gern diese örtliche Aktion unterstützen. Besonders motiviert im Kampf gegen den Blutkrebs aber sind wir dadurch, dass unsere Mannschaftskollegin Julia Stoll (23) vor wenigen Monaten mit ihrer erfolgreichen Stammzellspende in Berlin einem Blutkrebs-Patienten helfen konnte.“

Hauptbrandmeister Bernd Fritz dankte allen Teilnehmern und Helfern. Vor allem einem Elmenhorster Ehepaar, das nicht genannt werden möchte. Es hatte auch diesmal die beträchtlichen Kosten für die bereits dritte Typisierungsaktion der Wehr übernommen.

„Man sollte aber auch ernsthaft über die persönliche Bereitschaft zur Organspende nachdenken.“
Hans-Werner Harmuth, Kreispräsident

Manfred Giese